Streiks vom Tisch

Löhne in der E-Wirtschaft steigen deutlich

13. Februar 2012, 14:14

Angekündigte Protestversammlungen der Belegschaften werden abgesagt

Wien - In der E-Wirtschaft haben sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber überraschend auf einen neuen Kollektivvertrag geeinigt. Die Löhne und Gehälter für die rund 21.000 Beschäftigten steigen zwischen 3,8 und 4,2 Prozent, und zwar rückwirkend mit 1. Februar 2012, teilten die Gewerkschaften GPA-djp und PRO-GE und der Branchenverband Oesterreichs Energie am Nachmittag mit.

Damit sind die ursprünglich für Dienstag anberaumten Protestversammlungen der Belegschaften sowie die für Mittwoch bundesweit geplanten Warnstreiks vom Tisch. Nach vier Verhandlungsrunden und mehreren Sondierungsgesprächen ist man auf einen grünen Zweig gekommen: Die kollektivvertraglichen Mindestgehälter steigen zwischen 3,8 und 4,2 Prozent, die Mindestlöhne zwischen vier und 4,2 Prozent.

Wobei die niedrigeren Gehaltsstufen stärker profitieren. Die Ist-Gehälter in den unteren Stufen erhöhen sich um vier Prozent, jene in den höheren um 3,8 Prozent. Selbiges bei den Löhnen. Hier steigen die Ist-Löhne in den unteren Vorrückungsstufen um vier Prozent, jene in den höheren Stufen um 3,8 Prozent. Die Lehrlingsentschädigungen klettern um 4,2 Prozent, die Aufwandsentschädigungen um 3,0 Prozent und die Zulagen um 3,9 Prozent. Außerdem wurde vereinbart, ab 1. März eine "gemeinsame Evaluierung der Lohn- und Gehaltsfindung" vorzunehmen. Konkret geht es dabei um altersgerechtes Arbeiten sowie Schicht- und Schwerarbeit.

Die Beschäftigten der E-Wirtschaft gelten als topbezahlt, sie verdienen durchschnittlich über 4.000 Euro brutto im Monat. Angestellte bekommen bisher im Schnitt 4.175 Euro brutto im Monat (Ist-Bezug), Arbeiter 3.148 Euro. (APA)

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saunaecho
11
Gibt es ein Kartell der Ausbeuter ?

Die Monopol-Gewerkschaft und die Monopol-Unternehmer beuten im Kartell die übrige Bevölkerung ungestört und unverschämt aus. Das gilt auch für die Nomenklatura der Staatsangestellten, die real bereits unser Land beherrscht und in allen Parteien ihre Leute drin hat.

Na sowas oba auch
00
14.2.2012, 16:30
Der Stromkunde zahlts ja!

Laut Tariflohnindex der Statistik Austria aus 2012 haben Arbeiter und Angestellte der Elektrizitätswirtschaft in den letzten Jahren im Vergleich zu anderen Arbeitnehmern die höchsten Lohnsteigerungen gehabt. Das setzt sich nun nahtlos fort. Wenn ich schon so hohe Stromkosten zahlen muss, dann sollen die Manager bitte dafür sorgen das der Gewinn eher an die Eigentümer (Staat, Länder) abgeführt wird, besonders in der jetztigen Situation. Jetzt ist wahrlich keine Zeit für Großzügigkeit gegenüber bereits jetzt gut bezahlten Arbeitnehmern.

NaWerSagtsDenn
10
14.2.2012, 09:30
Schön, dass niemand ein Problem bei anderen Konzernen hat:

Wenn Daimler (Mercedes) 8 Mrd Gewinn macht und seinen Mitarbeitern eine € 4.000 Prämie zahlt:

http://derstandard.at/132850727... gewinn-ein
(gilt auch für viele anderen Autokonzerne; bei fast jedem Autokauf sind mindestens € 1.000,-- für die Gewinne enthalten).

Wenn Apple seine Schrott um das dreifache vercheckt, als er wert ist (i-phone, i-book, etc.) und 30% Gewinn macht.

Wenn man bei jedem Cola 40% Werbekosten mitzahlen darf.

Wenn mit jeder Dose RedBull dem Herrn Mateschitz seine Hobbys finanziert werden (F1, Fußball, alle anderen Sportarten).

Von den Bankgebühren und Kreditkosten ganz zu schweigen.

Staatssekretär
11
14.2.2012, 09:12

Nulllohnrunde - Aufnahmestopp?

Gilt im "öffentlichen Dienst" - aber offensichtlich nicht in der staatlichen E-Branche.

Die 4.000 Euro brutto (im Durchschnitt) ist immerhin schon ein Landtagsabgeordnetengehalt.

Gobi Todic
00
14.2.2012, 10:01

die zahl mit einer quelle belegen.

bis dahin: dampfplauderer!

Staatssekretär
00
14.2.2012, 10:13

Ist Google bei ihnen ausgefallen?

Die Politikergehaltstabellen zu finden, ist ja nicht gerade das knacken der Enigma.

Aber ich muss mich entschuldigen, ich meinte natürlich Bundesratsabgeordnete - um die geht's ja gerade in der Diskussion.

Im Bundesrat verdienen sie 4.080 Euro. - Wenn sie noch die Parteisteuer abziehen, bleiben nette definitiv weniger übrig als in in der E-Wirtschaft.

http://www.wien-konkret.at/politik/p... gehaelter/

gr.ado
 
00
14.2.2012, 17:12
... PARTEISTEUER gibs kane ...

... wenn jemand freiwillig blecht, selbst schuld ...

