Grenzpolizei Nickelsdorf

Im Dauereinsatz gegen die Kriminalität auf der A4

14. Februar 2012, 11:54
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    foto: apa/polizeiinspektion nickelsdor

366 Personen wurden im Vorjahr an der österreichisch-ungarischen Grenze festgenommen

Die Ostautobahn A4 bei Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) an der burgenländisch-ungarischen Grenze zählt zu den meistbefahrenen Transitrouten Österreichs. Mehr als 30 Millionen Menschen sind pro Jahr auf dieser Verkehrsverbindung unterwegs. Für Ordnung und Sicherheit sorgt die Grenzpolizeiinspektion Nickelsdorf AGM (Dienststelle zum Vollzug von Schengen-Ausgleichsmaßnahmen). Im Einsatz ist sie seit Österreichs Beitritt zum Schengener Abkommen bzw. der Auflassung der Grenzkontrollen 1997.

An Einsätzen mangelt es nicht. Im Verwahrungsbuch der Dienststelle sind für das Vorjahr 366 Festnahmen eingetragen. Zu den häufigsten Straftaten zählen nach wie vor die Schleppereidelikte. Erst am gestrigen Montag griffen die Beamten vor Zurndorf zwölf illegale Grenzgänger aus Pakistan auf und nahmen mutmaßliche Schlepper aus Ungarn fest. Die Identifizierung von Schlepperfahrzeugen im Vorbeifahren sei oft schwierig, schildert der Kommandant und Chefinspektor der Dienststelle, Josef Kinzel, der APA: "Da sieht man nur den Lenker, die Personen sitzen auf dem Boden, die Sitzbänke sind ausgebaut."

Spektakuläre Einsätze auf der Autobahn

Den Beamten gehen auch häufig Autodiebe, Einbrecher und Drogenschmuggler ins Netz. "Wir sind eine reine Fahndungsdienststelle. Wir suchen immer", sagt Kinzel. "Man schaut sich an, was in Wien für Autos gestohlen worden sind, was aktuelle Fahndungen sind." Derzeit bei Autodieben "gefragt" sei beispielsweise der Autotyp Skoda Octavia Kombi.

Die Einsätze auf der Autobahn sind oft spektakulär - und für Beamte wie Verkehrsteilnehmer gefährlich. "Jede Anhaltung auf der Autobahn ist mit Gefahr verbunden", so der Chefinspektor: "Der Täter steht nach einem Diebstahl oder Einbruch noch unter Stress." Verdächtige würden dann bei Anhalteversuchen manchmal unüberlegt handeln. Zudem spiele sich das Ganze meist in einem hohen Geschwindigkeitsbereich ab. Und Täter, die mit 150 oder 160 km/h in Schlangenlinien zu flüchten versuchen, hätten meist nichts mehr zu verlieren. "Wir haben Fälle gehabt, wo Kfz-Verschieber auf der Autobahn umgedreht haben und zehn Kilometer gegen die Richtungsfahrbahn gefahren sind."

Hochprofessionelle Banden aktiv

Oft finde man bei Kontrollen in Nickelsdorf Einbruchswerkzeuge oder andere Hinweise auf Straftaten, anhand derer die Täter überführt werden können. Im Vorjahr wurde etwa eine auf den Diebstahl von Mercedes Sprinter-Fahrzeugen spezialisierte Bande gefasst. Auch zwei Mörder konnten die Beamten der AGM-Dienstelle schnappen. Einer der beiden Festgenommenen hatte in Deutschland einen Koch zerstückelt und Leichenteile in verschiedene Gewässer geworfen.

Einbrecher und Autodiebe würden besonders oft frühmorgens in die Kontrollen der Beamten geraten. Dies sei mit dem Verhalten der Täter zu erklären, sagt Chefinspektor Kinzel: "Mitternacht fahren sie herein, kundschaften den Tatort aus, machen den Bruch und in der Früh kommen sie heim." Besonders Autoschieberbanden seien aber äußerst professionell organisiert und würden Kundschafter vorschicken. Denn nicht nur die Beamten wüssten: "In Nickelsdorf ist das Pflaster heiß". (red/APA, derStandard.at, 14.2.2012)

Kommentar posten
24 Postings
anutzer
00
18.2.2012, 18:20

nicht schlecht platziert die skoda werbung unterm artikel...

