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Der Streit um die Zuständigkeit für die neue Lehrerausbildung geht in die nächste Runde. Wie die "Presse" berichtet, schlägt die Universitätenkonferenz (uniko) nun vor, die Pädagogischen Hochschulen (PHs) als Fakultäten in die Universitäten einzugliedern. Dies widerspricht der Vorstellung von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ), die es bevorzugen würde, die Pädagogischen Hochschulen zu Pädagogischen Universitäten aufzuwerten. Der Vorsitzende der Rektorenkonferenz der PHs, Ivo Brunner, warnt vor der Idee, dies könne dazu führen, dass weniger Geld für die gesamte Lehrerausbildung zur Verfügung steht.
Uni-Städte sollen Lehrerbildung übernehmen
Die Vorbereitungsgruppe der PädagogInnenbildung Neu hat im Juni 2011 in ihren Empfehlungen offen gelassen, ob die neue Lehrerbildung an den PHs oder den Unis verortet werden soll. Sie sprach sich für eine Art Wettbewerb um die bessere Ausbildung an den einzelnen Standorten aus. Die Universitäten bemühen sich nun darum, die Verantwortung für die gesamte Lehrerausbildung zu bekommen. Zumindest in jenen Städten, in denen es Universitäten gibt, sollen die PHs mit dem gesamten Personal in diese integriert werden, meint Martin Polaschek, Leiter der "Taskforce Lehrerbildung neu", die von der uniko eigens gegründet wurde.
Mehr Ressourcen
Polaschek, der auch Vizerektor an der Uni Graz ist, argumentiert damit, dass die Uni durch personelle und räumliche Ressourcen für eine Verdreifachung der Lehramtsstudierenden besser ausgerüstet ist. Die Gründung Pädagogischer Universitäten würde "mindestens zehn Jahre" dauern, während die Universitäten die gesamte Lehrerausbildung ab 2013 anbieten könnten, meint Polaschek.
PHs gegen Vorschlag
Brunner von der PH in Vorarlberg sieht in dem Vorschlag die Gefahr, dass die Pädagogenbildung "in einer Ecke steht", wenn sie an einer einzelnen Fakultät an der Universität verortet ist. Er spricht sich für einen "überspannenden Bogen" über alle betroffenen Fakultäten aus. Hier könne er dem Vorschlag von "Schools of Education", eine Art Netzwerk der Lehrerbildung an einer Universität, einiges abgewinnen. Die Pädagogischen Hochschulen könnten dann an dieses Netzwerk andocken und so mit den Unis kooperieren. Ein Problem sieht Brunner auch darin, dass eine Fakultät für Lehrerbildung über die Universität finanziert wird. "Wenn irgendwo an der Uni Geld fehlt, bleibt es nicht bei der Lehrerbildung", fürchtet der Vorsitzende.
"Näher an Schullandschaft"
Die PHs wollen außerdem weiterhin ihre Selbstständigkeit behalten. "Wir sind nahe dran an der Schullandschaft und an der Lehrpraxis", sagt Brunner. Die PHs würden einen "Berufsbogen" bei den Lehrern spannen können: Vom Beginn des Studiums bis zur Pensionierung könnten sich Lehrer hier fortbilden. Das sei den Unis bisher nicht gelungen. In Vorarlberg plant Brunner eine eigene Pädagogische Universität. Er kann sich aber vorstellen mit der Universität in Innsbruck zu kooperieren.
PH-Lehrende weiter bei Unterrichtsministerium
Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle hat sich bisher dafür ausgesprochen, dass die Universitäten für die neue Lehrerausbildung verantwortlich sind. Unterrichtsministerin Schmied will aus den PH deshalb Pädagogische Universitäten machen, da sie dann weiterhin in ihren Zuständigkeitsbereich fallen. Die uniko bietet hier in ihrem Vorschlag einen Kompromiss: Vizerektor Polaschek schlägt vor, dass das Unterrichtsministerium weiterhin die PH-Lehrenden bezahlt.
In Österreich gibt es mit den privaten Anbietern 14 Pädagogische Hochschulen. Hier werden Pflichtschullehrer ausgebildet. An den Unis in Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Salzburg und Wien werden Lehramtsstudien für den Lehrer an den AHS und BMHS angeboten. Schmied und Töchterle haben sich das Ziel gesetzt, mit der "PädagogInnebildung Neu" die Lehrerausbildung zu vereinheitlichen.
