Acht Kinder unter den Toten bei Luftangriffen in der vergangenen Woche
Kabul - Eine zivile afghanische Untersuchungskommission
hat der NATO die alleinige Schuld am Tod von 15 Zivilisten bei
Luftangriffen in den Provinzen Kapisa und Kunar in der vergangenen
Woche gegeben. Unter den Toten waren acht Kinder. Zunächst seien am
vergangenen Montag sieben Zivilisten bei einem US-Luftangriff auf ein
Dorf in Kunar im Osten des Landes getötet worden, teilte
Kommissionssprecher Maulavi Shehzada Shaid am Montag in Kabul mit.
Tags darauf sei in einer Gebirgsregion in Kapisa im Nordosten ein
Luftangriff von französischen Truppen angefordert worden. Dabei seien
Bomben auf eine Gruppe von acht Kindern abgeworfen worden, sagte
Kommissionsmitglied Mohammad Zahir Safi. "Wer kümmert sich um die
Recht dieser Kinder", fragte er.
Ein Sprecher der NATO-Streitkräfte in Afghanistan bestätigte den
Zwischenfall in Kapisa. Nach einem Einsatz in der Region seien
"zusätzliche Opfer" entdeckt worden, alles "junge Afghanen
unterschiedlichen Alters". Der Vorfall werde untersucht. Der Vorwurf
zu dem vorangegangenen Angriff in Kunar wurde nicht kommentiert. (APA)