Tabu thematisiert

Vatermörder Illigen: "Mein Ich war leer und ich stand vor dem Nichts"

Interview | Bianca Blei, 15. Februar 2012, 10:07
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    foto: derstandard.at/blei

    Mathias Illigen: "Ich habe keine Angst, dass ich wieder rückfällig werde."

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    Mathias Illigen: Ich oder Ich. Die wahre Geschichte eines Mannes, der seinen Vater getötet hat, Edition a, 2012.

Der Autor über paranoide Schizophrenie als Grund für die Bluttat, weiße Räume ohne Geräusche und Internet-Trolle

Er habe sich nicht in die Auslage stellen wollen, sagt Mathias Illigen, der vor vier Jahren in Vorarlberg seinen Vater mit einem Bügeleisen erschlagen hat und deshalb wegen Mordes verurteilt wurde. "Ich will die Menschen für das Thema psychische Erkrankungen sensibilisieren. Ich bin mir sicher, dass es irgendjemanden geben wird, der aufgrund dieses Buches bereit ist, sich selbst Defizite und Fehler einzugestehen."


Aufgrund der Diagnose "paranoide Schizophrenie" wurde der heute 34-Jährige für die Tat als zurechnungs- und schuldunfähig erklärt. Die Strafe: Maßnahmenvollzug in der Psychiatrie. "Es hat gedauert, bis ich die Realität annehmen konnte", sagt er heute. In seinem Buch "Ich oder Ich" (edition a) beschreibt er auch die intensive Bewältigung der Krankheit: "Wenn das Ich total zerbröselt, ist nichts mehr da, woran man sich festhalten kann, und man kann es wieder neu aufbauen." Im September 2010 wurde er entlassen und wohnt seitdem in Wien. Zehn Jahre verpflichtende Psychopharmaka-Einnahme ist eine der Bedingungen.

***

derStandard.at: Haben Sie mit dem großen Medieninteresse an Ihrer Person gerechnet?

Mathias Illigen: Ich habe erwartet, dass es ein gewisses Interesse geben kann, aber mit so einem riesigen Interesse habe ich nicht gerechnet. Ich habe das Buch geschrieben, weil ich ein gutes Buch schreiben und meine Geschichte erzählen wollte. Darum geht es mir. Die Diskussionen, die sich jetzt daraus ergeben, finde ich teilweise etwas eigenartig. Als ich entlasse wurde, hat das niemanden interessiert. Das fand niemand auffällig. Und jetzt merke ich, dass auch das die Menschen beschäftigt.

derStandard.at: Mit Ihrem Buch haben Sie die Diskussion aber sehr wohl "angeheizt". Es hätte ansonsten wahrscheinlich niemand mitbekommen, dass Sie entlassen wurden.

Illigen: Ja, das ist schon klar, dass rundherum Geschichten entstehen. Das sehe ich mittlerweile aber gelassen. Ich finde es nur schade, dass das Buch nicht zum Anlass genommen wird, um über psychische Erkrankungen oder die Psychiatrie zu diskutieren. Das wäre mein Ziel gewesen und wäre auch wünschenswerter. 

derStandard.at: Welche Diskussion hätten Sie sich konkret gewünscht?

Illigen: Ich wollte das Tabuthema psychische Erkrankungen lüften. Ich bin der Ansicht, dass psychische Erkrankungen zunehmen. Sie beeinträchtigen immer mehr den Alltag der Gesellschaft und sind kein Minderheitenprogramm, sondern ein Massenphänomen, das man in jeder Gesellschaftsgruppe findet. Von einer Sensibilisierung diesen Krankheiten gegenüber würden alle Menschen profitieren.

derStandard.at: Sie schreiben im Buch, dass das Medieninteresse während des Prozesses so etwas wie eine gerechte Strafe für Sie gewesen sei. Dass Sie es verdient hätten, als Monster dargestellt zu werden.

Illigen: Gerechte Strafe ist wohl das falsche Wort, da Strafe nicht mein Thema ist. Ich habe den Medien die Berichterstattung damals nicht übel genommen. Was hätten sie denn anderes machen sollen? Jetzt fühle ich mich von den Medien nicht mehr als Monster dargestellt. Ich fühle mich sehr kritisch dargestellt, das bringt allerdings das Thema mit sich und ist auch legitim. Man darf da nicht eitel und gekränkt sein. 

derStandard.at: Es gibt auch im derStandard.at-Forum User, die das Gefühl haben, dass Sie bemitleidet werden wollen und sich selbst als Opfer darstellen. 

