Es lebe der goldene Mittelweg

15. Februar 2012, 16:42

Der Verso D-4D kann weder Außergewöhnliches, noch sieht er nach etwas Besonderem aus. Aber in seiner Gesamtheit stimmt der Wagen

Früher war "Verso" bei Toyota ein Namensappendix zum jeweiligen Modellnamen, wenn eine Großraumvariation gemeint war. Jetzt gibt's einen, der heißt nur noch so, nachdem sein Stammvater, der verdienstvolle Corolla, in den Ruhestand gesetzt wurde.


Brav und unauffällig, der Verso - und ein Allwettertyp.

Einfach Verso also. Und so einfach schmiegt er sich in ein bürgerliches Durchschnittsleben mit Beruf, Eltern, Kindern und den diversen Hobbys vom Zweitwohnsitz bis zum Fahrradausflug. Eine größtmögliche Hülle über einem tüchtigen Fahrwerk ist als Konzept unschwer zu erkennen, und dazu spielt ein kleiner Dieselmotor (126 PS) die sonore Begleitmusik. Außerdem dreht der die ganze Sache in eine familienadäquate Wirtschaftlichkeit, was einen gemäßigten Anschaffungspreis, kleinere Unterhaltskosten und einen Treibstoffverbrauch von unter sieben Litern auf 100 Kilometern bedeutet.

Die Wertbeständigkeit eines Toyota und fünf Jahre Garantie bekommt man oben drauf. Gehobener Durchschnitt eben. So auch beim Fahrgefühl: feines Gleiten, ruhiges Schnüren, keine Aufregung beim Beschleunigen noch in Kurven. Einen ausgewachsenen Family-Van wirft ja auch keiner so um die Ecken, dass den Kindern der Gameboy aus den Händen fliegt. Man lebt gemäßigt im Toyota Verso, verlangt nichts, was er nicht leicht zu leisten bereit ist, und fährt gut damit.

Mobil an der Basis

Selbst mit der getesteten Basisversion, die wohl Radio/CD/AUX-in und manuelle Klimaanlage aufbietet, aber keine elektrische Fensterheber hinten, keine Nebelscheinwerfer, keine Parkdistanzkontrolle, nicht einmal eine Mittelarmlehne, geschweige denn anderen Schnickschnack wie automatische Scheibenwischer. Dafür kann man die Rücksitze umlegen (aber nicht verschieben) und erhält einen riesigen Laderaum für alle Eventualitäten.


Interieur sachlich, Instrumente mittig, Schaltung lenkradnah.

Dass die Verarbeitungsqualität passt und die Vitalfunktionen wie Lenken, Bremsen oder Schalten positiv testen, vermerkt man zufrieden. Der Verso D-4D kann weder Außergewöhnliches, noch sieht er nach etwas Besonderem aus. Aber in seiner Gesamtheit stimmt der Wagen. Er macht ganz einfach das, wofür er gebaut ist. Man kann in stiller, bescheidener Glückseligkeit sein Leben drauf bauen. (Andreas Hochstöger/DER STANDARD/Automobil/10.02.2012)

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wenn die instrumente in der mitte angebracht sind, dann ist das wort "sachlich" nicht angebracht...

hmm

Die Koreaner sind die neuen Japaner...

da ist sogar ein VW nicht so fad

Der Innenraumdesigner

hatte wohl Schluckauf beim zeichnen.

Das ist ja noch schlimmer als beim Auris.

Das schaut aus wie ein Picasso-Bild eines gekonnten Innenraums (minus Exklusivität).

Straßenlage gut, fährt zügig, sehr geräumig.

Das Plastik im Innenraum minderwertig (leicht zerkratzbar). Spritverbrauch in der Stadt fast 10 l Diesel.

Wird bei der Kiste auch die Verkleidung der Fahrertüre durch die Gurtschnalle ruiniert?

lüftungsgitter in mittelkonsole und rechts davon ...
... skurrilst mögliche anordnung.

warum sind toyota

immer so unfaßbar hässlich?

Der Avensis ist OK

aber das war wohl ein Hoppala.

trifft auf fast alle Fernost und französische Hersteller zu: unausgewogenes Design, die eigene Linie noch nicht gefunden.

Dies beweisen die hektischen Modellwechsel mit den ständig wechselnden und verwechselbaren Frontpartien.
Wird aber dennoch gekauft.

Shorts und Socken in Sandalen werden aber ebenso gerne gekauft und zur Schau getragen.

Wer sein Auto nach Optik oder Image kauft hat eh einen Schaden. Ein Auto dient nicht dem Komplexabbau oder dem verarbeiten von Minderwertigkeitskomplexen, sondern dem Fahren von A nach B. Bei mir zumindest.

sie meinen

toyota sind was für affen? also so derb hätte ichs jetzt nicht ausgedrückt...

naja. das eine oder andere kamel ist auch dabei.

Marktführer

Wie Toyota weltweit die meisten Autos verkaufen kann, ist mir ein Rätsel. Im gesamten Produktportfolio befindet sich in meinen Augen kein einziges Must-Have-Modell ... einfach nur fad.

Billige Meterware die vom Ruf vergangener Tage lebt.

must-have-modell :) sammeln sie familienautos? seltsames hobby..

Wie kann VW in Deutschland und Österreich so viele Autos verkaufen?
Ist doch im Grunde die selbe Frage.

"kein einziges Must-Have-Modell"

Tja ...

Was ein "must have" ist, stellt sich eben von der Couch in Gerasdorf aus gesehen mitunter anders dar, als für den Rest der Welt - zB in Südamerika, Asien oder Afrika ...

Suchen Sie sich da einen aus:

http://www.toyota.com/

Den Toyota Tundra würd ich sofort kaufen! ;)
Europa is ziemlich fad...

Ein erzhässliches Ding...

Und dafür auch noch 25 Kilo haben zu wollen, grenzt schon an Unverschämtheit.

Der Verso ist nicht schön, nicht groß, nicht praktisch, nicht originell, nicht umweltfreundlich. Gar nix. Einfach nur ein fades biederes Auto. "Einfach Verso also"...

Ist das schon die Lackierung oder nur der Grundlack?
Hässliche Farbe...

Und Tacho in der Mitte geht gar nicht...auch für einen Windelbomber!

Tacho in der Mitte ist vollkommen egal

ich fahre derzeit einen Espace und der hat den Tacho in der Mitte --> Gewöhnungszeit ca. 15 Minuten, dann ist es egal.

Wenn man nicht wie ein Autotester die Autos öfters als die Unterhose wechselt, ist das Thema "nicht gewohnte Bedienung" sowieso überschätzt.

lg
Dimple, nur ob sich die Scheibenwischer durch rauf- oder runterdrücken des Hebels einschalten: Das hätte ich gern einheitlich geregelt (oder ich muss einen Mercedes kaufen ;) )

nicht nur das, auch die lichtbedienung, die scheibenwaschanlage, etc. sind oft woanders und anders geregelt (bei mir z.b. einmal fernlicht durch wegdrücken des hebels, beim andern fernlicht wie lichthupe nur fester ziehen, dann einmal scheibenwaschen durch hebel ziehen, einmal durch knopferl drücken, etc. ...)

Espace. *g*

Mein Beileid.

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