Kälte lässt nach

Plusgrade warten auf Österreich

13. Februar 2012, 11:29
  • Artikelbild
    foto: apa/hans klaus techt

    Der Schnee wird bald ausgedient haben.

Vorerst aber noch Tiefkühltruhenatmosphäre - Minus 24,6 Grad in Gars am Kamp

Wien - Kälte und kein Ende. Oder doch? Auch in der vergangenen Nacht sackten 264 von 265 Messstationen in ganz Österreich unter minus acht Grad. Und wenn nicht ein kleines meteorologisches Wunder geschieht, klettert auch heute, Montag, keine einzige Quecksilbersäule über den Gefrierpunkt. Doch die Experten der ZAMG in Wien kündigten ein Ende der Kältewelle an. Am kommenden Wochenende könnten die Temperaturen schon deutlich über null steigen.

Vorerst kann von Tauwetter allerdings keine Rede sein. Ein Beispiel: In Gars am Kamp (NÖ), nicht gerade bekannt für seine hochalpine Lage (256 Meter Seehöhe), fielen die Werte in der Nacht auf Montag nahezu ins Bodenlose. Mit minus 24,6 Grad übertraf bzw. unterbot man somit im Waldviertel wesentlich höher gelegene Destinationen wie etwa den Brunnenkogel (3.440 Meter) um mehr als zwei Grad.

Kältepol Niederösterreich

Überhaupt war Niederösterreich einmal mehr der Kältepol der Republik, denn mit Lunz am See (minus 23,3), Zwettl (23,0), Litschau (minus 22,7), Raabs an der Thaya (minus 21,6) und Schöngrabern (minus 20,5) lagen noch einige weitere blau-gelbe Messpunkte im absoluten Spitzenfeld. Österreichweit schafften es 46 Ortschaften unter die Minus-20-Grad-Marke, an 236 Plätzen war es kälter als minus zehn Grad.

Dennoch scheint die seit Wochen herrschende Tiefkühltruhenatmosphäre ihrem Ende entgegenzusehen. Bis Wochenmitte steigen die Temperaturen weiter an, anschließend folgt noch einmal ein kleiner "Rückschlag" in Form von kräftiger Abkühlung in der Nacht auf Donnerstag. Doch danach geht es stetig bergauf, und spätestens von Freitag auf Samstag dürfte die Kältewelle endgültig Geschichte sein. Im ganzen Land sind laut einem ZAMG-Meteorologen am kommenden Wochenende "zwei bis sieben Grad" möglich. Plus, wohlgemerkt. (APA)

Kommentar posten
16 Postings
adocs
00
18.2.2012, 11:29

Ich weiß schon gar nicht mehr wie sich Plus - Grade anfühlen ;-)

"Klimaexperte"
04
14.2.2012, 11:34
Mir hat heute nacht geträumt, jetzt setzt tatsächlich die Erderwärmung ein!

peter schmidt
 
00
14.2.2012, 11:21
Die Kälte ist nicht schlecht.

Gerade der Landwirt freut sich wenns ordentlich kalt ist damit die Schädlinge erfrieren. Auch wurde mal das latente Vordringen gewisser tropischer Erkrankungen gestoppt.

Für die Obdachlosen ist es natürlich ein Drama. Aber auch hier war in den vergangenen Wochen eine Woge der Mitmenschlichkeit erkennbar und hat die Kälte bei vielen die Hilfsbereitschaft geweckt.

divis
 
00
14.2.2012, 12:14
Und an einer Hitzewelle...

...sterben, wie 2003, um eine Zehnerpotenz mehr Menschen als an einer Kälte wie der heurigen.

dölerich hirnfidler
00
13.2.2012, 18:29

no, alsdann!

Faeryl
00
13.2.2012, 15:02

ist das genauso sicher, wie es am vergangenen wochenende wärmer geworden ist, oder am wochenende davor?

Susanne_B
12
13.2.2012, 14:42

Für mich ist das keine gute Nachricht!

Timagoras
 
01
13.2.2012, 18:09

ich hätte das auch noch ein paar wochen so haben können. zum schifahren ist der schnee derzeit phatastisch :o)

Dirty Sanchez i.R.
 
10
13.2.2012, 14:23
Nicht einmal auf den Winter ist Verlaß!

Grade zwei Wochen echtes Winterwetter, und das soll es gewesen sein?
Schwach!

Paelantius
01
13.2.2012, 16:39
Naja...

Ich bin da eher Skeptisch, den Winter als Schwach zu bezeichnen, wenn ein paar Hundert in Europa erfrieren und in Italien ziemlich einiges an Schnee liegt?

Dann einen Winter als Schwach bezeichnen find ich ein bisschen bescheiden.

Was muss der Winter sonst noch können? Die Sahara zuschneien?

Dirty Sanchez i.R.
 
11
14.2.2012, 08:33
In jedem Jahr

erfrieren in Europa einige hundert Menschen.
Außerdem: Kälte tötet nicht. Alkohol, Nässe, Müdigkeit, schlechte Kleidung töten. da kann der Winter nichts dafür, das ist eher eine Frage des Einzelnen und auch der Gesellschaft.
Aber zwei Wochen echtes Winterwetter (also unter Null Grad) sind einfach schwach. Ein Sommer mit nur zwei Wochen Sonnenschein wäre das ja auch.

Scherberich
 
01
13.2.2012, 23:14
andererseits

vergleich das mal mit den Opfern der Hitzewelle 2003, das waren laut Wikipedia 35000 Menschen.

Der Wappler
13
13.2.2012, 12:23
Der Wappler friert, weil er immer auf die nina warten muß

Juhuuuu! Ende der furchtbaren Kälte!

Donadon Berstscheibe
02
13.2.2012, 14:56

Haben Sie sich von der Nina nun endlich getrennt?

"Klimaexperte"
00
14.2.2012, 11:37
Ja, die Nina ist erfroren...

weil sie der "Wappler" nicht wärmen konnte!

Sogenet
00
13.2.2012, 12:15
Nein, Österreich wartet auf Plusgrade.

Die sollen zu uns kommen, die Plusgrade, nicht umgekehrt.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.