Leitzins weiter bei Null

Japans Notenbank erhöht Bond-Käufe

14. Februar 2012, 09:38

Tokio - Die japanische Notenbank hat ihre Geldpolitik erneut gelockert und überraschend eine weitere Aufstockung des Programms zum Kauf von Anleihen angekündigt. Die Zentralbank habe das Volumen des Kaufprogramms von zuletzt 55 Bill. Yen auf 65 Bill. Yen (632 Mrd. Euro) erhöht, teilte die Bank of Japan (BoJ) am Dienstag im Anschluss an die Zinsentscheidung mit. Mit der Maßnahme soll die Finanzierung von Staat und Unternehmen erleichtert werden. Zudem gilt laut der Notenbank ein neues Inflationsziel für die weltweit drittgrößte Volkswirtschaft. Ab sofort werde die Zentralbank eine Inflation von 1,0 Prozent anstreben, hieß es weiter.

Die BoJ hielt zudem an ihrer faktischen Nullzinspolitik fest. Die Zentralbank setzte den Leitzins weiterhin auf Null bis 0,1 Prozent fest. Die neun Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der Notenbank hätten die Entscheidungen einstimmig gefällt, hieß es weiter. Die BoJ erklärte die Entscheidungen mit der "hohen Unsicherheit" mit Blick auf die japanische Exportwirtschaft. Zudem nannten die Währungshüter weitere Abwärtsrisiken für die japanische Wirtschaft, unter anderem die Folgen der Euro-Schuldenkrise und den starken Yen-Kurs.

Zuletzt hatte die japanische Notenbank das Anleihen-Kaufprogramm im vergangenen Oktober erhöht. Damals wurde das Volumen von zuvor 50 auf 55 Bill. Yen ausgeweitet. (APA)

Dr. Seltsam
 
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14.2.2012, 09:44

Die EZB sollte sich einmal ein großes Stück von der BoJ abschneiden.

Das ganze Gefasel von Währungsstabilität, die bei Eurobonds gefährdet wäre und von den hohen Kosten für den Deutschen Steuerzahler ist nichts als Blendwerk.

Japan zeigt, dass das gar nicht so ist. Die Deutschen schützen nur ihr parasitäres Geschäftsmodell und gehen dabei über Leichen.

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