Illigen: Ich glaube nicht, dass viele Menschen Mitleid mit mir haben, und habe auch kein Interesse daran. Vermutungen darf man äußern. In einem Forum kann jeder schreiben, was er will. Mehr ist es aber auch nicht. Internetforen sind prinzipiell voller Trolle, die nichts anderes als Trolling machen. Ich glaube nicht, dass die Kritik gegen mich persönlich gerichtet ist. Diese Äußerungen sind zu einem Teil medienkritisch. Einige Menschen fragen sich sicher, warum man mir eine Plattform gibt. Ich habe persönlich niemanden um ein Interview gebeten. Ich habe mich nicht selbst in die Auslage gestellt, das haben andere gemacht.

derStandard.at: Wie war der Moment, als Ihnen der psychotische Grund für den Mord an Ihrem Vater abhandengekommen ist?

Illigen: Schrecklich. Leere ist ein gutes Wort dafür. Es hat gedauert, bis ich die Realität annehmen konnte. Das ist ein Prozess des Erwachens. Bei mir war die totale Reizabschaltung in der Psychiatrie extrem wichtig. Zwei Wochen in einem weißen Raum ohne Geräusch und ohne Wahrnehmung haben bedeutet, dass ich keine Zeichen mehr interpretieren konnte. Während der Psychose sah ich diese überall. Es gibt aber die These, dass Menschen erst recht Psychose bekommen, wenn man sie in einen weißen Raum sperrt. Bei mir war das allerdings effektiv. 

Der entscheidende Punkt war, dass ich nach drei Monaten dachte, dass ich gar nicht psychotisch war, dass nur die Ärzte meinen, dass ich paranoid schizophren bin. Dann habe ich versucht, die Stimme, die ich nicht mehr hörte, wieder zu hören. Es ist mir nicht gelungen. Da habe ich gemerkt, dass ich keine Kontrolle darüber hatte. Realität zeichnet sich aber dadurch aus, dass man Kontrolle über sie hat. Die Einsicht ist katastrophal. Ich hatte überhaupt kein Vertrauen mehr in mich selbst. Mein Ich war leer und ich stand vor dem Nichts. Dann musste ich mir das wieder aufbauen. Und das war die Genesung.

derStandard.at: Wie gehen Sie mittlerweile mit der Schuld um, die mit Ihrer Tat verbunden ist?

Illigen: Das ist kein neues Thema. Das beschäftigt mich seit Jahren und ist ein Entwicklungsprozess. Es gibt verschiedene Phasen und Zustände. Ich habe während der Arbeit an diesem Buch aber immer stärker das Gefühl gehabt, dass ich die Schuld in etwas Produktives umwandle. Ein Effekt des Buches soll sein, dass ich die Menschen für das Thema psychische Erkrankungen sensibilisiere. Ich bin mir sicher, dass es irgendjemanden geben wird, der aufgrund dieses Buches bereit ist, sich selbst Defizite und Fehler einzugestehen. Er wird darauf reagieren, wenn jemand zu ihm sagt, dass er wirres Zeug redet oder denkt, und vielleicht merken, dass er depressiv oder psychotisch ist. Wenn ich das bei einem erreiche, bin ich zufrieden.

derStandard.at: Hätte man Ihnen während Ihrer psychotischen Phasen helfen können?

Illigen: Ja. Durch psychiatrische Behandlung. Von selber bin ich da aber nicht rausgekommen. Das lag auch an mir, weil ich mit dem Thema psychiatrische Erkrankungen davor nicht konfrontiert war und mich damit nicht beschäftigt habe. Ich war der Meinung, dass es mich nicht treffen kann. Wenn ich davor bereits ein Bewusstsein gehabt hätte, dass es auch mich treffen kann, hätte ich mir vielleicht helfen lassen. 

derStandard.at: Wie erklären Sie sich, dass Ihre Genesung so schnell vonstattenging?

Illigen: Erstens liegt es daran, dass meine Psychose so intensiv und allumfassend war. Wenn eine Psychose so intensiv ist, dass sie keine Grenzen mehr kennt, sind die Heilungschancen am größten. Wenn das Ich total zerbröselt, ist nichts mehr da, woran man sich festhalten kann, und man kann es wieder neu aufbauen. Wenn man nur einen gewissen Level erreicht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Psychose chronisch wird, viel größer. Dann sind noch immer ein Stückchen Realität und Kontrolle da. 

