Parlament in Kairo lastet Fußball-Randale Fans und Polizei an

13. Februar 2012, 06:39
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Aber nicht den Anhängern des Militärrats - Endgültiges Untersuchungsergebnis steht noch aus

Kairo - Die tödlichen Randale am Rande eines ägyptischen Fußballspiels wurde nach Einschätzung des Parlaments in Kairo nicht von Anhängern des Militärrats geschürt. Eine Untersuchungskommission der Abgeordneten machte die Fans selbst und mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen für die Katastrophe verantwortlich, bei der Anfang des Monats 74 Menschen ums Leben kamen. Bei anschließenden Protesten wurden weitere 16 Menschen getötet. Die Randale brach am Ende eines Heimspiels des Vereins Al-Masry gegen den Kairoer Club Al-Ahly in Port Said aus. Die Anhänger von Al-Masry gelten als vehemente Unterstützer der Revolution, die vor einem Jahr den langjährigen Machthaber Hosni Mubarak zu Fall brachte.

Der Chef der Untersuchungskommission, Ashraf Thabet, listete am Sonntag eine Reihe von Faktoren auf, die nach dem vorläufigen Ergebnis der Ermittlungen zu dem Aufruhr geführt haben. So sei die Stimmung bereits im Vorfeld des Spiels auf einschlägigen Sportkanälen stark angeheizt worden. Zudem seien die Fans vor Betreten des Stadions nicht ausreichend auf Waffen kontrolliert worden und das Sicherheitspersonal habe nicht konsequent genug für Ruhe und Ordnung im Stadion gesorgt. Schließlich hätten einige Kräfte die ohnehin großen Spannungen zwischen den beiden Vereinen ausgenutzt, "um politische Interessen zu verfolgen". "Wir werden ihre Namen nennen", kündigte Thabet an. Das endgültige Ergebnis der parlamentarischen Untersuchung steht noch aus. (APA)

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