Gobi Todic
00
14.2.2012, 11:08

Aber hallo, du kannst nicht behaupten dass die staatliche E-Branche ein durchschnittgehalt von 4.000 brutto hat und dann auch noch die Quelle verschweigen.

-> Lügner!
(nehme ich zurück wenn du das Durchschnittsgehalt bestätigst)

Staatssekretär
00
14.2.2012, 11:20

Ja spinn ich?

"Die Beschäftigten der E-Wirtschaft gelten als topbezahlt, sie verdienen durchschnittlich über 4.000 Euro brutto im Monat. Angestellte bekommen bisher im Schnitt 4.175 Euro brutto im Monat (Ist-Bezug), Arbeiter 3.148 Euro."

Steht doch im Artikel.

Vielleicht drücke ich mich unklar aus - aber unter staatlich verstehe ich staatsnah, im Mehrheitseigentum der Steuerzahler. - Kontrolliert und besetzt durch die Politik bzw. Parteien. - Deren Dividenen direkt in die Landes- und Bundesbudgets fließen.

Verbund, Wienenergie, EVN, Kelag,... und wie sie alle heißen.

purecynicism
00
14.2.2012, 11:32

trotzdem hast du das prinzip vom durchschnitt scheinbar nicht verstanden und vergleichst es mit dem fixgehalt von bundesräten.

Staatssekretär
00
14.2.2012, 12:04

Was genau ist ihr Problem?
Die Bedeutung des arithmetischen Mittels ist mir schon irgendwie geläufig - und das liegt in der E-Wirtschaft laut Artikel bei über 4000 Euro.

Nicht mehr und nicht weniger hab ich gesagt. Punkt. - Die E-Wirtschaft ist staatsnahe und so zumindest in der Nähe des "öffentlichen Diensts" - so wie ausgelagerte Spitäler oder Pflegeheime,... Für die wird es eine Nulllohnrunde geben.

Sie können das gerne mit den Durchschnittsgehältern der Handelsangestellten oder in der Tourismus-Branche vergleichen.

Und wenn wir schon bei gegenseitigen Belehrungen sind, googlen sie mal den Unterschied zwischen scheinbar und anscheinend. lg

purecynicism
01
14.2.2012, 11:08

ja weil jeder in der e wirtschaft 4000 euro verdient.

das prinzip mit dem durchschnitt haben sie wohl nicht verstanden.

nicht genügend. setzen.

Gobi Todic
40
14.2.2012, 08:47

Um alle Dummnüsse zu beruhigen:

3,8% Gehaltserhöhung ist nicht gleich 3,8% Strompreiserhöhung.

liberte
11
14.2.2012, 07:55
sind ja extrem gefährdete Jobs

und eine total unterbezahlte Branche - das nenn ich soziale Gerechtigkeit !

purecynicism
00
14.2.2012, 10:14

sie täten schön deppad schauen wenns auf einmal einen strom mehr haben.

ich nicht
21
13.2.2012, 19:05
die abgehobenen privilegien bei verbund&co. sind wie in griechenland !

lionel_Maramessi
52
13.2.2012, 18:06
Purer Neid

Jetzt ist jeder Mitarbeiter der in einer Branche XY arbeitet und dessen Gehalt einem Kollektivvertrag unterliegt schuld wenn er sich eine angemessene Gehaltsanpassung erkämpft (Inflation plus Reallohnabschluss). Leute nicht böse sein - aber organisierts euch unter der Gewerkschaft und hörts auf zu jammern - alles purer Neid was man hier so liest...und die Löhne hatten noch nie eine Auswirkung auf den Strompreis: bitte die Argumentationen der Konzerne bei Strompreiserhöhungen der letzten 5 Jahre durchlesen. Viel Spaß!!!

Der sich den Wolf tanzt
14
13.2.2012, 22:37
ach wie lieb...

sagt ihnen der begriff "monopol" etwas?

ich kapituliere
01
14.2.2012, 10:06

Eigentlich Oligopol - wobei die Auswirkungen vergleichbar sind.

amber103
05
13.2.2012, 19:51

Es ist leider nun mal so, dass dort wo eine Branche mit internationaler Konkurrenz kämpft, die höheren Preise nicht auf die Kunden abgewälzt werden können. So können dort die Löhne nur steigen, wenn die Effizienz bzw. Produktivität steigt.
Ganz anders sieht es dort aus, wo staatlich tollerierte Oligopole die Preise beliebig erhöhen können. Dort sind dann hohe Lohnabschlüsse möglich, obwohl die Produktivität nicht steigt. Es zahlt der alternativlose Kunde und Steuerzahler.

das ist fix
13
13.2.2012, 15:39

zahlen werdens die evn- wienenergie- bewag, etc - kunden

lionel_Maramessi
20
13.2.2012, 18:07
Lösung:

Anbieterwechsel - liberalisierter Strommarkt seit 2001

clearlake
00
13.2.2012, 18:31
oder eigenes wasserrad...

einen bach hätt ich neben dem haus.....

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
00
13.2.2012, 14:51
Ruhe in (Arbeits)frieden

Ich bin gespannt, ob die im Frühjahr anstehenden KV-Verhandlungen auch relativ reibungslos (das übliche Gewerkschafts-Säbelrasseln ist nicht ernstzunehmen) und mit spürbaren Ergebnissen über die Bühne gehen - oder spiel'ma wieder "Krise"...

locken
71
13.2.2012, 14:48
Der Strompreis wird jetzt auch steigen ein Dank an die Gewerkschaft !

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