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vergrößern 850x331Auf einer Fotomontage ist der geplante Stupa zu sehen. Der Platz, auf dem er errichtet werden sollte, ist als Galgenberg bekannt, weil sich dort früher die Hinrichtungsstätte eines Herrscherguts befand.
vergrößern 850x829In der Gemeindezeitung Treff.Punkt.Gföhl wurde der Stupa-Bau noch stark beworben. Bei der Volksbefragung sprachen sich zwei Drittel der teilnehmenden Wahlberechtigten (52 Prozent) dagegen aus.

Johannes Pernerstorfer, Gemeinderat der Bürgerliste "Wir für Gföhl", war einer der stärksten Kritiker des Projekts in Gföhl.
Die Bevölkerung der Stadt Gföhl im Waldviertel hat sich - wie berichtet - klar gegen den Bau eines buddhistischen Stupa ausgesprochen. Bürgermeister Karl Simlinger, der sich vehement für das Projekt eingesetzt hatte, lässt sich einen Tag nach der Entscheidung kaum Wehmut anmerken: "Die Wahl ist eindeutig ausgefallen, das Ergebnis kommt einem Gemeinderatsbeschluss gleich", sagt er im Gespräch mit derStandard.at.
Allerdings ist sich der ÖVP-Politiker weiterhin sicher, dass der knapp 4000-Einwohner-Gemeinde wertvolle touristische Impulse verloren gehen. Zahlreiche Wirtschafts- und Tourismusexperten des Waldviertels hätten auf die positiven Effekte hingewiesen.
Nur eine Handvoll Touristenunterkünfte
Dem widerspricht einer der schärfsten Projektkritiker, der Gemeinderat Johannes Pernerstorfer von der Bürgerliste "Wir für Gföhl" (WfG): "Um etwas für den Tourismus zu bewegen, hätte man zumindest eine Betreibergesellschaft einsetzen müssen. In Gföhl gibt es ja gerade einmal eine Handvoll Anbieter von Fremdenzimmern. Aber in der ganzen Planung hat es an Transparenz gefehlt. Der erste vorgelegte Plan hätte den Stupa mitten in einem Wohngebiet vorgesehen."
Bürgermeister Simlinger hingegen ist der Meinung, dass es womöglich zu viele Veranstaltungen für die Bevölkerung gegeben habe. "Wir wollten möglichst große Klarheit schaffen", so Simlinger, der nach dem Scheitern des Projektes möglichst schnell wieder zur Tagesordnung übergehen will: "Gestern war der 12. Februar, heute ist der 13. und morgen der 14. Es geht jeden Tag weiter, es werden neue Ideen und Perspektiven kommen."
"Keine Siege, keine Niederlagen"
Auch von Seiten der Projektbetreiberin, der Lotos-Lindmayer-Privatstiftung, akzeptiert man den Ausgang der Volksbefragung als "demokratische Entscheidung", wie Elisabeth Lindmayer betont: "Für mich als Buddhistin ist alles im Fluss. Ich kenne keine Siege und auch keine Niederlagen. Aus dieser Entscheidung ergeben sich nur wieder neue Perspektiven."
Woran sich Lindmayer aber dennoch stößt sind die "Hasstiraden, mit der die Bevölkerung gegen das Projekt aufgebracht wurde". Aber durch die mediale Diskussion habe die Stiftung auch "unglaublich viele positive Rückmeldungen" erhalten. "Wir haben sehr viele wunderbare Freunde gefunden und auch schon Anfragen für neue Standorte bekommen", so Lindmayer, die noch nicht sagen konnte, was mit jenem Gföhler Grundstück passiert, das sich im Besitz der Stiftung befindet.
"Verstaubte Waldviertler"
Auch Bürgermeister Simlinger und Projektgegner Pernerstorfer sind sich in einem Punkt einig sind: Dass der Einfluss von außen ein schlechtes Bild auf Gföhl werfe. Im Vorfeld hatte sich etwa der BZÖ-Politiker Ewald Stadler gegen den Stupa-Bau ausgesprochen, auch die Piusbrüderschaft, die "Mission Europa - Netzwerk Karl Martell" und die "Christlich-Soziale-Arbeitsgemeinschaft Österreichs" (CSA, aus dem Umfeld des verstorbenen Martin Humer) haben gegen das Projekt mobilisiert. Die beiden Letzteren mit einem Postwurf an alle Gföhler Haushalte.
