Arbeiterkammer will höhere Beiträge zur Verfügung stellen

13. Februar 2012, 18:00
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Umlage steigt mit Anhebung der Höchsbeitragsgrundlage

Die Arbeiterkammer und insbesondere ihr Direktor Werner Muhm hat sich in den Verhandlungen zum Sparpaket besonders ins Zeug gelegt. Muhm gilt als Mastermind des SPÖ-Steuerkonzeptes, in dessen Mittelpunkt die Einführung von Vermögens-, Schenkungs- und Erbschaftssteuer steht, aber auch Einschränkungen bei der Gruppenbesteuerung, wie sie von der Regierung dann teilweise auch beschlossen worden sind.

Während nun vielen Bevölkerungsgruppen ein Obolus abverlangt wird, erhält die Arbeiterkammer im Rahmen des Sparpakets mehr Geld, und zwar durch die Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage in der Sozialversicherung. Die Arbeiterkammer finanziert sich über eine Umlage in Höhe von 0,5 Prozent, die ebenso wie die Sozialbeiträge vom Bruttolohn abgezogen werden. Die Höchstbeitragsgrundlage, ab deren Erreichen keine zusätzlichen Abgaben an die Sozialversicherung anfallen, steigt neben der jährlichen Valorisierung zusätzlich um 90 Euro. Das bedeutet für die AKMehreinnahmen von rund 1,5 Millionen. Muhm sagt dem Standard, dass der Betrag wie schon bei der außertourlichen Erhöhung der Höchstbeitragsgrundlage 2002 einer Institution zur Verfügung gestellt werde. Damals seien die Mittel an das Arbeitsmarktservice abgetreten worden.

Neben der Arbeiterkammer profitieren auch andere Einrichtungen von der Maßnahme: Die Krankenversicherung erhält ebenso mehr Geld wie die Unfallversicherung oder der Insolvenzfonds, die allesamt über die Lohnabgaben finanziert werden. Auch das Aufkommen aus dem Wohnbauförderungsbeitrag steigt mit der beschlossenen Maßnahme. (as, DER STANDARD; Printausgabe, 14.2.2012)

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