Toten Teenager gezeigt: Presserat kritisiert "Heute" und "Österreich"

13. Februar 2012, 13:42
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Auf Schulfoto ohne Verfremdung abgebildet

Wien - Einmal mehr ist der Österreichische Presserat von sich aus wegen der Berichterstattung in zwei Medien tätig geworden, die ihn formal gar nicht anerkennen. Die Zeitungen "Heute" sowie "Österreich" hatten Schulfotos eines getöteten Jugendlichen gedruckt, auf denen dieser ohne Verfremdungen zu sehen war. Auch der mutmaßliche Täter wurde gezeigt, wobei "Heute" auch ihn ohne irgendeine Form der optischen Verfremdung abbildete. In der Berichterstattung ging es um einen oberösterreichischen Jugendlichen, der seinen Schulkameraden getötet haben soll.

Bei Jugendlichen sei ein etwaiges öffentliches Interesse an einer Bildveröffentlichung besonders kritisch zu überprüfen, was im vorliegenden Fall "nicht zu erkennen" war, wie es in der Entscheidung heißt.

Der Presserat begründete dies mit dem Schutz der Anonymität des Opfers als auch des jugendlichen mutmaßlichen Täters. Die entsprechenden Bestimmungen des Ehrenkodex zum Persönlichkeitsschutz von Opfern würden auch über deren Tod hinaus gelten. Bei Minderjährigen seien diese besonders streng auszulegen. (APA)

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