Zweitens liegt es auch an mir selber: an meinen Vorbedingungen, der Art, wie ich erkrankt bin und wie ich an mir gearbeitet habe. Auch die Psychopharmaka und Ärzte, die die Psychopharmaka angewendet, gewechselt und eingestellt haben, haben ihren Teil dazu beigetragen. 

Drittens werden die Menschen aus dem Maßnahmenvollzug nachhaltig stabilisierter entlassen als aus einer Drehtürpsychiatrie. Die Therapie ist dermaßen intensiv und mit großem Druck verbunden, dass es keinen Ausweg gibt. In der Anstalt, in der ich war, hat ein Einziger von 20 Leuten einen psychotischen Rückfall bekommen. Das ist in einer offenen Psychiatrie definitiv anders. 

derStandard.at: Würden Sie sich als geheilt bezeichnen?

Illigen: Das ist eine Frage, die ich nicht beantworten kann. Ich höre ständig von meinen behandelnden Ärzten, dass man gar nicht geheilt werden kann. Aber wenn man mich erlebt, ohne dass man von mir in der Zeitung gelesen hat, kommt man nicht auf die Idee, dass ich schizophren sein könnte. Mein psychischer Zustand ist so, dass er sich von einem gesunden Menschen nicht unterscheidet. Wahrscheinlich träume ich nur ein wenig heftiger. 

Ich habe keine Angst, dass ich wieder rückfällig werde. Dazu ist es zu lange her und dazu ist die Behandlung zu intensiv. Es hätte im Maßnahmenvollzug genügend Gründe gegeben, wieder psychotisch zu werden. Durch die ganzen Kontrollen und die Überwachung. Wenn man sich verfolgt fühlt und dann in Räumen ist, die von Kameras überwacht werden, kann man schon auf den Gedanken kommen, dass das im Fernsehen übertragen wird. 

derStandard.at: Was sind die Auflagen für Ihre Entlassung gewesen?

Illigen: Ich habe eine Weisung, dass ich die Psychopharmaka nehmen muss. Diese Weisung geht über insgesamt zehn Jahre. Also noch acht Jahre. So lange muss ich es hundertprozentig nehmen. Unabhängig von meinem Gesundheitszustand oder wie ich mich fühle und entwickle. Zusätzlich muss ich eine Psychotherapie machen und habe einen Bewährungshelfer. Was dann ist, wird man sehen. Entweder wird die Weisung verlängert, aufgehoben oder abgeändert. Das ist so weit entfernt. Darüber mache ich mir keine Gedanken. (Bianca Blei, derStandard.at, 15.2.2012)

Kommentar posten
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Burgess Shale
11
25.2.2012, 10:19

Der einzige Grund warum dem Mann die Bühne geboten wird ist die Lust des Publikums an öffentlichen Moritaten. Da kann dann die eine Hälfte des Pöbels "hängt ihn" schreien, die andere kann sich großmütig seiner erbarmen. Unterm Strich ist das mE aber finsteres Journalistenmittelalter à la Feuerstein.

mein Nick: O´laus!
05
18.2.2012, 21:39
Hier sind ja wieder einmal die Starjuristen und Starpsychologen am Werk!

Oder höre und rieche ich es nur aus dem "Heute" und "Österreich"- verwöhnten Bauch des Volkes stinkend rülpsen?
Einer hier gedenkt des Opfers- oder vielleicht doch mehr der Vergeltung?
Ein anderer meint, nur weil der I. angeblich an Huscher hat, geht er nach 4 Jahren wieder frei? Ein intellektuelles Kleinod der Psychiatrie und des Rechts!
So ana derf a Biachl schreibn? Und werd im Schtandaard interviuut? Ja, manche Leute hätten es gerne, wenn man psychiatrierten Mördern gleich das Schreiben-können mit rauslobotomieren würd.
Auf jeden Fall hinkt das gemeine postende Volk runde 250 Jahre hinter den Rechts- und Psychiatriefortschritten hinterher.

