Namen werden nicht kommentiert

13. Februar 2012, 11:11
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Grazer wollen Geschäftsführer für wirtschaftlichen wie sportlichen Bereich bis Ende Februar präsentieren - Doppelfunktion nach englischem Vorbild "nicht ausgeschlossen"

Graz - Österreichs Fußball-Meister SK Sturm Graz hat abseits des grünen Rasens zwei intensive Wochen vor sich. Die Steirer wollen bis Ende Februar ihre zwei neuen Geschäftsführer für den wirtschaftlichen sowie sportlichen Bereich gefunden haben. Das bestätigte Sturms Neo-Präsident Christian Jauk am Sonntagabend in der Sky-Fußball-Sendung "Talk und Tore".

In beiden Fällen wurden bereits Gespräche mit potenziellen Kandidaten geführt, unterschrieben ist aber noch nichts. "Wir haben ein Anforderungsprofil erstellt. Wichtig ist, dass derjenige mit Herz und Leidenschaft an die Sache herangeht und eine starke Affinität zu Graz hat oder dort beheimatet ist", skizzierte Jauk. Namen werden von Grazer Seite bis zur offiziellen Präsentation nicht genannt. "Wir haben uns darauf verständigt, in der Öffentlichkeit keine Namen zu nennen oder zu kommentieren", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bank Burgenland und der Capital Bank.

Marko und Weber sagen ab

Aus dem Kandidatenrennen für die sportliche Geschäftsführer-Position ist jedenfalls Rupert Marko. "Es hat ein Gespräch gegeben, aber ich bin Trainer und werde Trainer beim ÖFB bleiben. Die Sache ist für mich abgeschlossen", betonte Österreichs U19-Fußball-Teamchef. Ex-Sturm-Kicker Heribert Weber wird die Funktion aller Voraussicht nach auch nicht übernehmen. "Sturm ist immer ein Thema für mich, aber ich bin jetzt auf der anderen Seite als Journalist tätig, und das macht mir große Freude", sagte der Sky-Experte.

Eine Option ist auch, dass der kommende Sturm-Trainer auch für die Manager-Aufgaben nach englischem Vorbild zuständig sein wird. "Derzeit sehen wir die Vorteile darin nicht so groß. Eine Doppelfunktion ist nicht unsere erste Priorität, aber auch nicht ausgeschlossen", verriet Jauk. Ein potenzieller Kandidat dafür wäre natürlich auch der bisherige Sturm-Coach Franco Foda. Wie es mit dem Deutschen weitergeht steht aber nach wie vor in den Sternen.

Jauk ließ sich nicht entlocken wie wahrscheinlich ein Verbleib des Meistertrainers über den Sommer hinaus ist. "Prozentangaben machen keinen Sinn. Franco Foda hat erfolgreich für den Verein gearbeitet. Ein neuer Verantwortlicher für den sportlichen Bereich muss ein Anforderungsprofil erstellen und Gespräche führen und Foda muss da ein Ansprechpartner sein", sagte der Sturm-Präsident. Foda, der die Grazer seit Sommer 2006 betreut, dürfte recht gute Karten haben. "Die ersten Wochen mit Franco Foda waren sehr, sehr positiv", lobte Jauk seinen Trainer.

Foda noch unschlüssig

Der 45-jährige gebürtige Mainzer hatte eine Verlängerung seines Ende Mai 2012 auslaufenden Vertrags im Dezember abgelehnt, "weil es grundlegende Dinge gab, mit denen ich nicht einverstanden war". Für die Zukunft hat er sich aber bis heute alle Optionen offen gelassen. "Ich weiß es selbst noch nicht. So lange ich nirgends unterschrieben habe, ist Sturm weiter ein Thema", meinte der Sturm-Coach. Seine volle Konzentration gilt der sportlichen Performance seiner Truppe im Frühjahr. "Für mich ist jetzt das Wichtigste, dass wir gut arbeiten und sehr erfolgreich sind. Das ist für mich die Priorität."

Die erste von 17 Hürden auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung nahmen die Grazer am Samstag mit dem knappen 1:0-Heimsieg gegen den SV Mattersburg. Am kommenden Sonntag steht der Auswärtsschlager gegen Red Bull Salzburg auf dem Programm. (APA)

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