Sparpaket

Bauspardarlehen werden teurer

Claudia Ruff , 13. Februar 2012, 17:52
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    Bundeskanzler Werner Faymann spart nicht nur bei Infrastrukturbauten, sondern auch bei der Bausparprämie.

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Wenn weniger bausparen, kann weniger finanziert werden, also steigen die Zinsen. Immer mehr Details gibt es zur Immo-Steuer

Wenn weniger bausparen, kann weniger finanziert werden, also steigen die Zinsen. Immer mehr Details gibt es zur Immo-Steuer: Experten raten, Rechnungen aufzuheben; diese mindern den Verkaufsgewinn, das spart Steuer.

***

Die Halbierung der staatlichen Bausparprämie von derzeit 36 Euro auf 18 Euro wird sich auf die Konditionen auswirken, kündigte Johann Ertl von der Raiffeisen Bausparkasse an. "Wenn wir davon ausgehen, dass aufgrund der Förderkürzung weniger Verträge abgeschlossen werden, müssen wir die Ausleihungen zurückfahren, da die Bausparkassen nur so viel Geld für die Wohnraumbeschaffung und -sanierung ausleihen dürfen, wie wir einnehmen", so Ertl. Die Einlagen-Zinsen dürften demnach von derzeit im Schnitt 1,4 auf 1,6 bis 1,7 Prozent steigen; die Darlehenzinsen von aktuell 3,3 auf 3,5 Prozent.

Etwa jeder Zehnte der fünf Mio. Bausparer finanziert tatsächlich seinen Wohnraum mittels Bausparvertrag und -darlehen.

Für Immobilien-Investoren gibt es doch erhebliche Veränderungen: Neu ist (das trifft Private wie Betriebe), dass bei Gebäuden, die vor dem 1. 4. 2002 gekauft wurden, beim Verkauf ab 1. 4. 2012 eine Steuer von 3,5 Prozent (mit vorheriger Umwidmung 15 Prozent) anfällt. Das ist keine Vermögenszuwachssteuer, sondern eine zusätzliche Steuer, weil hier der gesamte Verkaufspreis besteuert wird.

Hauptwohnsitze sind ja von der Immobiliensteuer ausgenommen. Wer seine Wohnung nach zehn Jahren verkauft, tat dies bisher steuerfrei - jetzt fallen 25 Prozent auf den Verkaufsgewinn an. Detail: Bisher musste man nachweisbar zwei Jahre in einem Hauptwohnsitz wohnen, um steuerfrei verkaufen zu können. Neu für Hauptwohnsitze: Nur wer nachweisen kann, dass er die Wohnung innerhalb der letzten zehn Jahre fünf Jahre als Hauptwohnsitz nutzte, kann steuerfrei verkaufen.

Zuletzt wurde viel spekuliert, wie mit Instandsetzungsarbeiten und der Inflationsabgeltung umgegangen wird. Neu ist: Nach zehn Jahren gibt es einen jährlichen Inflationsabschlag von 2,5 Prozent, gedeckelt bei maximal 50 Prozent). Unverändert bleibt, dass die Instandsetzung (Austausch von Fenstern, neue Heizungsanlagen etc.) und die Herstellungsaufwendungen (ein zusätzliches Stockwerk, neuer Balkon) den Verkaufsgewinn schmälern. Das heißt, die Berechnungsbasis für die 25-Prozent-Immosteuer reduziert sich. Daher der Tipp: alte Rechnungen aufheben. Bisher, beim steuerfreien Verkauf, war das kein Thema, künftig mindern die Ausgaben den Kaufpreis, und das spart Steuer.