albeit
00
17.2.2012, 08:13

junge Menschen werden in Psychiatrien wochen- und monatelang angehalten; Sie gehen in den Häusern dort auf einer Wegstrecke von maximal 50 Meter auf und ab; Sie müssen hohe Medikamentendosen nehmen, werden dick und hässlich, verfallen, pendeln zwischen offenerem und geschlossenenerem Bereich und dürfen nicht weg - sonst sucht Sie die Polizei

Es ist nicht unbedingt anzuraten SDioch in psy<chiatrisce Behandlung zu begeben

es kommt hinzu, dass durch Mordesgerschichten jeder der Sich freiwilig hinbegibt mit ganz anderen Personen zusammengetan ist und mit seiner angeschlagenen Psyche dann öffentlichem Druxck ausgesetzt ist, ruinöser Behandlung Sich willenlos auszusetzen

albeit
00
17.2.2012, 09:53

Psychiatern am Karriereweg ist es wuichtig mit oihrer "Medizin" Erfolg zu haben, schließlich sind Sie Mediziner und die Chefs im Psychobereich

Ich weiß nicht wier weit das Buch Illigens die Frage des Materriellen klärt; seine Verfassung scheint Ihn nicht mehr in der Lage gewesen sin zu lassen zu arbeiten und für Sich zu sorgen

und das sind die Probleme die familiäre Clashs bedeuten; und das nach 10 Jahren Studium Filisofie.

Jetzt hat Er eine teure Behandlung; dafür scghreibtr Er ein Buxch über psychgische Krankheit; damit ist Er auch für die Psychiater instrumentalisiert

andere junge Menschen arbeiten kooperativ nach Einweisungen ohne Toten und Zeitungsberichten, aber Sie hören auf; es geht nicht auf Dauer

albeit
00
17.2.2012, 09:59

Sie werden Frühpensionisten, trauen Sich von ihren teuren Psychofarmaka nicht weg, von denen Ich Sie auch keinesfalls wegzwingen will, und kosten

die Psychiater sind dabei der Ansicht: die Gesellschaft hat das zu bezahlen, schließlich sind das Kranke - auch wenn die Patienten es nicht sein möchten und weiter Wege ohne Behandlung probieren: sobald Sie aber in die Psychiatrie kommen, bekommen Sie überhaupt keine Stützung mehr, werden brutal zum Pulver Nehmen wieder gezwungen und die Allgemeinheit soll alles zahlen

albeit
00
17.2.2012, 10:24

wenn in einem Haushalt von zwei Spinnern ein Sohn so weit kommt, dass Er nicht mehr studiert dann geht Er arbeiten

nach einer Woche kann Er wieder zuhause sein, weil es das erste mal nicht geht

und wenn dann Bemerkungen fallen wie "arbeitsunfähig" dann kommt es auch vor dass ein Glas gegen eine Mauer geschmissen wird damit endlicheinmal aufgemerkt wird

bei enttäuschten Eltern, die um eine erträumte Sponsionsfeier Sich geprellt sehen, bewirkt dass auch zunehmend die Ansicht: "Er ist krank"

die Allgemeinhgeit kann Sich da ruhig heraushalten und es hätte auch Watschen setzen können, zu es nicht kam

Georg

albeit
00
17.2.2012, 10:48

in meiner Ortschaft hat der Gemeindearzt zumindest zwei junge erwachsene Söhne eingewiesen, aus Familien wo es zu Handgreiflichkeiten gekommen war

damit hat Er seine Pflicht gemacht (~); und Er hat auch sein Praxisschild entfernt; nach meinem Eindruck sind die beteiligten Mütter auch nicht ohne

und damit, aus Familien einen herauszunehmen, mit allen möglichen Diagnosen zu belegen und zwangs zu therapieren, ist es nicht getan

die Angehörigen sitzen dann aufmerksam in den Büros der behandelnden "Ärzte"

nur über die braucht man Sich auch nichts vormachen

Sie sind auch Komplexler

Georg

albeit
00
17.2.2012, 09:11

wenn Menschen Jahre in Familien nur noch zubrachten, wo etwa Mütter permanent nur mehr ihre Unzufriedenheit herüber brachten, von den Angehörigen schließlich ihr Geld weggenommen bekommen und am Fortfahren gehindert werden, Sie dann einwilligen Sich in psychiatrische Behandlung zu begeben und diese Begandlung heißt: Psychofarmaka nehmen, weil der verantwortliche Arzt betont, dass das hier nicht ein Urlaub ist, sondern ein Spial und die Patienten etwas tun sollen um gesund zu werden (Pulver nehmen), dann wird das Leben zum Dauerstress und die Psychiatrie ein weiterer Ort der Bedrohung

