China sagt zu Sanktionen gegen Assad weiter "bù"

14. Februar 2012, 12:55

Deutschland, Großbritannien und USA für weitere Sanktionen - Arabische Liga als Schlüsselakteur gehandelt

Peking - Chinas Regierungschef Wen Jiabao hat die Zurückhaltung seines Landes im Umgang mit dem Regime in Syrien verteidigt. Auf dem EU-China-Gipfel am Dienstag in Peking sagte Wen vor Journalisten, die dringlichste Aufgabe in Syrien sei, "Krieg und Chaos" zu verhindern. Als Schlüsselakteur behandelt Peking dabei die Arabische Liga. Man werde das Gespräch mit der arabischen Staaten suchen, hieß es aus dem Außenministerium in Peking. Ein Gesandter sei bereits am Vorabend mit Liga-Chef Nabil al-Arabi zusammengetroffen.

China und Russland hatten mit ihrem Veto im UN-Sicherheitsrat eine Resolution verhindert, mit der der syrische Staatschef Bashar al-Assad zum Rücktritt aufgefordert werden sollte. Der Westen und die arabische Welt reagierten verärgert auf die Entscheidung der beiden Mächte. China erklärte später, sein Veto habe keinesfalls Assad stützen, sondern lediglich Schlimmeres verhindern sollen. Auf den Vorstoß der Arabischen Liga für einen Friedenseinsatz in Syrien reagierte China am Montag zurückhaltend.

Alle Bemühungen zur Lösung des Problems müssten in Übereinstimmung mit der UN-Charta erfolgen, erklärte Wen. China nehme weder die Regierung in Damaskus noch andere Parteien in Syrien in Schutz, sagte der Regierungschef zur internationalen Kritik am Veto Chinas im Weltsicherheitsrat gegen eine geplante UNO-Resolution. China und Russland hatten die Resolution mit ihrem Veto verhindert.

Europa setzt auf Araber

Auch in Europa weist man der Arabische Liga eine Schlüsselrolle bei der Lösung des Syrien-Konfliktes zu. Sie setze auf eine enge Zusammenarbeit der EU mit der Liga, die eine feste Haltung zu den Menschenrechtsverletzungen in Syrien eingenommen habe, sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bei einer Pressekonferenz in Berlin sprach sie sich für ein hartes Vorgehen gegen Syrien aus. "Die EU unterstützt diese Haltung und wird sie durch weitere Sanktionen untermauern", sagte Merkel am Dienstag vor einem Treffen mit al-Arabi in Berlin.

Die Arabische Liga hat einen gemeinsamen Einsatz mit UNO-Blauhelmen vorgeschlagen, um das Blutvergießen in dem arabischen Land zu stoppen. Al-Arabi forderte am Dienstag erneut ein Ende des Blutvergießens. Die Menschen in Syrien hätten ein Recht zu demonstrieren. Er betonte, dass ein "Wind des Wechsel" die Region erreicht habe und unterstrich die Bedeutung der Menschenrechte in den arabischen Ländern.

US-Präsident Barack Obama und Großbritanniens Premierminister David Cameron schlossen unterdessen härtere Sanktionen gegen das Regime von Syriens Präsident Bashar al-Assad nicht aus. In einem Telefongespräch hätten beide über denkbaren Optionen diskutiert, hieß es am Dienstag vom britischen Regierungssitz Downing Street. Auch weitere Schritte vor den Vereinten Nationen sowie der neuen "Gruppe der Freunde Syriens" seien nötig. Cameron und Obama seien sich einig, dass die internationale Gemeinschaft gegen Syriens Regime eng zusammenstehen müsse. (APA/Reuters)

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DieBo
00
16.2.2012, 10:14
Der Weltsicherheitsrat sollte sich mal mit der wirklichen Unsicherheit der Welt beschäftigen. Und das ist in erster Linie die Bankenkrise.

Jessas Na
43
14.2.2012, 19:47

ich bin kein Fan von Assad und der politischen Führung in Syrien. Allerdings habe ich keine Ahnung wer das Land führen soll wenn die Führungsebene abgesägt werden sollte.
Und in der Opposition haben momentan auch eher die Extremisten das Sagen, als die moderaten Stimmen. Am Ende geht es (zumindest für mich) eine Verbesserung für die Bevölkerung herbeizuführen. Und das sehe ich durch einen Machtwechsel unter momentanen Vorzeichen nicht gegeben.

DieBo
00
16.2.2012, 10:09
Sie können sicher sein dass im Hintergrund längst jemand in den USA für diesen Posten vorbereitet wurde....Die Frage ist ob er wie im Falle von Karsai auch auf dem Petersberg in D über den köpfen des syrischen Volkes zum Präsidenten ernannte wird.

odrr
11
14.2.2012, 22:24

warum gibt es in einem staat wie syrien wohl keine nachfolge?
sie haben schon recht, man weiss nicht was nachkommt, diese sorge machen sich auch die israelischen verantwortlichen, seit beginn des fruehlings.
bzgl. aegypten sind sie besorgt,dass der friedensvertrag aufgeloest werden koennte und bezueglich syrien und hisbollah.......bestehen vor ungewissen folgen auch zweifel.

die frage ist eine frage ,die historisch immer wieder auftaucht. ist ein umsturz ohne chaos und mit gewissheit, was nachher genau geschieht, ueberhaupt moeglich??

