Börse Frankfurt schließt im Minus

14. Februar 2012, 19:01
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Infineon nach Insolvenzstreit um Qimonda mit Verlusten

Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse ist am Dienstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der DAX, der zwar zwischenzeitlich ins Plus gedreht hatte, verlor 10,28 Punkte (minus 0,15 Prozent) auf 6.728,19 Einheiten. Der TecDAX sank um 1,48 Punkte oder 0,19 Prozent auf 773,85 Punkte. Der M-DAX ermäßigte sich 36,39 Punkte oder 0,35 Prozent auf 10.253,56 Zähler. Der HDAX schloss mit 3.427,47 Einheiten und einem Minus von 6,26 Zählern oder 0,18 Prozent. Der C-DAX verlor 1,18 Punkte oder 0,20 Prozent auf 593,26 Zähler.

Überraschend schwache US-Konjunkturdaten haben am Dienstag einen weiteren Anstieg des DAX verhindert. Nachdem der deutsche Leitindex gestützt durch positive Daten aus Deutschland und erfolgreichen Anleiheplatzierungen der Krisenstaaten Italien und Spanien zeitweise bis auf 6.788 Punkte geklettert war, drehte er am Nachmittag nach Veröffentlichung von US-Daten ins Minus.

In den USA stiegen die Einzelhandelsumsätze und die Lagerbestände der Unternehmen schwächer als erwartet. Dies überschattete am Markt die überraschend in die Pluszone gesprungenen ZEW-Konjunkturerwartungen. Der ZEW-Index sei jedoch nichts anderes als ein Strohfeuer gewesen, sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Er wirke ohnehin immer nur sehr kurz, denn es werde nur die Finanzindustrie befragt.

ThyssenKrupp mit schwachen Zahlen

Infineon Technologies sackten gegen Handelsende mit einem Minus von 4,34 Prozent ans DAX-Ende. Dem Technologiekonzern droht teurer Ärger wegen der Pleite der früheren Speicherchiptochter Qimonda. Der Insolvenzverwalter verlangt von dem Münchner Halbleiterhersteller mindestens 1,71 Milliarden Euro zuzüglich Zinsen. Dies sei deutlich mehr als erwartet, kommentierten Händler einhellig. Papiere von ThyssenKrupp verbilligten sich um 3,77 Prozent. Der Stahl- und Industriekonzern bleibt tief in den roten Zahlen und traut sich auch viereinhalb Monate nach Beginn des Geschäftsjahres keinen konkreten Ausblick zu.

Aktien der Deutschen Börse hielten indes nach den Zahlen vom Vorabend mit plus 2,37 Prozent die DAX-Spitze. Der Börsenbetreiber übertraf im Schlussquartal 2011 die Markterwartungen. Zudem ist neben einer Steigerung der regulären Dividende auch eine Sonderdividende sowie ein neues Aktienrückkaufprogramm in der zweiten Jahreshälfte geplant, um die Aktionäre nach der gescheiterten Fusion mit NYSE Euronext bei Laune zu halten.

Im TecDax glänzten Carl Zeiss Meditec mit einem Kurssprung von 7,29 Prozent. Dem Medizintechnik-Anbieter gelang dank deutlicher Zuwachsraten in Asien und Europa ein guter Start ins neue Geschäftsjahr. (APA)

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