Denkweise hat Einfluss auf Entstehung von Depressionen

13. Februar 2012, 13:25

Forscher untersuchen die komplexen Zusammenhänge zwischen dem Älterwerden und Faktoren, die zu Depressionen führen

Würzburg/Luxemburg - Einer kürzlich im "Journal of Aging Research" veröffentlichten Studie zufolge neigen gesunde Senioren weniger zum Grübeln und sind mit ihrem Leben insgesamt zufriedener als junge Menschen. In der Studie untersuchten der Psychologe Stefan Sütterlin und weitere Forscher von der Universitäten Luxemburg und Würzburg die komplexen Zusammenhänge zwischen dem Älterwerden und Faktoren, die zu Depressionen führen.

Depressionen durch negative Denkweise

Die Forscher nehmen an, dass die unterschiedliche Denkweise von Altersgruppen den Ausbruch von Depressionen beeinflussen kann: Wer häufig unter negativen Gedanken leidet oder grübelt, neigt dazu, sich auf seine Probleme und Gefühle zu fixieren statt aktiv zu handeln. Dies kann depressive Verstimmungen verstärken und zu echten Depressionen führen.

Für die Studie wurden dreihundert Personen zwischen 15 und 87 Jahren (davon 118 Frauen) gebeten, ihre negativen Gedanken, Depressionen und ihr persönliches Wohlbefinden zu bemessen. Wie die Forscher feststellten, wird die Lebenszufriedenheit von Grübeleien in der Tat negativ beeinflusst. Umfrageteilnehmer im Alter von 63 Jahren oder mehr berichteten von deutlich weniger negativen Gedanken als andere, insbesondere als junge Erwachsene.

Ziel der Studie war es, die Zusammenhänge zwischen altersbedingten negativen Gedanken und Lebenszufriedenheit besser zu verstehen. Um altersspezifische Therapien für die Behandlung von Depressionen zu entwickeln, sind nach Angaben der Forscher weitere Untersuchungen notwendig. (red)

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ah, oh, ih... oh mein gott, ich bin depressionsgefährdet, wenn ich zuviel negativ denke. "denk positiv, denk positiv...". anstatt hier wiedermal altbekanntes wiederzukäuen und die leute zu informieren WIE depressionen zustande kommen sollte man lieber mehr darüber schreiben, dass es ganz natürlich und menschlich ist despressive phasen zu haben. wir dürfen als mensch depressiv sein. indem man sich dies zugesteht ist es auch leichter wieder in postive phasen zu kommen. eine depression bedeutet nicht das ende, sondern ist ein hilferuf des körpers der sagt "es ist zeit etwas dagegen zu tun". das tabu/die stigmatisierung "depression" gehört aus unserer gesellschaft weg.

Um festzustellen, dass man durch negative Grübelei leichter in Depressionen verfallen kann, brauch ich aber keine Wissenschaftler, das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand.

"Geh, Muatterl, tu dir ned immer so den Kopf zerbrechen

Geh liaber ein bissi ausse spazieren an der frischen Luft. Und tu ned immer so negativ denken, herst ..."

Und schon ist jede Altersdepression pulverisiert. Wird ihnen jeder Altersdepressive bestätigen.
</Zynismus>

"Um altersspezifische Therapien für die Behandlung von Depressionen zu entwickeln, sind nach Angaben der Forscher weitere Untersuchungen notwendig."
Das glaub ich auch.

"... sind nach Angaben der Forscher weitere Untersuchungen notwendig."

insbesondere, um an Forschungsgelder zu gelangen, sonst werden die Wissenschafter auch depressiv!

Eigentlich ein No - Na - Zusammenhang, der da festgestellt wurde. Aber ich glaube es hängt sehr stark mit den sozialen Bedingungen zusammen - Umfeld, Gesellschaft und wenn jemand sensibel ist wird er/sie sich auch Gedanken machen über das was falsch läuft im eigenen Leben und in der Welt.

Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei?

Es ist müßig darüber nachzudenken, ob man depressiv wird, weil man negativ denkt - oder ob man negativ denkt, weil man echt niederschmetternde Erfahrungen in seinem Leben gemacht hat. In Wahrheit sind die Startbedingungen ins Leben sehr unterschiedlich. Im besten Fall kann das familiäre Umfeld helfen, Defizite auszugleichen, im schlechtesten Fall kann es aber auch dazu führen, dass Begabte zerbrechen und scheitern. Letztendlich beglückwünsche ich jeden, der es schafft, wenigstens in einigen Perioden seines Daseins ein zufriedenes, sinnvolles und glückliches Leben zu führen. Nicht alle können das schaffen!

