Zusammenarbeit

Europa wirbt bei EU-China-Gipfel um Vertrauen

14. Februar 2012, 11:17

China und Europa unterstreichen in Peking angesichts der Schuldenkrise die Bedeutung einer engeren Kooperation

Peking - China und Europa wollen ihre Zusammenarbeit vertiefen. Zum Auftakt des EU-China-Gipfels in Peking unterstrichen beide Seiten die Bedeutung einer engeren Kooperation. Im Mittelpunkt der Beratungen zwischen EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und Kommissionspräsident José Manuel Barroso mit Chinas Regierungschef Wen Jiabao in der Großen Halle des Volkes stand die europäische Schuldenkrise.

"Als zwei große Wirtschaftspartner teilen die Europäische Union und China die Verantwortung, die Herausforderungen unserer Zeit anzupacken", sagte Van Rompuy. In einem Kommentar sprach die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua von einem "Signal an den Rest der Welt, dass sich China und Europa Hand in Hand der Krise stellen". Die europäische Schuldenkrise hebe die Bedeutung der Kooperation noch hervor.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sagte: "Wir stehen vor gemeinsamen Herausforderungen, und die Welt braucht kooperative und verantwortliche Partnerschaften, um sie zu bewältigen." Die europäische Seite will vor allem um Vertrauen werben, dass die Europäer ihre Krise auch meistern können. Auch gibt es Hoffnung, dass der Gipfel vielleicht klären kann, wie eine stärkere Beteiligung Chinas an der Stabilisierung der Euro-Zone konkret aussehen könnte.

China könnte sich am Rettungsschirm beteiligen

Bei dem Besuch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor knapp zwei Wochen in Peking hatte Wen Jiabao deutlich gemacht, dass sein Land nicht nur an Unterstützung über den Internationalen Währungsfonds (IWF) denkt, sondern auch direkt eine stärkere Beteiligung am europäischen Rettungsschirm EFSF und seinem Nachfolger ESM erwägt.

Das chinesische Außenministerium unterstrich, dass die Krise in Europa, dem wichtigsten Absatzmarkt für chinesische Ausfuhren, auch die chinesische Wirtschaft beeinflusse. Doch komme es vor allem auf die Anstrengungen der Europäer an, ihre Wirtschaft stabil zu halten. Chinesische Experten dämpften auch Hoffnungen auf schnelle Hilfe. Die Anlage der chinesischen Devisenreserven sei im Volk ein heikles Thema. Chinas Regierung müsse deswegen vorsichtig vorgehen, sagte Xing Hua vom Institut für Internationale Beziehungen in Peking.

Das Treffen holt den ursprünglich im Oktober geplanten Gipfel nach, der wegen der Schuldenkrise kurzfristig abgesagt werden musste. Weitere Themen des Gipfels und eines parallel laufenden Treffens von Unternehmensführern beider Seiten sind der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen, die Klagen europäischer Firmen in China über mangelnden Marktzugang und ungleiche Behandlung.

In den politischen Gesprächen sollte es auch um den Atomstreit mit dem Iran und den europäischen Ölboykott, die Lage in Syrien, die Entwicklungen nach dem Machtwechsel in Nordkorea und den Reformen in Birma gehen. Auch wollen sich beide im Vorfeld des Gipfels der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) im Juni in Mexiko abstimmen. (APA)

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10 Postings
die rosarote Brille
01
14.2.2012, 13:06

Ich nehme an die menschenrechte sind hier kein Thema (mehr).

biobert
01
14.2.2012, 13:46

...dachte es gibt Bettelverbot?..

Der ewige Erste
00
14.2.2012, 13:27
...

ja menschenrechte keine reder mehr. eigentlich auch ziemlich scheinheilig von "uns" weil abkaufen mit den menschenrechten kommt zuerst tuts sowieso keiner mehr!

ich meine europa und die staaten sind nicht gerade musterschüler was das anbelangt. guantanamo, europäische länder nehmen ami häftlinge auf. unsere nachbaren weißrussland und russland selbst...

und europa ist auch nur erst soweit seit ein paar jahrzehnten. frauenwahlrecht und etc. also da ständig auf andere nationen und ethnien zu schimpfen ist eigentlich total peinlich. wenn wir wirklich bewusst einkaufen wollen dann dürften wir gar nicht mehr zum supermarkt und größeren ketten. bauen wir uns ne hütte und leben im wald!

die rosarote Brille
00
16.2.2012, 06:14

Im Wald kannst nicht leben, der gehört dem Graf Ali und dem Bartenstein ;-)

Der Klose
00
14.2.2012, 13:02
????

Vertrauen???? ....sagte der giftige Pilz zum "Bösen Wolf"

QUMI
21
14.2.2012, 13:01

Jetzt ist es soweit!
China hat die Kontrolle über die Weltpolitik.

- Zieht China die Geldmittel aus den USA ab, kann die USA zusperren
- Die EU braucht China wie die Luft zum Atmen

- China kann jetzt ganz locker die Politik in Syrien, im Nahen Osten (in ihrer Region sowieso), etc. bestimmen und Forderungen diktieren!!

Der dicke Jokkl
00
14.2.2012, 13:34

Zieht China die Geldmittel aus den USA ab, kann es selber zusperren. 18% des chinesischen Exportvolumens geht an die USA. Wäre etwas problematisch, wenn das wegfällt.

Militärisch ausserdem noch ewig weit entfernt von den USA.

-e!-
01
14.2.2012, 13:32

Sie zeichnen ein einseitiges Bild.

China hat zwar Devisenreserven - aber sollte der Euro oder Dollar stark fallen, sind diese wertlos. Zudem ist China noch immer sehr auf den Außenhandel mit den USA und Europa angewiesen - bei Problemen werden diese auch in China schlagend.

Und ganz so offen sind beispielsweise die USA auch nicht für chinesische Investitionen. Sensible Bereiche werden beispielsweise geschützt.

Ich schätze, dass bald wieder protektionistische Maßnahmen ergriffen werden - erste Anzeichen gibt es schon dafür.

Walter Bimini
00
14.2.2012, 18:36
andererseits wird china auf einen schlag zwei heuchlerische und aggressive imperien los.

-e!-
00
14.2.2012, 18:59

Ich glaube ehrlich gesagt kaum, dass China weniger heuchlerisch oder aggressiv ist...

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