Def_izit
22
14.2.2012, 20:28
Es gibt einen moderaten Übergangsrat SNC

der trifft sich voraussichlich morgen am golf mit dem golf coordinierungsrat GCC

meist tagt der SNC in istanbul

und der SNC hält kontakte zu den lokalen FSA verteidigunsgruppen

Dr.Mikhail Andreyevich Zhdanov
53
14.2.2012, 19:06

Wen Jiabao erweist sich als seriöser Politiker, der Vernunft und Legitimität als Hauptparadigmen verantwortungsbewußten politischen Handelns erkannt hat. Was für ein gewaltiger Unterschied zum Kriegsdiktat der Transatlantiker/Westler. Der unaufhaltbare Aufstieg Pekings wird der Welt zum Segen gereichen.

MySinn.at
02
14.2.2012, 19:49
der kriegsgeile Westen ...

http://derstandard.at/132850775... -Strategie

sieht für mich eher so aus:

"...Eine Denkschule, angeführt von John McCain, sieht Syrien dagegen als klassischen Fall für eine humanitäre Intervention." = selber Artikel

Neusprech!
15
14.2.2012, 18:47
Barroso und Rompuy auf Betteltour in China!

China soll Europa bei der Lösung der Schuldenkrise zu unterstützen:
"Wir werden unseren Worten auch Taten folgen lassen", sagte Regierungschef Wen Jiabao.

Da wird man sich aber künftig mit Kritik mäßigen müssen :))))

Dagobert147
1010
14.2.2012, 17:54

vielen dank china/russland und ein grosses bu an europa und usa die terroristen in syrien unterstützen.
die saudis beweisen wieder mal dass europa+usa käuflich sind.

DERHETZER1
812
14.2.2012, 17:33

und im gegenzug dazu sage ich beim privaten einkauf bù im zusammenhang mit made in china und kaufe wo immer es geht made in EU. so einfach geht das!

DerStadtrat
14
14.2.2012, 18:28
Was China genauso tangiert wie ein umgefallener Reissack.

wuestenfuchs
51
14.2.2012, 18:44

äh, nein.

für die chinesische wirtschaft ist der export von billigramsch in den westen ziemlich wichtig.

DerStadtrat
00
18.2.2012, 07:07
stimmt..

das ist richtig. "DERHETZER1" ist aber nicht der westen, sondern eben nur ein Reissack im westen...

DieBo
00
16.2.2012, 10:12
ist doch klever für seinen müll auch noch geld zu bekommen.

Damaskus
64
14.2.2012, 17:00
China will der Euro-Zone helfen

China ist offenbar bereit, Europa bei der Lösung der Schuldenkrise zu unterstützen: "Wir werden unseren Worten auch Taten folgen lassen", sagte Regierungschef Wen Jiabao. EU-Ratspräsident Van Rompuy fordert einen besseren Zugang für Unternehmen zum chinesischen Markt.

Sind sie jetzt nicht mehr so phöse, die Chinesen?

Killer Bunny
55
14.2.2012, 17:30

China hilft sich selbst.

naval
86
14.2.2012, 17:28

Die chinesische Diktatur verhält sich im syrischen Konflikt genau so, wie andere Diktaturen: sie stehen dem Diktator zur Seite.

egal9
21
14.2.2012, 17:50
Genau

Wie Saudi-Arabien und Katar eindrucksvoll beweisen..

It is so hot in here...
00
14.2.2012, 17:00
Wie wird das "bù" eigentlich ausgesprochen?

rocknroll13
00
14.2.2012, 17:30

So wie mans schreibt (bu) .

Das stricherl zeigt nur den Ton an.

It is so hot in here...
00
15.2.2012, 11:45
Danke...

d.h. am hinteren Ende betont und tiefer ton...?

hallo tschüss
08
14.2.2012, 16:30
was sagt eigentlich

Israel? Assad ist zwar ein Verbündeter Irans & der Hisbollah, jedoch seit Assad an der Macht ist, ist die Grenze zu Israel ruhig. & wenn Assad die Macht verliert ist die Wahrscheinlichkeit dass eine fundamentalisitische Gruppe die Macht übernimmt sehr wahrscheinlich! und wäre somit zumindest gleich gefährlich, vielleicht sogar noch gefährlicher für Israel!
[schreibe bewusst wenn assad die macht verliert -> da ein Umsturz sich in Syrien sehr viel schwieriger gestaltet als in Libyen]

Human factor
01
14.2.2012, 18:13

Was Israel sagt, weiß ich nicht. Aber was Giora Eiland, der ehemalige Chef des nationalen Sicherheitsrates Israels sagt/denkt.

http://de.rian.ru/opinion/2... 42345.html

3dGeist
00
14.2.2012, 17:58

Egal was Israel auch sagen würde, es würde nur den Gegnern Assads helfen.

MySinn.at
00
14.2.2012, 17:25
Es wird in Syrien ...

wahrscheinlich (=kein Beweis vorhanden) sowas wie eine "entmilitarisierte" Zone gegeben haben iS Assad hat Schiiten und Mossad raus gehalten !

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