Tagesbetreuung

Neue Ausbildung für Freizeitpädagogen wird ausgebaut

13. Februar 2012, 11:06
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    foto: ap/metthews

    Neben Sport werden im neuen Gesetz auch Musik und Kunst als "sinnvolle Freizeitgestaltung" am Nachmittag genannt.

Vier weitere PH-Lehrgänge starten - Ausbildung dauert zwei Semester

Wien  - Die Pädagogische Hochschule (PH) Baden hat im Jänner den Auftakt gemacht, mit dem beginnenden Sommersemester starten an vier weiteren PH Lehrgänge zum "akademischen Freizeitpädagogen". Mit kommendem Wintersemester sollen neun bis zehn PH die Ausbildung anbieten. Die neue Berufsgruppe wurde von der Regierung geschaffen, um trotz Lehrermangels den Personalbedarf beim Ausbau der schulischen Tagesbetreuung decken zu können.

Matura keine Voraussetzung

Interessierte ab 18 Jahren - Matura ist keine Zugangsvoraussetzung - können künftig aus Lehrgängen an den PH Wien und Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich und an der PH für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien wählen. Im Semester darauf sollen die PH Kärnten, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg sowie die Kirchliche PH Linz dazukommen, während das Angebot an der Agrar-PH wegfällt und an der PH Oberösterreich nur bei Bedarf weitergeführt wird.

Zwei Semester Ausbildung

Der Kurs umfasst 60 ECTS, was dem Arbeitspensum von zwei Semestern entspricht. Allerdings kann die Dauer durch Anrechnung bestehender Ausbildungen verkürzt werden. Voraussetzung für die Lehrgänge ist eine erfolgreich absolvierte berufliche oder außerberufliche Vorbildung. Als "öffentlich-rechtliches Qualifizierungsangebot" ist der Lehrgang kostenlos.

Das Gehalt für Freizeitpädagogen soll an Bundesschulen dem "Erzieher-Gehalt" von Hortpädagogen entsprechen. Dieses unterscheidet sich allerdings je nach Land, in Wien liegt das Einkommen am Anfang etwa bei rund 1.900 Euro brutto - allerdings geht man im Ministerium davon aus, dass Freizeitpädagogen nur an größeren Schulen einen Vollzeitposten finden werden. An Landesschulen legt die Gemeinde als Schulerhalter das Gehalt fest.

"Verschiedene Arten der Freizeitgestaltung"

Der österreichweite Bedarf an Freizeitpädagogen kann im Unterrichtsministerium nicht beziffert werden, da die Planungshoheit bei Ländern und Gemeinden liegt. Diese können selbst entscheiden, ob sie im Freizeitteil der Tagesbetreuung Freizeitpädagogen oder aber Lehrer, Hortpädagogen und Erzieher einsetzen. Im Gegensatz zu den bereits existierenden Erziehern ist ein Freizeitpädagoge laut Gesetz nur für "verschiedene Arten einer sinnvollen Freizeitgestaltung (sportlich, musikalisch, künstlerisch usw.)" zuständig. In der individuellen Lernzeit, in der die Schüler unter fachlicher Hilfestellung ihre Hausaufgaben erledigen, können weiterhin nur Erzieher oder Lehrer bzw. für das Wiederholen von Lernstoff ausschließlich Lehrer eingesetzt werden. (APA)

vincent preis
10
14.2.2012, 05:32
bei der masse von maturanten

werden schon ein paar dabei sein, die das machen. zu was anderem reicht die matura nicht mehr.

Peter Paul Skrepek
 
01
13.2.2012, 15:27
Musik und Kunst sind ein Bestandteil der Bildung!

Bewegung ist gesund
01
14.2.2012, 08:49

und auch die Bewegungserziehung ist wesentlich für ein langes und gesundes Leben.

eze eze
 
11
13.2.2012, 12:10

Im letzten Artikel war die Rede davon, dass sich unter den zu FreizeitpädagogInnen Auszubildenden auch HortpädagogInnen befinden.
Ich frage mich, warum?
Nach allem, was bisher in den Medien zu lesen ist, ist die Ausbildung der FreizeitpädagogInnen sozusagen ein Teilausschnitt der für HortpädagogInnen verpflichtend vorgeschriebenen Gesamtausbildung - deren Ausbildung ist umfassender und dauert länger.
Dem vorigen Artikel zufolge ist das Gehalt der FreizeitpädagogInnen derzeit auch geringer als das der HortpädagogInnen, was es erst recht unverständlich erscheinen lässt, dass sich ein ausgebildeter Hortpädagoge, eine ausgebildete Hortpädagogin freiwillig zu dieser Ausbildung entschließt. (Wobei, als Auffrischung ist es sicher nicht schlecht.)

eze eze
 
11
13.2.2012, 12:20

Bei gleicher Bezahlung wiederum wird es umgekehrt sein - der Anreiz, die längere (und schwierigere) Ausbildung zum/r HortpädagogIn zu machen, wird erheblich sinken, wenn man für eine (vermutlich) "leichtere" und auf jeden Fall kürzere Ausbildung das selbe Gehalt bekommt.
Was genau lernen FreizeitpädagogInnen denn "mehr" als HortpädagogInnen? Worin sind sie HortpädagogInnen voraus?

Vorstadtmama
 
01
13.2.2012, 12:02
Ist das das, was wir in der Umgangssprache Hortpädagogen nennen?

In der Nachmittagsbetreuung in der AHS meiner Tochter fehlen aber nicht die Lehrer, sondern der nötige Platz!

man kann noch was retten
02
13.2.2012, 20:00
So wie ich das sehe...

werden die neuen Freizeitpädagogen den Job unserer Junglehrerinnen übernehmen, die in den letzten Jahren für fast kein Geld die Nachmittagsbetreuung übernommen haben. Das ganze wird von der Öffentlichkeit dann wieder als lockerer Halbtagsjob bezeichnet - leichtverdientes Geld (auch wenns max. 700€ für 20 Stunden Nachmittagsbetreuung sein werden). Wer will und kann denn davon leben? Wer hat sich den Schwachsinn wieder ausgedacht? Die Ausbildung werden wohl all jene machen, die sonst für nix gut sind. Ich werd meine Kinder da sicher sofort hinschicken!!!

stall
00
13.2.2012, 12:00
nur ein freizeitpädagoge

mit abgeschlossenem universitätsstudium ist ein richtiger freizeitpädagoge. alles wird verwässert.

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