"Was da kommuniziert wurde, hat mir als Gegner wehgetan - das war tiefstes Niveau und echt krass", erklärt Pernerstorfer, der keine Hardliner - "auch nicht die buddhistischen" - als repräsentativ für die Gföhler Bevölkerung sehen will. "Die Medien stellen uns ja als verstaubte Waldviertler hin, die mit aller Gewalt ein religiöses Zentrum verhindern wollen", so Pernerstorfer.
"Ein unserer Kultur fremdes Bauwerk"
Pernerstorfer selbst hatte vor der Volksbefragung im Gföhler Gemeindeblatt aber auch einen emotionalen Ton angeschlagen, etwa über den ausgewählten Platz, der als Galgenberg bekannt ist und früher als Hinrichtungsstätte eines Herrscherguts diente. "So wird an einem der markantesten Landschaftspunkte mit historischem Hintergrund ein unserer Kultur fremdes Bauwerk ... errichtet und thront über der Stadt als neues Wahrzeichen, welches weder unserem Kulturkreis entspricht, noch unsere Stadt vertritt", ist dort auf Seite 5 zu lesen. Zudem warf er der Lotos-Lindmayer-Privatstiftung vor, ein "Wettrüsten um den größten Stupa in Europa" zu betreiben, weil der geplante Bau 35 Meter hoch sein hätte sollen
Vor der Abstimmung hatte Pernerstorfer eine buddhistische Anlage in Zalaszanto in Ungarn besucht. "Der dortige Bürgermeister konnte von wenig zusätzlicher Wertschöpfung durch den Stupa berichten, weil fast ausschließlich Tagestouristen vorbeikommen. Das Zentrum ist eben nur ein Teil des sonstigen Tagesprogramms", erklärt der Gemeinderat. Für Gföhl habe man die Besucherzahlen auch stark nach unten korrigiert: "Von anfänglich 30.000 pro Jahr auf 2.000 bis 3.000 kurz vor der Volksbefragung." (mob, derStandard.at, 13.2.2012)
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Der Einfachheit halber mit einer bereits existierenden Religion.
Wieviel Kapital hat denn diese Privatstiftung und mit wieviel Prozent ist die Stiftung selbst an den Kosten der diversen Stupas beteiligt?
dass im 19.jahrhundert die Leut nix zum mitreden hatten.Wir hätten 99.9 unserer heutigen Rinstrassenbauten nicht.Diese extreme Intoleranz gegenüber allem Neuen ist erschreckend.Außerdem wie kann es sein dass andere Leut darüber bestimmen was jemand mit seinem Grundstück macht.Solange es dern BauO entspricht , sollte es kein problem sein."Das passt nicht" ist ein Fortschrittsfeindliches Argument.Man Stelle sich vor in der Steinzeit hätten die Höhlenmenschen es in der Hand gehabt Pfahlbauten zu verhindern .
Schade auch, dass man nicht ruhig und seriös darüber reden kann, ob so ein Bauwerk wirklich in die Gegend passt, und warum in so einem kleinen Ort so ein Riesentempel stehen muss.
Diese Fragen halte ich für legitim.
Aber das mit dieser religiösen Hetze zu vermischen, ist nur sinnlos und ungustiös. Dieses Flugblatt finde ich extrem abstoßend - offenabr hat man da in typischer Manier alle möglichen Halbweisheiten zusammenkopiert.
Über den Stupa-Bau kann man ja unterschiedlicher Meinung sein, aber den Buddhismus als "esoterische Nazireligion" zu bezeichnen, die mit Pädophilie symphatisiert und die Weltherrschaft anstrebt - da gehört schon was dazu.
