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Da sind sie wieder, die vielzitierten Wutbürger Deutschlands. In Duisburg haben sie sich in überraschender Stärke zusammengetan, um Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) aus dem Amt zu werfen.
Der hatte in den vergangenen eineinhalb Jahren nach der Loveparade-Katastrophe traurige Berühmtheit auch außerhalb der Ruhrpott-Metropole erlangt, weil er nicht zwischen juristischer und moralischer Verantwortung zu unterscheiden vermochte. Tatsächlich: Gegen Sauerland ermittelt die Staatsanwaltschaft nicht, persönliches Fehlverhalten wird ihm nicht vorgeworfen.
Doch wie er sich nach dem Unglück, das 21 Menschen das Leben kostete, an sein Amt klammerte und statt Feingefühl und Mitleid bloß ausufernde Rechtfertigungen und Erklärungen bot, das war unerträglich - erst recht für die Hinterbliebenen der Opfer.
18 Monate lang hatte Duisburg praktisch kein Gesicht, weil Sauerland zur Persona non grata wurde, ihn kaum noch jemand einladen wollte und er selbst sich oft nicht mehr auf die Straße traute. Gut, dass dieser unhaltbare Zustand der traumatisierten Stadt nun ein Ende hat.
Sauerlands Abwahl ist jedoch nicht nur ein Erfolg für Basisdemokratie, sondern auch ein Warnschuss für alle Politiker: Wer in den Augen des Volkes versagt, bekommt möglicherweise nicht erst bei der nächsten Wahl die Quittung. Wutbürger können schon viel früher aktiv werden. (DER STANDARD, Printausgabe, 14.2.2012)
dass dieser irre, verantwortungslose Sesselkleber von der politischen Bühne verschwinden muss.
Auch Wulff wird nicht freiwillig gehen. Mensch muss sich das vorstellen: ein billiger Schnorrer als BP.
Bürger/innen sind nicht mehr so stumm. Das ist sehr gut.
Wieso kann eigentlich nicht ein- oder zweimal in der (nun ja auf 5 Jahre verlängerten!) Legislaturperiode die Opposition einen Neuwahlantrag stellen und wenn ein Viertel der Wahlberechtigten dafür unterschreibt, tatsächlich eine durchgeführt? Diejenige Mehrheit, die eine Regierung gewählt hat, muss diese doch auch wieder abwählen können, und das muss auch mal außertourlich möglich sein, wenn es gute Gründe dafür gibt.
in der Stunde der Not hat er versagt.
Der damals amtierende Duisburger Polizeipräsident wurde übrigens sofort entsorgt – von der Polizei. Keine zwei Monate später war der Polizeikoffer Geschichte.
natuerlich kann man das nicht direkt vergleichen,
doch diese versuche, dass diese ethisch unannehmbaren menschen ihre positionen "durchsitzen", ist nicht zu akzeptieren.
deutschalnd ist sowieso da schon sehr weit.
da kann sich oesterreich eine scheibe abschneiden.
in oesterreich ist das zuruecktreten noch nicht einmal in den kinderschuhen, das "kind" ist noch nicht einmal im entstehen.
siehe "unseren" dritten parlamentspraesidenten und die blauorange fraktion und deren fuehrer.
dito! sowieso. das kritisiere ich ja auch, vor allem in oesterreich. waldheim hat ohne einen genierer, gestaerkt durch die schwarzen und blauen "durchgesessen".
die waldheimgeschichte ist noch immer ein grosser faktor warum in oesterreich die ns-zeit so schlampig aufgearbeitet wurde.
wulffs problematik ist dagegen eher nur mikroskopisch zu betrachten.
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