Adele triumphiert bei den Grammys

    13. Februar 2012, 12:23
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    Die junge Engländerin heimste alle sechs Preise ein, für die sie nominiert war

    Los Angeles - Adele hat es geschafft: Die Engländerin hat am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles nicht nur alle ihre sechs Nominierungen in goldene Grammophone verwandelt. Der gerade 23-Jährigen gelang auch noch der Hattrick: Die drei wichtigsten Preise gingen alle an sie. Überschattet wurde die glanzvolle Gala nur vom Tod Whitney Houstons - ernsthaft durcheinandergebracht hat das Gedenken an die 48-Jährige die sorgfältig inszenierte Show aber nicht.

    Adeles Album "21" ist seit 18 Wochen auf Platz Eins in den USA und war auch in Deutschland das erfolgreichste Album des vergangenen Jahres. In Los Angeles wurde "21" jetzt "Aufnahme des Jahres" und "Album des Jahres", der Song "Rolling In The Deep" das "beste Lied des Jahres" 2011. Die Britin gewann zuvor schon den wichtigsten Musikpreis der Welt in der Kategorie "Beste Sololeistung" für ihren Song "Someone Like You". Und auch das "beste Popalbum" und das beste Kurzvideo war nach Meinung der Jury "Rolling In The Deep" von Adele.

    Offizielles Musikvideo zu Adeles "Rolling In The Deep"

    Die zweiten Sieger des Abends waren die Foo Fighters, die fünf Grammophone mit nach Hause nahmen. Dabei waren so wichtige Kategorien wie "Bestes Rockalbum" für "Wasting Light" und "Bester Rocksong", der nach Meinung der Jury der Titel "Walk" war. Außerdem bekam die Band aus Seattle um den ehemaligen Nirvana-Schlagzeuger Dave Grohl noch die kleinen goldenen Grammophone für die "Beste Rockdarbietung" und die "Beste Hardrockdarbietung". Und das Video zu "Back And Forth" wurde als bestes langes Musikvideo geehrt.

    Spezialgrammy nach Deutschland

    Komplett leer gingen hingegen die Deutschen aus - trotz fast einem halben Dutzend Nominierungen. Claudio Abbados Rachmaninow-Einspielung mit dem Mahler Chamber Orchestra gewann ebenso wenig wie das Berliner Rundfunk-Sinfonieorchester unter Marek Janowski, das mit drei Symphonien von Hans Werner Henze ins Rennen gegangen war.

    Der Produzent Manfred Eicher und der Tonmeister Andreas Spreer mussten ihre Hoffnungen auf einen Grammy ebenso begraben wie die norddeutsche Plattenfirma Bear Family Records. Sie war mit einer Country-CD-Box für zwei Grammys nominiert und verlor zweimal.

    Lediglich die Münchner Softwarefirma Celemony hatte schon Anfang der Woche einen Spezialgrammy zugesprochen bekommen. Ihr Programm zur Musiksteuerung in Tonstudios hatte in der Branche für Aufmerksamkeit gesorgt.

    Reunion der Beach Boys

    Die Grammy-Verleihung brachte auch eine Reunion der Beach Boys, die erstmals seit mehr als 20 Jahren wieder gemeinsam auf der Bühne standen. Eingeleitet wurde das Comeback durch die US-Popgruppen Maroon 5 und Foster the People, die Cover-Versionen der Beach-Boys-Hits "Surfer Girl" und "Wouldn't It Be Nice" vortrugen. Dann gaben die Beach Boys mit ihrem legendären Mastermind Brian Wilson den Song "Good Vibrations" zum Besten. Die Beach Boys, die heuer ihr 50-jähriges Bandjubiläum begehen, nehmen ein neues Album auf und wollen auch wieder auf Tour gehen. Bekannt wurde die Gruppe in den 1960er Jahren mit Songs wie "Surfin' USA", "I get around" oder "Help me Rhonda".

     

    Gebet für Houston

    Begonnen hatte die Gala mit einem Gebet für Whitney Houston. "Wir haben einen Tod in unserer Familie", hatte Gastgeber LL Cool J gesagt: "Und der einzig richtige Weg, solch einen Abend zu beginnen, ist ein Gebet. Ein Gebet für jemanden, den wir lieben: Unsere Schwester Whitney Houston". Anschließend stimmte der 44-Jährige ein Vaterunser auf Houston an. "Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie, bei ihrer Mutter und ihrer Tochter." Nach dem kurzen Gebet wurde ein Video mit Houston und ihrem größten Erfolg "I Will Always Love You" eingespielt. Das Publikum applaudierte stehend.