albeit
00
17.2.2012, 09:34

was Illigen bei den Psychiatern erlebte, von Ihnen hörte: Heilung gibt es keine, das deckt Sich durchaus auch mit meinen Erfahrungen; Wer keine Pulver nimmt, darf gehen, das Psychofarmaka Verabreichen ist essentiell in diesen Häusern

der Doktor ist kein Kumpel sondern auf dem Karriereweg

das Resumee nach meinen psychiatrischen Behandlungen: statt so einer psychiatrischen Behandlung und deren Kosten will Ich mein Geld von der Krankenkasse, was das kostet (etwa 5-6 Wochen stationäre Psychiatrie) und damit auf Urlaub fahren

Ich glaube da kann Ich länger als zwei Monate unterwegs sein und es leben andere wirtschaftlich gut davon ...

albeit
00
17.2.2012, 08:19

Ich war selbst dort und Ich hatte Umgang mit Mitpatienten; Wir hatten auch Probleme aber sie sind bewältigbar

es gibt auch im normalen Bereich in der Öffentlichkeit hauptsächlich Berichterstattung über Katastrofen

wenn man ließt was Sich sonst tut, kann überhaupt jeder Mensch vorsorglich insd gefängnis gehen

dafür bin Ich aber nicht; Ich selbst werde weiterhin auch mit allen anderen zu tun haben, wovon nie in psychiatrischer Bebhandlung gewesene Persoen nicht leichter und ungefährlicher sind als die anderen

Gegenüber Aufforderungen Sich in psychiatrische Bwehandlungen zu begeben bzw zu bleiben wird man eben auch nur alleine den Willen haben und zu behalten haben, draußen zu bleiben

albeit
00
17.2.2012, 08:27

Berichte wie diese scheuchen natürlich einfache Verbrauchsbürger auf

es gehört zur Psychiatrie dass der Doktor mit der Spritze nicht ungefährlich ist und dass es so keinen richtig sicheren Ort gibt

das ist gesellschaftlicher Stress

dieser Stress wird durch durch die Psychiatrie verantwortet; die Psychiatrie müsste in der Lage sein, Personen die mit Ihr zu tun haben zufrieden zu stellen; Sie tut es manchmal überhaupt nicht sondern zwingt ganz einfach ruinöse Behandlung auf

das gehört zur Psychiatrie wie Illigens Geschichte

Mit Gruß
Georg

relatio subsistens
00
16.2.2012, 22:30

Aus allem kann man heute Geld machen. Leider.

hotzenplotz1001
03
16.2.2012, 20:13
Danke Herr Illigen für die unaufgeregte Aussage:

„Vermutungen darf man äußern. In einem Forum kann jeder schreiben, was er will. Mehr ist es aber auch nicht.“ Er belegt einmal mehr, dass in Wirklichkeit nicht einer, der als psychisch krank gilt, das übliche hysterische Misstrauen der Umgebung verdient. Sondern andere, die an der Krankheit namens Normalität leiden. Deren zerstörerische Energie kommt besonders perfide daher.

sonja1978
35
16.2.2012, 09:22

Man stelle sich vor:
Jemand tötet seine Partner und mauert diese in einem Keller ein.
Wird es auch hier Interviews und Buchrezensionen mit dem/der Täter/in geben?

Irgendwie makaber - derStandard.at

Ja, dürfen's denn das ?
11
16.2.2012, 09:01
Drehtürpsychiatrie

Das soll "Öffentlichkeitsarbeit" für psychisch Kranke sein ? Psychiatrische Krankenhäuser madig machen ?

Es gibt sicher sehr unterschiedliche psychiatrische Krankenhäuser und Stationen. Aber ich habe gerade bei mehreren Personen erlebt, wie hilfreich ein mehrmonatiger Aufenthalt auf einer psychotherapeutischen Station war.

Die "Drehtürpsychiatrie" entsteht dann, wenn der Betroffene keine Eigenverantwortung für seine Gesundheit übernimmt, und die psychotherapeutische / psychiatrische Behandlung nach dem Klinikaufenthalt nicht fortsetzt !