Siehe Link zur Postwurfsendung in Gföhl: http://bit.ly/zs1H0Y
Aber anerkennen muss man eine offensichtlich dumme Entscheidung nicht!
Das WV 'entleert' sich Jahr fuer jahr mehr, demografisch, wirtschaftlich, kulturell; es haette nicht geschadet wenn mal wieder etwas 'dazugekommen' waere.
Rein architektonisch finde ich die Stupa uebrigens selbst abstossend. Warum kann man ein religioeses Bauwerk nicht in eine unserer Zeit gerechte Form bringen......
Es geht doch gar nicht um die demokratische Entscheidung - wenn die Leute das Bauwerk nicht haben wollen soll man es auch dort nicht bauen. Fraglich bleibt aber, welchen Einfluss auf die Meinungsbildung diese Aussendung dabei gehabt hat, die ja offensichtlich den Buddhismus verunglimpft und herabwürdigt.
powa, bewusstes sterben:Man meditiert drei mal drei Stunden am Tag und übt dabei das Herausschleudern des Geistes, bis ein jeder eine deutliche Öffnung durch Schädel, Muskel und Kopfhaut hat. Es entstehen dabei entweder kleine Blutflecke, Risse oder Eiterpickel, die ungefähr acht Fingerbreit hinter der ursprünglichen Haarlinie zu sehen sind. Bei der Berührung dieser Stelle entsteht ein stechender Schmerz, und auch nach dem Kurs erinnert einen mitunter ein Ziehen einiger Haare an den jetzt offenen Weg in die Reinen Buddhabereiche." der lama kontrolliert persönlich:https://picasaweb.google.com/107685680... 4161073938
Wir leben im 21. Jhdt., wie wär's, wenn Sie andere Menschen selbst entscheiden lassen, an was sie glauben und was sie praktizieren? Was ein typischer Waldviertler jedes Wochenende praktiziert, und was deren Kinder nachahmen: Ounsaufen, Speibn, Anrennen, Brummschädel etc. führt, glaube ich, zu weitaus schlimmeren Schäden an Schädel, Körper und Psyche als jede Meditationstechnik. Ist jedoch hierzulande als das Normalste der Welt akzeptiert.)
jedoch sollte religion privatsache sein. den leuten in gföhl ein stupa aufs auge drücken zu wollen und sie als hinterwäldlerische, erzkatholische rechtsextremisten abzustempeln, wie viele das hier im forum tun, ist intolerant u. undemokratisch. gebetsmühlenartiges wiederholen von sätzen wie:"der buddhismus ist eine friedensreligion", ohne genaueres über dessen lehren zu wissen, ist schlichtweg naiv. sich über den katholizismus lustig machen, aber sich unkritisch buddhistischen "gottkönigen" unterwerfen, scheinnt dem zeitgeist zu entsprechen. das nenne ich vom regen in die traufe kommen.
aber wieso tun sie immer so als wär der westliche Buddhismus einheitlich? Es gibt sehr, sehr viele unterschiedliche Richtungen auch innerhalb des westlichen Buddhismus und viele haben mit dem tibetischen Buddhismus (und da gibts ja auch wieder verschiedene Richtungen) nicht so viel gemein. auf dieses Faktum sind sie von einem anderen Poster schon hingewiesen worden...
wenn ich den artikel richtig verstanden habe, geht es bei dieser stupa und der dahinter stehenden gemeinschaft um anhänger des tibetischen buddhismus.
bzw. landet man bei dieser homepage-thats it:
http://www.stupa.at/aktuelles... index.html
Andere Religionen als "esoterischen Schwachsinn" http://derstandard.at/plink/132... id24850202 zu bezeichnen ist jetzt auch eher nur Anders und nicht Besser als über den Katholizismus herzuziehen.
sollten sie wissen, dass es sich hierbei um esoterischen buddhismus handelt. nydahl ist bekannt für seine rassistischen u. sexistischen äußerungen. er verkörpert eine geradezu militante form des buddhismus. seit einigen jahren nun scheint er sich zumindest in der öffentlichkeit besser im griff zu haben.
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