Hueher
00
17.2.2012, 09:48
Schranken runter, ich will die alte Grenze wieder haben!!

es war doch schön, im Niemandsland zwischen den österr.+ungar. Zollhütteln........und konnte unbesorgt parken und essen gehen........war auch billiger damals und das Gulasch war super!!
Moson... war früher besser geeignet zum Sonntagsausflug als heute !!?? Die guate oide Salami woar a billiger..............schod afoch
I wü die Grenz widahom !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

BlackFriday
 
00
15.2.2012, 12:20

der Moshon-Marathon: Zu Fuß zur Grenze, Ab Nickelsdorf mit dem Fahrrad bis Bruck - und mit dem Benz wida zruck^^

-O ||||||| O-
00
22.2.2012, 15:16

kenn nur den polnischen triathlon. mit dem rad ins schwimmbad ...

mond / möndin
00
14.2.2012, 18:59
Die Kuh im Dorf lassen...aaah Sarkasmus

Habe 20 Mins von der ungarischen Grenze gebaut, und musste aufgrund Witterung ziemlich viel Baumaterial über Wochen lagern. Weggekommen ist - nix.
Ist auch der Polizei zu verdanken, die - im Gegensatz zu Wien - sichtbar ist, dh. Runden fährt.
Eine Bekannte aus ND hat mir erklärt, dass wir eigentlich in einem hochkriminellen Getto leben. Sie hat es an dem Fahrrad der Oma festgemacht, das vor Jahren in der Nacht vom Gehsteig gefladert wurde. Laut Kriminalstatistik ist das Burgenland eines der sichersten Bundesländer...

eisy57
02
14.2.2012, 18:52
Zum Bild:

Ein Deutscher würde sagen, jetzt weiß ich woher der Ausdruck "Schlepperbande" kommt ;-)

Observer 20
00
14.2.2012, 18:25
sofort Zielfahndungsgruppe verstärken

da ist noch einiges drin.

GE
00
14.2.2012, 14:13

hat der am Bild einen Traktor huckepack?

wunderwutzler
015
14.2.2012, 14:39

ja, und nachdem er von der Polizei aufgehalten und die Plane auf die Seite geschoben wurde, war der Fahrer bestimmt überrascht, dass da ein Traktor auf seinem LKW war.
Den LKW hat er sich natürlich nur für eine Spritztur durch die Wachau vom Freund seines Schwagers ausgeborgt, der überraschend an einer unheilbaren Krankheit verstorben ist.

Max Carlo
216
14.2.2012, 12:43

Es hat sich wenig geändert. Immer noch sind der Osten und Südosten Europas Entwicklungsgebiete und das wird sich wohl nicht so schnell ändern.

anutzer
10
18.2.2012, 18:18

was hat das mit diebstählen und schmuggel zu tun? du entwicklungshirn

stefan1981
02
17.2.2012, 11:10

doch viel hat sich geändert: wir waren so blöd unsere grenzen weit zu öffnen. und was hat der normbürger davon? ein paar minuten zeitersparnis beim jährlichen urlaub. die verbrecher haben dafür 24/7 freie fahrt. teils sogar über schöne neue autobahnen.

Das scheue Reh
11
15.2.2012, 00:22

Das ist mir lieber als die Atomraketen hinter dem eisernen Vorhang.

Joe - Mitarbeiter des Tages! (bis zur Jause)
00
15.2.2012, 14:51

die atomraketen haben niemandem schaden zugefügt.