Für all jene, die eine Vorsorgewohnung, gekauft haben: Der Vorsteuerabzug wurde bisher behalten, wenn die Wohnung nach zehnjähriger Vermietung verkauft wurde. Künftig muss die Wohnung 20 Jahre vermietet werden, um nicht um die Vorsteuerbefreiung umzufallen. Allerdings gilt diese Änderung erst ab Mai 2012. Alle bestehenden Vorsorge-Modelle sind davon nicht betroffen, erläutert WU-Professor Reinhold Schürer-Waldheim. Steuermodelle wie Vorsorgewohnungen werden freilich schon deshalb uninteressant, weil der Verkaufsgewinn mit 25 Prozent besteuert wird und die Wohnung eben 20 Jahre behalten werden muss, damit der Vorsteuerabzug erhalten bleibt. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14.2.2012)

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pleitegeier1
00
22.2.2012, 20:44
Bauspardarlehen werden teurer --

das glaube ich kaum -- die wirtschaftliche Situation lässt eine Hochzinspolitik nicht zu.

Wenn der Bausparer zu teuer wird, finanziert niemand mehr mit einem Bausparer, und weicht auf günstigere Alternativen aus.

Angebot und Nachfrage reguliert den Zinssatz.
Außerdem konnten sich die Banken für 1% jede Menge Geld leihen, um bei uns ab zu cashen.

Emir
00
14.2.2012, 15:31

Gibt es nun endlich Hoffnung auf eine attraktive Effektivverzinsung für die Bauspareinlage?

Mit meinem letzten hatte ich ein so schlechtes Ergebnis, daß ich dieses Produkt nicht mehr empfehlen würde.

RS69
 
00
14.2.2012, 15:44

Bei einem Bausparer ist die Effektivverzinsung doch recht gut vorhersehbar?

higgs - wozu?
00
14.2.2012, 15:47

eh - spielt sich immer so 5 -10% unter der realinflation (nein, daß ist nicht die, die uns mitgeteilt wird) ab, der zinssatz;-)

RS69
 
10
14.2.2012, 15:56

Bausoparer haben schon ihren Platz. Wenn's überlegen, dass vielleicht in 5-7 Jahren einen Bausparkredit brauchen könnten, wenn's wenig Ahnung haben, und was sicheres suchen. Wenn die Grosseltern was fixes für die Enkerln machen wollen. ...

higgs - wozu?
01
14.2.2012, 16:01

danke, brauch keine schulden mehr - trotzdem nett, das angebot;-))

RS69
 
00
14.2.2012, 16:06

Ich vertreib keine Finanzprodukte.

Aber ich denk, meine beschreibung trifft's recht gut.

Ich hatte auch mal wenig Ahnung, und Bausparer. ;-)

Hathor36
43
14.2.2012, 12:46
Die Antwort kann nur lauten: KÜNDIGEN!

und zwar sofort. Bausparer und Lebensversicherung sofort beenden!

c70
03
14.2.2012, 14:50
damit tun Sie vielleicht dem Staat einen Gefallen, Ihnen

selbst aber sicherlich nicht, soferne das Kapital nicht gebraucht wird.

das ist fix
03
14.2.2012, 14:43

noch besser:
bausparer und lebenversicherung erst gar nicht abschließen

http://www.wissensmanufaktur.net/kapitalve... rsicherung

samba cat
00
15.2.2012, 09:52
auch ohne

verschwoerungstheorien, endzeitstimmung und erloesermodelle wie auf dieser lustigen seite sind lebensversicherungen sinnlos, einfach wegen der kosten und der langen vertragsdauer.

higgs - wozu?
12
14.2.2012, 14:09

schon vor einem halben jahr erledigt - wundert mich ehrlich, daß irgendwer sowas überhaupt noch hat:

bausparer: verlustgeschäft durch inflation.

lebensversicherung: pyramidenspiel, bei dem ich nicht nur 70% bearbeitungsgebühr abliefere, sondern auch die zinsen für die anleihen, die die vers. kauft, mit meinen steuern selbst bezahlen darf - um das produkt zu kaufen, muß man durchgeknallt sein - des weiteren entspricht eine erlebens/ablebensversicherung nur einem kredit, den ich jetzt bezahle und irgendwann mal hoffentlich bekomme - genauso wie die pyramidenspiele die wir private pensionsvorsorge nennen.