(red, derStandard.at, 13.2.2012)
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dies scheint die einzig sinnvolle variante..zur zeit kosten die päd hochschulen ein kleines vermögen, da die strukturen aufgebläht wurden..PH können fachausbildung für oberstufe nicht bieten, während unis keine ahnung von elementarpäd (Volksschule, sonderschule, ) bieten!!
wär die Fakultätsidee nicht um Hausecken günstiger als ich weiß nicht wie viele Parallelunis mit dem gesamten Verwaltungswasserkopf?
Was die Qualität angeht müssten die Unis sich bei den Pädaks was von der Didaktik abschauen, dafür gäbe es endlich eine fachliche Ausbildung, die diesen Namen auch verdient.
Hier geht es nicht um Lehrerausbildung, hier geht es nur um Machterhalt oder Machtverlust.
Sind doch die Vorsitzenden im Hochschulrat jeweils die Amtführenden Präsidenten des Landesschulrates des jeweiligen Bundeslandes. Wobei hier wiederum der Präsident des LSR der/die jeweilige Landashauptmann/Frau ist.
ist zumindest nicht schlecht, wenn den unis bewusst wird, dass sie die lehrerausbildung nicht mehr länger stiefmütterlich behandeln darf;
auch die implementierung kompetenzorientierter lehrmethoden muss an den unis forciert werden - da war zu meiner zeit noch gar nix los; wir sollen nun etwas von unseren schülern verlangen, wofür wir von den unis in keinster weise ausgebildet wurden
ich kann mich noch an profs erinnern, die die lehramtskandidaten wie studenten 2. oder 3. klasse behandelt haben - denen gehört sofort der lehrauftrag entzogen!
und die unis haben erkannt, dass sie studenten zwecks lukrierung von geldern benötigen
wie gesagt - schadet meiner meinung nach nicht, wenn unis etwas mehr motiviert sind
mit Struktur-Reformwirkung.
Die PFs (Pädagogischen Fakultäten) können die Ressourcen und Fachkompetenzen der anderen Fakultäten nutzen, die Pädagogik- und Didaktik-kompetenzen können an der Fakultät ausgebaut werden, Mehrgeleisigkeit wird vermieden.
Vielleicht ist der Vorschlag vernünftig, ich kann das nicht beurteilen - aber die Argumentation ist hanebüchen: Die Gründung Pädagogischer Universitäten würde "mindestens zehn Jahre" dauern, während die Universitäten die gesamte Lehrerausbildung ab 2013 anbieten könnten, meint Polaschek. Was soll denn so ein Schwachsinn?
Es geht hier anscheinend bei keinem der Beteiligten um die Sache, sondern nur um kleinliche Machtspiele.
von demotivierten Praxislehrern, es gab keinerlei Vernetzung, das Zentrum für Schulpraxis in der Maria Theresienstrasse damals, ein völliger Witz, Zeit- und Ressourcenverschwendung. Ausbildung hieß dort: Halten Sie ein Referat über die Praxis von...das ist, wie wenn ich Hunger habe und ein Kochbuch lesen muss. Die Rotstrichlermafia wird sicher von der Uni bezahlt, mein Gott wie billig.
Ihren Schilderungen nach gehören Sie einer Altersklasse an, die vom Schulpraktikum noch nicht tangiert war.
Wie Sie vielleicht wissen, wird das Schulpraktikum zu Beginn des zweiten Studienabschnitts angetreten und beinhaltet eine recht intensive Vor- und Nachbereitung und Kritik der Praktikumsstunden.
Dass weitere Schwerpunkte der Uni-Ausbildung auf Pädagogik und Didaktik gelegt werden sollten, steht wahrscheinlich außer Diskussion. Nicht jedoch auf Kosten der fachspezifischen Ausbildung, wie in der "LehrerInnenausbildung Neu" geplant.
Ich hätte ein paar unangenehme Erlebnisse mit der Pädak zu bieten. Was beweist das?
Nix.
Natürlich geht es bei dem Streit um Machtverteilung. Die Unis würden sich genauso wie bisher um die Lehrerausbildung kümmern, nämlich ein bisserl mehr als nicht, und an den Pädagogischen Hochschulen wird weiter gewurstelt, geschoben und parteigefreundelt.
Wer da das Sagen hat, dürfte ziemlich egal sein.
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