1,2 Millionen Schulden

Oststeirische Baufirma F & R Bau GmbH insolvent

14. Februar 2012, 11:50

Graz - Das oststeirische Bauunternehmen F & R Bau GmbH mit Sitz in Ludersdorf bei Gleisdorf im Bezirk Weiz musste mit einer Überschuldung von rund 1,2 Mio. Euro Insolvenz anmelden, wie die Kreditschutzverbände AKV und KSV am Dienstag bekanntgaben. Beim Handelsgericht Graz wurde ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt. Als Insolvenzursache führte die Firma u.a. an, dass man in den letzten Wirtschaftsjahren immer positiv bilanzieren konnte, aber einige Forderungsausfälle zu Liquiditätsengpässen geführt hätten. Den Sanierungsplan will man u. a. mit finanzieller Unterstützung eines Auftraggebers erfüllen, eine Weiterführung wird angestrebt.

Das Unternehmen mit den Geschäftszweigen Hoch- und Tiefbau sowie Installation und Handel beschäftigt in der Saison bis zu 50 Mitarbeiter, im Winter sind es 8. Von der Insolvenz betroffen sind mehr als 80 Gläubiger. Die Aktiva belaufen sich auf 0,97 Mio. Euro, die Passiva auf 2,17 Mio. Euro, woraus sich eine Überschuldung von rund 1,2 Mio. Euro ergibt.

Laut Sanierungsplanantrag sollen die Gläubiger eine Quote von 30 Prozent erhalten. Diese ist gegliedert in eine zehnprozentige Barquote, auszuschütten durch den Sanierungsverwalter binnen 14 Tagen nach Annahme des Planes, weitere 10 Prozent binnen einem Jahr, die letzten 10 Prozent binnen zwei Jahren ab Annahme.

Das 1998 gegründete Unternehmen war zuletzt ständig gewachsen, allerdings fremdfinanziert. Das Unternehmen war im Zuge der Wirtschaftskrise mit Umsatzrückgängen konfrontiert gewesen. Während laut AKV 2008 noch ein Umsatz von rund 11, 7 Mio. Euro erzielt wurde, hatte sich dieser im Wirtschaftsjahr 2010 auf 6,7 Mio. Euro fast halbiert. Die wahrscheinliche Insolvenzursache sieht man bei F & R Bau im Jahr 2011: Hier habe man beim Bauvorhaben Bahnhofgürtel/Zollgasse in Graz einen Verlust von 1 Mio. Euro wegen zu hoher Schäden und einer Fehlkalkulation. Zudem hatte man hohe Vorlaufkosten für die Abwicklung von Großbaustellen sowie Forderungsausfälle. Im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen will man sich künftig nur auf den Hochbau konzentrieren und so die Personalkosten reduzieren. (APA)

locken
00
14.2.2012, 15:08
Vom Staat genemigter Betrug (Taschenpfändung )!

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