Bank Austria wertet Griechenland-Papiere weiter ab

13. Februar 2012, 10:18
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Wien - Dass dem griechischen Staat ein Großteil seiner Schulden erlassen wird, hält Bank-Austria-Chef Willibald Cernko für einen "Kapitalfehler, weil hier eine Vereinbarung gebrochen wurde, dass kein Land in der Eurozone pleitegehen kann". Die Vertrauensbasis sei damit nachhaltig gestört, vielleicht sogar zerstört, sagte Cernko in einem Interview mit dem "WirtschaftsBlatt" (Montagausgabe). Die UniCredit-Tochter Bank Austria werde im Jahresabschluss 2011 ihre Griechenland-Engagements um weitere 100 Mio. abwerten müssen, so Cernko, das Jahresergebnis werde aber positiv sein.

"Wir haben bereits 60 Prozent abgeschrieben. Wir werden auf insgesamt 80 Prozent abschreiben, das heißt, dass wir nochmals in einer Größenordnung von 100 Millionen Euro wertberichtigen werden", so Cernko.

In Ungarn, wo private Kreditnehmer die Möglichkeit haben, ihre Fremdwährungskredite billig vorzeitig zu tilgen, habe die Bank Austria 60 Mio. Euro zurückgestellt. "Wir sind dennoch positiv und zählen zu den profitabelsten Banken des Landes", berichtete Cernko. (APA)

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