Zusammenhang zwischen Gedanken und Wohlbefinden

... ist von Seiten der Komplementärmedizin (ergänzend zur Schulmedizin) absolut nichts Neues, auf dieser Basis arbeiten wir in einer Vielzahl von Methoden wie Reiki, The Work, Life Management... Die Erfahrung mit Reiki und auch persönliche Erfahrung im Umgang mit Depression zeigt immer wieder: Gelingt es Menschen, alte Gedankenmuster und Glaubensysteme (=Denkweise) zu durchbrechen, können auch Krankheitssymptome zurückgehen.
http://www.reikiseminar.net

ich bin depressiv

weil ich keinen job habe dadurch kein geld dadurch keinen partner und dadurch allein bin..und nagut der schoenste bin ich auch nicht.

...und dann kommt einer daher und sagt: "na denkens

doch a bisserl positiv, selber schuld..." schätze das ist dann der, der das faß zum überlaufen bringt und manche springen dann halt, weil sie ja so unfähig sind, positiv zu denken. schon auch ein bisserl zynisch, dieses "think positiv" zu menschen zu sagen, denen es nicht gut geht.

stimmt oder sie sagen andere leute haben auch probleme und werden damit fertig....

nur ist eben jeder die summe seiner eigenen erfahrungen und eben einzigartig mit allen seinen problemen, hoffnungen und fehlern..

Tja, alles nicht so einfach ...

nein einfach waer ja auch fad...nur ab und zu sollte man mal gewinnen...

Depressionen haben Einfluss auf Denkweisen

Neuesten Studien zufolge geht es gesunden Leuten besser. Unter anderem fühlen sie sich subjektiv wohler. Der Ausbruch von Depressionen kann Denkweisen beeinflussen. Eine Erhebung unter drei Personen zwischen 0 und 99 Jahren (darunter 66,67 Prozent Frauen) hat ergeben, daß Unzufriedenheit in der Tat zu häufigeren Grübeleien führt. Umfrageteilnehmer im Alter über 97 berichten über weniger Gedanken als jüngere, insbesondere noch nicht demente Personen.

Nach Angaben der Forscher brauchen sie Geld für weitere Untersuchungen.

Denken macht krank.

Ganz neue Dimensionen sind das.

und als nächstes versetzt der glaube auch noch berge! wo kommen wir da hin!

Depressionen entstehen eher aus dem Zwang, "positiv denken" zu müssen. Das positive Denken ist ein großer Schwachsinn.

exakt !

denken sie einfach "sch.... drauf !" sie werden sehen, das bringt sie eher zum lachen ;-)

volle Zustimmung

diese ständige "think positiv!" Gehirnwäsche kostet so viel Kraft und fordert das mentale Immunsystem derart, dass es mich nicht wundert öfters mal depressiv verstimmt zu sein.

Ich würde es mal so formulieren:
Gefühle darf man nicht werten, sie sind wie sie sind. Wertet man Negatives, dann fühlt man sich automatisch schlecht. Langfristig entwickelt sich durchaus daraus auch Depression.
Nimmt man Negatives ernst, sorgt dafür, dass die Ursachen beseitigt werden, dann sieht die Sache ganz anders aus.
Aber da viele von uns mit Wertungen in der Richtung aufwachsen bzw. so erzogen werden, tun sich viele damit schwer, was dann chronisch wird... :(

würd ich mal nicht so pauschalieren, das ganze:

unsere gedanken bestimmen im idealfall unser handeln - insofern führen positive gedanken auch zu positiven handlungsweisen und visa verse.

allerdings offenbart sich immer stärker, daß unser handeln eigentlich großteils fremdbestimmt ist und von unserem system vorgegeben wird - mit 3 in die krabbelstube, dann 15 jahre verblödung im ausbildungssystem, danach 8 stunden schufften für den zinsdienst, dann als pensionist feststellen, daß das alles sinnlos war und man sein leben vergeudet hat, dann sterben.
mal etwas überspitzt formuliert.

das problem liegt also nicht an uns selbst, sondern an den faktoren die unsere denkweise bestimmen - und in unserem system wird diese von angst bestimmt

sondern an den faktoren

wenn man deppert ist, schon

ursache <> wirkung

die fixierung auf negative gedanken und probleme,
ist ein symptom der depression und
nicht die ursache.
das ist schon lange bekannt und
auch neurobiologisch gut untermauert.

nachzulesen zb bei gerhard roth
("fühlen,denken,handeln") ... uva

ich bin ganz paff....

Piff paff? Erschossen, quasi? ;o)

nein!

doch!

oh!

;-)

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