---

Der gute Herr betreibt eher "Öffentlichkeitsarbeit" dafür, die strafrechtlichen Folgen für einen Mord durch "psychische Erkrankung" zu vermeiden.

Ja, dürfen's denn das ?
16
16.2.2012, 08:50
"Ich habe keine Angst, dass ich wieder rückfällig werde."

Naja.

Das Problembewusstsein für die eigene Krankheit scheint ja nicht wesentlich gewachsen zu sein - in Bezug zur Zeit vor dem Mord.

"Bewusstseinsarbeit für psychisch Kranke" durch einen Mann zu machen, der seinen Vater getötet hat, ist ein Bärendienst für psychisch Kranke !

Ärgerlich, dass diesem Herrn der Standard die Bühne bietet. Es gibt soviele Menschen, die mit psychischen Problemen sich mühen, zurechtzukommen. Aber offenbar muss man jemand umbringen, dass man soviel Aufmerksamkeit bekommt.

Ungustiös, das Ganze ! Es erinnert ein bisschen an den Hype um Unterweger und Proksch. Wenn Bürgerlichen fad wird, geben sie sich offenbar gerne den Kick, mit Gewalttätern zu kokketieren.

Hatte Geld und brauchte das Jung
10
16.2.2012, 21:22
Wie soll er bitte rückfällig werden?

Der eine Vater, den er hatte, ist bereits tot...

Das Geheimnis meines Erfolges? Leistungswille!
00
18.2.2012, 13:31
Aber Mitmenschen gibt es noch mehr als genug; sozusagen.

Erzsébet Lucas
01
16.2.2012, 12:04

Absolute Zustimmung!

Hatte Geld und brauchte das Jung
11
16.2.2012, 09:27
grün und folgender Hinweis:

von dem Herrn wird man wieder Unerfreuliches lesen. Ganz schlechtes Gefühl weil zu selbstgerecht und lediglich bemüht angepasst.
Es brodelt weiter sagt ein Troll.

jeff5
00
16.2.2012, 21:28
auch von mir zustimmung, wenn der zornig wird...

albeit
00
16.2.2012, 21:12

eigentlich hat Ihn nur sein Vater einzusperren

aber der ist tot

Wednesday
 
00
16.2.2012, 08:49

Ich war selber in der Situation eine Bekannte zu haben, die auf Grund schizoider Psychosen ihr Umfeld immer wieder auf das Schlimmste terrorisierte. Die Polizei meinte, dass man nichts machen könne, so lange sie uns nicht wirklich verletzt. Die Ärzte sagten sie sei halt "wieder mal manisch", gaben ihr ein paar Tabletten,...

Meiner Meinung nach es zu wenig Aufklärung über psychische Erkrankungen gibt, aber gleichzeitig die Therapiemaßnahmen für Erkrankte und "Opferschutz" für ihr Umfeld nicht ausreichend sind. Dies ist und soll jedoch kein Freibrief sein für Taten, die begangen wurden, als man nicht zurechnungsfähig war.
Auch mich würde interessieren, ob Herr Illigen bereits vor seiner Tat in Behandlung war bzw. wie er behandelt wurde.

albeit
00
16.2.2012, 11:46

Ich war in psychiatrischer Behandlung und bin heute weg davon.

Ich würde Mich gerne auch damit beschäftigen mit solche Personen hilfreich ohne Tabletten umzugehen

Meine Mittel sind aber begrenzt. Und Ich mache das nicht unentgeltlich zu helfen und andere - Professionelle - beziehen daneben gute Gehälter und schütten ihre Patienten in wenigen Minuten mit Psychofarmaka zu.

Mit Gruß
Georg

Wednesday
 
02
16.2.2012, 12:09

Ich glaube nicht, dass jede psychische Erkrankung ohne Medikamente geheilt werden kann. Symptome kann man lindern durch unterstützende Therapien, aber eine neurologische Fehlschaltung bzw. eine hormonelle disbalance kann nicht so ohne weiters "weggeredet" werden. Vielmehr kommt es hier auf ein gutes Zusammenspiel von klinischer/forensischer und Ergotherapeutischen Maßnahmen an....

Und mit allem nötigen Respekt: nicht alle Ärzte schütten Patienten zu. Es tut mir leid, dass Sie solche Erfahrungen gemacht haben, aber manchmal helfen auch nur Medikamente um Menschen zu schützen (vor sich selbst, ihren Taten und um ihre Umwelt zu schützen).

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