Brasília will 36 Rafale-Jets kaufen

13. Februar 2012, 17:19
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Französischer Rüstungskonzern Dassault dürfte Ausschreibung gewinnen

Sao Paulo - Der französische Rüstungskonzern Dassault kann Kreisen zufolge auf einen Milliardenauftrag über mindestens 36 Kampfflugzeuge aus Brasilien hoffen. Der Hersteller der Jets vom Typ Rafale werde die Ausschreibung höchstwahrscheinlich gewinnen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus brasilianischen Regierungskreisen. Demnach sind Präsidentin Dilma Rousseff und ihre Berater der Ansicht, dass Dassault unter den insgesamt drei verbliebenen Wettbewerbern die besten Konditionen biete. Um den Auftrag bemühen sich auch der US-Hersteller Boeing mit der F/A-18 Super Hornet und der schwedische Saab-Konzern mit der Gripen.

Eine der Personen sagte, die Entscheidung Indiens, mit Dassault exklusiv über die Lieferung von 126 Kampfflugzeugen zu verhandeln, habe die brasilianische Haltung geändert. Rousseff hatte sich zunächst besorgt gezeigt, weil die Rafale im Ausland keine Interessenten fand. Ende Jänner gab dann Indien bekannt, dass die Luftwaffe den Rafale ausgewählt habe. Damit hat der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS mit dem Eurofighter das Nachsehen.

Der Auftrag aus Brasilien hat zunächst ein Volumen von 4 Mrd. Dollar (3 Mrd. Euro). Der Betrag könnte sich aber leicht erhöhen, sollten Verträge über die Wartung von Maschinen und weitere Bestellungen folgen. Boeing sieht sich indes weiter im Rennen. Das Unternehmen bemühe sich weiter um den Auftrag, erklärte ein Sprecher. (APA/Reuters)

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    Frankreichs Premier François Fillon war im Dezember 2011 zu Besuch bei Präsidentin Dilma.

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