Caps und VSV müssen hoffen

13. Februar 2012, 16:40
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Hochspannung im Rennen um letzte Play-off-Plätze - Sogar das Los kann entscheiden - Grazer haben Schicksal in eigener Hand

Wien - Im Kampf um das Viertelfinale in der Erste Bank Eishockey-Liga warten zum Abschluss gleich zwei "Endspiele". Der VSV und die Vienna Capitals sind nach Niederlagen am Sonntag gegenüber den Graz 99ers sowie dem HC Znojmo ins Hintertreffen geraten. Nach den finalen Spielen der Qualifikationsrunde am Dienstagabend (19.15 Uhr) könnte schlimmstenfalls sogar das Los über den Einzug ins Play-off der besten acht Teams entscheiden.

Sollte Graz auswärts gegen den VSV gewinnen und die Capitals in Wien gegen Jesenice mit 9:5 siegen, müsste zwischen Znojmo und den Wienern diese höchst seltene Maßnahme entscheiden. Dann hätten beide Clubs nämlich jeweils elf Punkte, in den direkten Duellen in der Qualifikationsrunde jeweils einen Sieg und 8:8 Tore und in weiterer Folge auch jeweils 28:22 Tore. Ein unwahrscheinliches, nach insgesamt 53 bisherigen Runden in der EBEL-Saison kurioses Szenario.

Während der spielfreie Spitzenreiter Znojmo (11 Punkte) auf einen Heimsieg des Vierten VSV (9) hofft, reicht den zweitplatzierten Grazern (10) unabhängig vom Parallelspiel schon ein Unentschieden nach 60 Minuten zum Aufstieg. Die Capitals (9) müssen in erster Line auf einen Erfolg der Villacher hoffen. Helfen würde den Wienern gegen die Slowenen auch ein Erfolg mit fünf Treffern Unterschied. Ihr Head Coach Tommy Samuelsson schwor sein Team im Abschlusstraining am Montag noch einmal ein.

"Es kribbelt bei meinen Jungs bis in die Haarspitzen. Die Spieler wissen, dass sie das Potenzial haben, es zu schaffen", meinte Samuelsson. Auch Kapitän Benoit Gratton unterstrich den Ernst der Lage. "Auch wenn wir mit dem Rücken zur Wand stehen. Wir haben die Möglichkeiten, das noch zu schaffen, und wir werden uns morgen gegen Jesenice zerreißen. Niemand will vor den Play-offs ausscheiden", kündigte der Kanadier an. Verzichten müssen die Caps weiter auf den verletzten Goalie Reinhard Divis.

Dem VSV droht ebenfalls das vorzeitige Saisonende. "Wir schießen zu wenig Tore. Nur ein, zwei pro Spiel sind zu wenig, um Spiele zu gewinnen", wusste Marco Pewal den Grund. Der Stürmer hoffte auf Unterstützung der Slowenen in Wien, auch wenn Jesenice bereits aus dem Rennen ist. Die Grazer haben ihr Schicksal hingegen selbst in der Hand und auch Guillaume Lefebvre nach dessen Sperre wieder zurück im Kader. "Die Mannschaft muss wieder von Beginn an bereit sein. Für beide Teams geht es um alles oder nichts", meinte Head Coach Mario Richer vor der Reise an die Drau. (APA)

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