;)

Erwin Wolfram
141
14.2.2012, 12:25
uebersetzung forschungsbericht 1A

nachdem wir hautfarbe und zeit als die massstaebe der verbrechen beschrieben haben und somit die eigene tatneigung bei der berechnung der verbrechenshaeufigkeit aufgrund von faulheit eine struktur anzunehmen und aufzupraegen gestanden haben, was schwerer und gruppenamtsmissbrauch ist (den wir dann bei unseren erhebungen bzw schreibarbeiten perfektionieren), stellen wir ihnen gerne ein foto von einem klassischen traktordiebstahl s. links oben zur verfuegung. dies ist eine unabhaengige serviceleistung der polizei um ihnen zu erklaeren wie sie schnell cash machen koennen, jedoch sind die duengemittelvorschriften sehr genau zu beachten.

purecynicism
00
14.2.2012, 15:59

dann zieh dort hin, an die schöne a4 im osten.

vielleicht gehts da dann so wie dem heurigenehepaar in pachfurth das von einem freund aus dem osten wegen lächerlicher 1000 euro ermordet wurde.

Rene Stangeler
17
14.2.2012, 20:09
In meiner Heimatgemeinde

wurde voriges Jahr ein alleinstehender 76jähriger behinderter Mann in seiner Wohnung überfallen, gefesselt, geknebelt und ausgeraubt. Ging nur durch die Lokalpresse, wie die meisten derartiger "Kleinigkeiten".
Woher die Täter wussten dass er immer 2 bis 3000 Euro im Haus hatte? Nun, er hatte eine rumänische Pflegerin, deren Freund war ab ab und zu auf Besuch.

gawi
 
05
14.2.2012, 14:38
Weil eben nicht sein kann, was nicht sein darf!

Verharmloser!

Tschikist
05
14.2.2012, 12:21
Heftig

der gefladerte Traktor

Rene Stangeler
05
14.2.2012, 13:41
Nichts Aussergewöhnliches

Auch landwirtschaftliche Geräte und Maschinen werden gestohlen. Genauso wie Baumaschinen (Bagger usw).
Ebenso gerne werden Autoreifen auf Alufelgen genommen. So einem im Grenzgebiet zu Ungarn wohnenden Freund passiert, war er halt aufgebockt der Audi als er morgens wegfahren wollte. Unmittelbar nach der Grenzöffnung verschwanden massenhaft Fahrräder da die Dorfbewohner die Räder einfach auf dem Gehsteig, vor dem Heurigen usw wie gewohnt ohne Sicherung abstellten und Grenzgänger aus Ungarn einfach im Schritttempo durch die Ortschaften fuhren und die Räder auf ihre Autoanhänger warfen. Die offenen (unversperrten) Häuser, auch Nachts, sind längst Vergangenheit.

yoshi7
10
14.2.2012, 17:43

naja, auch in den 90igern haben meine eltern die haustür zu und die fahrräder eingesperrt.

man bedenke in zürich wird häufiger eingebrochen als in wien und in berlin weniger....

Rene Stangeler
05
14.2.2012, 19:07
Kommt halt auf die Gegend an

Es war mühsam meinen Eltern (sind halt nicht mehr die Jüngsten) zu erklären dass sie, auch wenn sie nur kurz zum Einkaufen fahren oder zu den Nachbarn gehen die Haustür zusperren müssen.

Dass die Nähe zur Ostgrenze eine Rolle spielt bei diversen kriminellen Taten wird wohl niemand verleugnen. Voriges Jahr wurden in Wien mehr Fahrzeuge gestohlen als in Bratislava. Vor rund 10 Jahren war es quasi ein Bank dass Besitzern eines Pajero dieser gestohlen wurde. Albanien hat die schlechtesten Strasssen Europas, jedoch die höchste Dichte an Luxusfahrzeugen, bei niedrigsten Löhnen und enormer Arbeitslosigkeit.

Hackbrett Schorsch
01
14.2.2012, 15:55

Meiner ehemaligen Firma haben sie über's Wochenende einen Turmdrehkran abmontiert...

stefan1981
00
17.2.2012, 11:08

die facharbeiter aus dem osten arbeiten schnell.

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