Minusgrade: Stress für die Haut

13. Februar 2012, 11:16
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Im Winter ist die Verwendung von fetthaltigen Cremes ratsam, um die Haut vor Austrocknung zu schützen

Offenbach - Bei diesen ungewöhnlich kalten Temperaturen ist eine fettbetonte Hautpflege besonders wichtig. Während in den wärmeren Monaten stark wasserhaltige Pflegeprodukte verwendet werden, können diese bei kalten Temperaturen der Haut Feuchtigkeit entziehen und beim Wintersport bei Minusgraden sogar auf der Haut gefrieren. Nur Personen mit fetter Haut oder mit Akne können diese Produkte weiter verwenden. Darauf weisen die Apothekerverbände von Hessen und Rheinland-Pfalz in einer Aussendung hin.

Trockene, rissige Haut

Bei Kälte ziehen sich die Blutgefäße unter der Haut zusammen mit der Folge, dass die Wärmeabgabe aus dem Körperinneren gedrosselt wird. Dies ist ein Schutzmechanismus, um die Funktion der lebenswichtigen Organe zu erhalten. Darunter leidet aber auch der Säureschutzmantel auf der Haut. Kalte in Kombination mit warmer, feuchtigkeitsarmer Heizungsluft in Innenräumen machen die Haut trocken und empfindlich. Folglich können bei Menschen mit sensibler Haut Beschwerden wie schuppende und juckende Haut auftreten.

Auf Wasser-in-Öl-Emulsion umsteigen

Im Winter ist es daher ratsam, von Cremen mit einem sehr hohen Wasseranteil auf reichhaltigere mit höherem Fettanteil umzusteigen, da diese die Haut besser schützen. Eine Wasser-in-Öl-Emulsion weist im Gegensatz zu einer einer Öl-in-Wasser-Creme einen höheren Fettanteil auf, der sich wie ein Schutzfilm auf die Haut legt und übermäßiger Verdunstung von Feuchtigkeit vorbeugt. Aus welchem Gemisch eine Creme besteht, lässt sich an ihrer Konsistenz erkennen: Eine fetthaltige Creme ist fester und griffiger, verteilt sich unter Umständen auch etwas schwieriger, wasserhaltige Cremen sind milchig, leichter verteilbar und ziehen besonders schnell ein.

Besondere Aufmerksamkeit verlangen im Winter Lippen, Hände, Arme und Beine, die nur wenige Talgdrüsen besitzen oder Lippen, ganz ohne Talgdrüsen auskommen müssen. Diese sollten beim Aufenthalt im Freien mehrmals täglich mit einem fetthaltigen Präparat eingecremt werden.(red)

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    Im Winter ist es besser Cremen mit höherem Fettanteil zu verwenden.

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