Persönlichkeitsschutz

Toten Teenager gezeigt: Presserat kritisiert "Heute" und "Österreich"

13. Februar 2012, 13:42

Auf Schulfoto ohne Verfremdung abgebildet

Wien - Einmal mehr ist der Österreichische Presserat von sich aus wegen der Berichterstattung in zwei Medien tätig geworden, die ihn formal gar nicht anerkennen. Die Zeitungen "Heute" sowie "Österreich" hatten Schulfotos eines getöteten Jugendlichen gedruckt, auf denen dieser ohne Verfremdungen zu sehen war. Auch der mutmaßliche Täter wurde gezeigt, wobei "Heute" auch ihn ohne irgendeine Form der optischen Verfremdung abbildete. In der Berichterstattung ging es um einen oberösterreichischen Jugendlichen, der seinen Schulkameraden getötet haben soll.

Bei Jugendlichen sei ein etwaiges öffentliches Interesse an einer Bildveröffentlichung besonders kritisch zu überprüfen, was im vorliegenden Fall "nicht zu erkennen" war, wie es in der Entscheidung heißt.

Der Presserat begründete dies mit dem Schutz der Anonymität des Opfers als auch des jugendlichen mutmaßlichen Täters. Die entsprechenden Bestimmungen des Ehrenkodex zum Persönlichkeitsschutz von Opfern würden auch über deren Tod hinaus gelten. Bei Minderjährigen seien diese besonders streng auszulegen. (APA)

Seria
00
14.2.2012, 10:44

komisch, es werden doch ständig Bilder von verstorbenen irgendwo gezeigt.
Solaänge jemand als täter nicht überführt ist kann eine gewisse Diskretion zulässig sein, aber sicher nicht wenn der Ankgeklagte auf freiem Fuss angeklagt ist, da möchte man doch wissen wem man auf der Sttaße begegnet ....

Mann40
01
14.2.2012, 09:48

ich hoffe die beiden Medien werden dafür bestraft.

suboptimal
 
24
13.2.2012, 22:53
Mit dem Verpixeln haben sie es alle nicht so,

auch nicht die, die IM Presserat sitzen.
Und wenn sie wieder aufgeregt eine antike Neuigkeit über den seligen Priklopil erbrechen, picken sie ausnahmslos alle miteinander reflexartig ein Bildi von der Frau Kampusch zu ihrem drögen Text.

goldstandard
01
14.2.2012, 00:00
Na und?

Frau Kampusch ging ja selbst an die Öffentlichkeit.

suboptimal
 
37
14.2.2012, 00:17
Deswegen muss SIE noch lange nicht

Berichte über den Täter und das fortwährende Geschwurbel vom kriminellen OGH-Patienten mit IHREM Bild aufmotzen. Solche Methoden sind tiefste Gosse.

*rülps*

Nathaniel Winerib
00
13.2.2012, 20:35

in uk normal

DERHETZER1
14
13.2.2012, 14:33

wozu opfer- und persönlichkeitsschutz? ist doch nur hinderlich beim geldmachen. und geld stinkt ja bekanntlich nicht und so lange man sein eigenes tun nicht riechen kann.....

erkelteter tiger
12
13.2.2012, 17:07
macht man damit wirklich geld

gerade die gossenblätter "heute" und "österreich" würde es ohne die millionen steuergeld, die über inserate dort hingelenkt werden, gar nicht geben

DERHETZER1
00
14.2.2012, 09:03

was die ganze sache umso schlimmer macht...

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