RS69
 
10
14.2.2012, 13:37

Nicht so clever.

prusiner
11
14.2.2012, 13:22

was so ziemlich das allerdümmste wäre

hsl
13
14.2.2012, 11:57
Arme sind auf Gerechtigkeit angewiesen, Reiche auf Ungerechtigkeit (Bert Brecht)

Dem Spindelegger kostet nach eigener Angabe das Konsolidierungpaket 200 Euro pro Monat, dem durchschnittlichen ASVG-Pensionisten ca. 40 Euro pro Monat. Der Vizekanzler hat 20.000 Euro 14 mal, der durchschnittliche ASVG-Pensionist hat 1.500, 14 mal. Die 3.000 (aus dem 13. und 14.) versteuert der kleine Bürger mit 6%, der Vizekanzler versteuert seine 40.000 auch mit 6%. Geht´s noch ungerechter?

sociovation
12
14.2.2012, 12:47
Ja selbstverständlich geht's noch ungerechter

WKÖ und IV orientieren sich in ihren Forderungen ja schon längst an Saudi-Arabien, Russland oder Bangla Desh - Stichwort "Wettbewerbsfähigkeit"...

Dreistein
 
81
14.2.2012, 11:57

Was soll dieser blöde Anwurf? Nicht Faymann ist schuld, dass die Bausparprämie gekürzt wird, sondern die ÖVP, die ja auch lauthals verkündet, dass sie und nur sie allein für die Einsparungen zuständig sind.

das ist fix
00
14.2.2012, 14:44
Koalition - BEIDE

Es sind aber schon beide Parteifiguren vorne gestanden und haben das Belastungspaket präsentiert.

linker Schlechtmensch
00
14.2.2012, 13:54
Es

haben beide Parteien beschlossen, also sind beide schuld.

Ruben Manuel Da Silva
00
14.2.2012, 11:49

wie wäre das mit einer wohnung die man vor 2002 gekauft hat, 10 jahre als hauptwohnsitz bewohnt hat und dann 15 jahre vermietet bevor man sie schlussendlich verkauft?
tu mir schwer, das aus den bekannten fakten abzuleiten.

Peter Holland
00
14.2.2012, 11:41

Also diese Beispiele sollte man eigentlich nachvollziehen können, wenn man die Volksschule geschafft hat.

Ich kann es trotzdem nicht.

Wieso ergibt bei einem Gewinn von 70.000 Euro eine Steuerbelastung von 25% 12.500 Euro?

Und seit wann sind 3,5% von 50.000 Gewinn 5950 Euro?

Etc.

Wie rechnen die das?

Ender Wiggin
00
14.2.2012, 12:07
offensichtlich sind die Ergebnisse 1 und 2

vertauscht:
12.500 sind 25% von 50.000 Gewinn (Bsp 2)
5.950 sind 3,5% von 170.000 Verkaufspreis (Bsp 1)

Das passt auch zum Text, woraus sich ergibt, dass bei Verkauf von VOR 2002 angeschafften Grund die 3,5% anfallen...

Peter Holland
00
14.2.2012, 14:26

Thx!

sociovation
41
14.2.2012, 11:30
Ja, diese armen Millionen von Österreicher

die sich ein "Ferienhäuschen" im Wert von 150.000 "hart erarbeitet" haben und nun so schrecklich zur Kasse gebeten werden, weil sie permanent nichts anderes tun, als Ferienhäuschen zu verkaufen.
M.a.W.: Fallbeispiel für 20 Fälle jährlich...

styx12
35
14.2.2012, 11:49

Ich fordere schon lange eine Neidsteuer und auch eine Sozialistensteuer für Leute wie dich.

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