Samsung sagt MacBook Air den Kampf an

16. Februar 2012, 10:13
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Neben High-End-Ultrabooks liefert Samsung auch sein erstes Ultrabook zum Einstiegspreis

Samsung hat im Zuge einer Produktschau in Prag seinen Fokus auf Ultrabooks bekräftigt. Der koreanische Hersteller will bis 2013 auch in dieser Produktkategorie führend sein. Aktuell wird das von Intel ins Leben gerufene neue Notebook-Segment von Anbietern wie Lenovo, Asus und Acer hart umkämpft. Marktführer außer "Windows-Konkurrenz" bei den schlanken Laptops ist derzeit allerdings Apple, dessen MacBook-Air-Modelle seit einer Preissenkung 2011 eine besonders hohe Nachfrage genießen.

High End

Samsungs Ultrabook-Flaggschiffe bleiben für 2012, wie auf der vergangenen CES in Las Vegas vorgestellt, die Modelle der Serie 9. Ohne genaue Angaben machen zu wollen, werde man die Geräte preislich an den "äquivalenten" MacBook-Air-Modellen orientieren. Dafür biete man zahlreiche Features, die "konkurrenzlos" seien. Beispielsweise habe man es geschafft, in das 13-Zoll-Chassis einen 14 Zoll großen Screen und in das 14-Zoll-Chassis ein 15 Zoll großes Display (entspiegelt) einzubauen. Das sei durch einen besonders schmalen Rahmen des Unibody-Aluminiumgehäuses möglich. Das kleinere Gerät wiegt dabei nur 1,16 Kilogramm und ist nur 12,9 Millimeter dick. Wann die Geräte in Österreich verfügbar sein werden, ist noch nicht bekannt.

Low End

Preiswerter aufgestellt sind die Ultrabooks der Serie 5. Die Geräte mit 13 Zoll und 14 Zoll großem Antireflexiv-Bildschirm (1.366 x 768) setzen auf einen Intel Core i5-Prozessor, erlauben bis zu 8 GB Arbeitsspeicher und bis zu 1 TB Festplattenspeicher. Alternativ können SSD- und Hybrid-Festplatten eingesetzt werden. Das 13-Zoll-Modell wiegt mit SSD nur 1,39 Kilogramm und misst an der dicksten Stelle 17,6 Millimeter. Alle Geräte bieten einen HDMI-Port, einen USB-3.0-Anschluss, zwei USB-2.0-Ports, einen 4-in-1-Multi-SD-Card-Slot und einen Ethernet-Eingang. Webcam ist standardmäßig integriert. Die 14-Zoll-Version verbaut auf Kosten des Gewichts und der Höhe ein optisches Laufwerk und bringt 1,87 Kilogramm auf die Waage.

Schnellstart

Bei Ausstattungen mit SSD verspricht Samsung eine Boot-Zeit von knapp zehn Sekunden, aus dem Schlafmodus soll das System sogar innerhalb von zwei Sekunden erwachen. Die Akkuleistung soll für einen Arbeitstag reichen. Zum Einsatz kommt Windows 7 Home Premium (64 Bit). Die Serie 5 ist ab Februar um 899 Euro im Handel erhältlich.

Spannender Konkurrenzkampf in Sicht

Samsung positioniert sich damit nicht nur als direkten Konkurrenten zu anderen Ultrabook-Herstellern, sondern auch als preislich kompetitive Alternative zu Apples MacBook Air. Das Rennen um die Vormachtstellung am boomenden Markt für schlanke Notebooks könnte künftig noch interessante Formen annehmen. Zum einen gibt es den Trend zur allgemeinen "Verschlankung" der tragbaren Computer, wodurch die Grenzen zwischen Notebook und Ultrabook auf lange Sicht verschwimmen. Apple soll Berichten zufolge im Laufe des Jahres seine gesamte MacBook-Serie dem Air anpassen. 

Neue Patentschlacht?

Zum anderen wurde Apple in den USA dieser Tage ein Patent zum Schutz des MacBook-Air-Designs zugesprochen. Auf die zahlreichen Patentklagen im Smartphone-Bereich schielend, dürfte es nicht lange dauern, bis Apple härtere Bandagen zur Bekämpfung der aufbäumenden Mitbewerber an den Tag legt. Mit laufenden Klagen bezüglich mutmaßlicher iPhone- und iPad-Kopien dürfte Samsung auch hier kein allzu fernes Ziel sein. (Zsolt Wilhelm aus Prag, derStandard.at, 16.2.2012)

  • Samsung Serie 9.
    foto: zsolt wilhelm

    Samsung Serie 9.

  • Samsung Serie 5.
    foto: zsolt wilhelm

    Samsung Serie 5.

  • Serie 5.
    foto: zsolt wilhelm

    Serie 5.

  • Serie 5.
    foto: zsolt wilhelm

    Serie 5.

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