Samsung lässt Fernseher mit Sprache und Gesten steuern

13. Februar 2012, 15:39
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Modelle ES7000 und ES8000 erstmals mit integrierter Kamera und Mikrofon - Hardware-Upgrades per "Evolution Kit"

Der koreanische Elektronikhersteller Samsung stellte im Rahmen des Samsung European Forum, seiner jährlichen Produktschau für Europa, neue Fernsehgeräte vor, die sich per Sprache und Gesten bedienen lassen. Zudem sollen die TVs dank Hardware-Schnittstelle für künftige Innovationen ausbaubar sein.

Gestensteuerung inklusive

Die Flaggschiffe ES7000 und ES8000 werden in Größen bis 75 Zoll verfügbar sein und setzen auf LED-Hintergrundbeleuchtung. Der Rahmen ist dabei ebenso dünn gehalten, wie der Bildschirm selbst. Die Besonderheit: Erstmals integriert der Hersteller eine Kamera sowie zwei Mikrofone zur freihändigen Bedienung. Dies fängt bei der Gesichtserkennung an, die mehrere Nutzerprofile unterstützt und geht bis hin zur Befolgung von Sprachbefehlen in 30 Sprachen - Deutsch inklusive. Mit dem Befehl "Channel up" kann man so etwa auch weiterschalten, wenn man gerade isst oder anderwertig beschäftigt ist. Der Browser lässt sich so ebenfalls aufrufen, per Finger navigiert man durchs Netz. Damit künftig weitere Inhalte von den Eingabemethoden Gebrauch machen, stellt der Konzern Drittherstellern entsprechende Softwareentwicklungsschnittstellen bereit.

Upgradebar

Gestützt wird das System durch einen Dualcore-Prozessor von Intel. Dieser ermögliche zudem die Nutzung von Apps und anderen Multimedia-Inhalten parallel zum TV-Genuss. Erstmals integriert Samsung auch eine Hardware-Schnittstelle. Über so genannte Evolution Kits ließen sich in Zukunft neue, schnellere Prozessoren einfach nachträglich einsetzen, um so aufwändigere Anwendungen zu ermöglichen. Der Hersteller nennt hier als Beispiel Videospiele oder eine präzisere Gestenerkennung. 2012 erworbene TVs der ES7000- und ES8000-Serie würden so auch über 2013 hinweg "aktuell" bleiben.

Apps und Konnektivität

Ein starker Fokus dieses Jahr sind überdies Apps und die Verknüpfung von diversen Geräten untereinander. Über die WiFi-basierte Schnittstelle Allshare Play ließen sich Inhalte zwischen Fernseher, Smartphone, Kamera, Tablet oder Laptop mühelos teilen. Filme können damit so zu sagen vom Wohnzimmer in die Küche mitgenommen werden. Einziger Haken: Für die Funktion benötigt es aktuelle Samsung-Produkte. Bei Tablets wird aktuell so etwa nur das neue Galaxy Tab 2 7.0 unterstützt.

OLED ist die Zukunft

Trotz aller Zukunftstauglichkeit werden die neuen Fernseher spätestens bei der Einführung der nächsten Display-Technologie OLED alt aussehen. Nach der CES im Jänner bekräftigte Samsung auch beim European Forum, dass dies der nächste große Schritt sei. Dieses Jahr noch wolle man mit dem Samsung Super OLED 55 Zoll den ersten massentauglichen im Großformat auf den Markt bringen. Das Display glänzt mit hohen Kontrasten und leuchtenden Farben, Preise wollte man aber noch nicht nennen. Bislang kommen OLED-Display aufgrund recht hoher Ausschussraten bei der Produktion nur in kleineren Formfaktoren wie Smartphones oder Tablets zum Einsatz. Samsung produziert über 90 Prozent aller OLED-Displays weltweit und hält bei TV-Geräten in Europa einen Marktanteil von 32 Prozent - vor LG und Sony. (Zsolt Wilhelm aus Prag, derStandard.at)

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