Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag mehrheitlich
fester tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verteuerte sich um 52,01 Zähler
oder 0,58 Prozent auf 8.999,18 Punkte. Der Hang-Seng Index in Hongkong stieg um
52,32 Zähler (plus 0,38 Prozent) auf 13.712,04 Einheiten. Der Shanghai Composite
zeigte sich kaum verändert mit einen moderaten Abschlag von 0,13 Punkte oder
0,01 Prozent bei 2.351,85 Punkten.
Mit Gewinnen notierten die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits
Times Index schloss bei 2.089,82 Zählern und einem Plus von 18,78 Punkten oder
0,91 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 10,1 Zähler oder 0,25
Prozent auf 4.033,3 Einheiten.
Das Parlament in Athen hat in der Nacht das harte Sparprogramm gebilligt.
Damit haben die Griechen die von den Gläubigern gestellten Bedingungen erfüllt,
damit die EU-Finanzminister am kommenden Mittwoch das zweite, 130 Milliarden
Euro umfassende Hilfspaket für Griechenland bestätigen. An den asiatischen
Börsen sorgte die Nachricht für Kursgewinne, da viele große Unternehmen vom
europäischen Exportmarkt abhängig sind.
In Tokio konnte der Nikkei-225 Index trotz enttäuschender Zahlen zum
japanische Bruttoinlandsprodukt, das im vierten Quartal um 0,6 Prozent
rückläufig war, zulegen. Die Aktien der Softbank legten 3,52 Prozent auf
2.382,00 Yen zu. Das Haus ist einem Medienbericht zufolge der Favorit für den
Zuschlag einer Hochfrequenz, um die sich derzeit vier Mobilfunkanbieter
bewerben. Fanuc will ein weiteres Werk in der Nähe von Tokio bauen, um die
Nachfrage nach Smartphone-Teilen zu stillen. Die Titel verteuerten sich um 2,24
Prozent auf 13.210,00 Yen.
Chinesische Aktien und die in Hongkong notierten Titel profitierten Händlern
zufolge von Aussagen des chinesischen Premierministers Wen Jiabao. Der Politiker
forderte eine "Feinabstimmung" von Chinas Wirtschaftspolitik im laufenden
Quartal. Grund dafür seien Anzeichen eines abgebremsten Wirtschaftswachstums im
Reich der Mitte.
Esprit Holdings stiegen um 4,18 Prozent auf 14,94 Hong-Kong-Dollar.
Schlusslicht in Hong-Kong waren China Resources Land, die nach einer schwachen
Entwicklung bei Neu-Krediten in China im Jänner um 5,66 Prozent auf 14,00
Hong-Kong-Dollar absackten.
In Sydney stiegen BHP Billiton um ein knappes Prozent auf 36,66 australische
Dollar. Ebenso ging es nach einem Anstieg der Metallpreise in London für weitere
Rohstofftitel aufwärts. Rio Tinto rückten um 0,64 Prozent auf 70,43 australische
Dollar vor. Spitzenreiter unter den Bergbautitel war Fortescue mit einem Plus
von 4,96 Prozent auf 5,50 australische Dollar. Teck Resources hatte angeblich
einen Anteil von 2,89 Prozent an dem in Sydney und London notierten Unternehmen
um 480 Mio. australische Dollar gekauft. (APA)