    Houston hatte selbst sechs Grammys gewonnen, die beiden letzten vor 13 Jahren. Sie war am Samstag in der Badewanne ihrer Hotelsuite tot gefunden worden. (APA)

    Ansichtssache

    www.grammy.org

    Die Grammy-Gewinner

    • RECORD OF THE YEAR - "Rolling In The Deep" Adele
    • ALBUM OF THE YEAR - "21" Adele
    • SONG OF THE YEAR - "Rolling In The Deep" Adele Adkins and Paul Epworth (song writer award)
    • BEST NEW ARTIST - Bon Iver
    • BEST POP SOLO PERFORMANCE - Adele "Someone Like You"
    • BEST ROCK ALBUM - Foo Fighters "Wasting Light"
    • BEST POP DUO - Tony Bennett and Amy Winehouse "Body and Soul"
    • BEST POP VOCAL ALBUM - Adele "21"
    • BEST RAP ALBUM - Kanye West "My Beautiful Dark Twisted Fantasy"
    • BEST POP INSTRUMENTAL ALBUM - Booker T. Jones "The Road From Memphis"
    • BEST DANCE RECORDING - Skrillex "Scary Monsters and Nice Sprites"
    • BEST DANCE/ELECTRONICA ALBUM - Skrillex "Scary Monsters and Nice Sprites"
    • BEST TRADITIONAL POP VOCAL ALBUM - Tony Bennett & Various Artists "Duets II"
    • BEST ROCK PERFORMANCE - Foo Fighters "Walk"
    • BEST HARD ROCK/METAL PERFORMANCE - Foo Fighters "White Limo"
    • BEST ROCK SONG - Foo Fighters (songwriters) "Walk"
    • BEST ALTERNATIVE MUSIC ALBUM - Bon Iver "Bon Iver"
    • BEST R&B PERFORMANCE - Corinne Bailey Rae "Is This Love"
    • BEST TRADITIONAL R&B PERFORMANCE - Cee Lo Green & Melanie Fiona "Fool for You"
    • BEST R&B SONG - Cee Lo Green, Melanie Hallim, Jack Splash (songwriters) "Fool for You"
    • BEST R&B ALBUM - Chris Brown "F.A.M.E"
    • BEST RAP PERFORMANCE - Jay-Z & Kanye West "Otis"
    • BEST RAP/SUNG COLLABORATION - Kanye West, Rihanna, Kid Cudi & Fergie "All of the Lights"
    • BEST RAP SONG - Jeff Bhasker, Stacy Ferguson, Malik Jones, Warren Trotter & Kanye West (songwriters) "All of the Lights"
    • BEST COUNTRY SOLO PERFORMANCE - Taylor Swift "Mean"
    • BEST COUNTRY DUO/GROUP PERFORMANCE - The Civil Wars "Barton Hollow"
    • BEST COUNTRY SONG - Taylor Swift (songwriter) "Mean"
    • BEST COUNTRY ALBUM - Lady Antebellum "Own The Night"
    • BEST NEW AGE ALBUM - Pat Metheny "What's It All About"
    • BEST IMPROVISED JAZZ SOLO - Chick Corea "500 Miles High"
    • BEST JAZZ VOCAL ALBUM - Terri Lyne Carrington & Various Artists "The Mosaic Project"
    • BEST JAZZ INSTRUMENTAL ALBUM - Corea, Clarke & White "Forever"
    • BEST LARGE JAZZ ENSEMBLE ALBUM - Christian McBride Big Band "The Good Feeling"
    • BEST GOSPEL/CONTEMPORARY CHRISTIAN MUSIC PERFORMANCE - Le'Andria Johnson "Jesus"
    • BEST GOSPEL SONG - Kirk Franklin (songwriter) "Hello Fear"
    • BEST CONTEMPORARY CHRISTIAN MUSIC SONG - Laura Story (songwriter) "Blessings"
    • BEST GOSPEL ALBUM - Kirk Franklin "Hello Fear"
    • BEST CONTEMPORARY CHRISTIAN MUSIC ALBUM - Chris Tomlin "And If Our God Is for Us..."
    • BEST LATIN POP, ROCK, OR URBAN ALBUM - Mana "Drama y Luz"
    • BEST REGIONAL MEXICAN OR TEJANO ALBUM - Pepe Aguilar "Bicentenario"
    • BEST BANDA OR NORTENO ALBUM - Los Tigres Del Norte "Los Tigres Del Norte and Friends"
    • BEST TROPICAL LATIN ALBUM - Cachao "The Last Mambo"
    • BEST AMERICANA ALBUM - Levon Helm "Ramble at the Ryman"
    • BEST BLUEGRASS ALBUM - Alison Krauss & Union Station "Paper Airplane"
    • BEST BLUES ALBUM - Tedeschi Trucks Band "Revelator"
    • BEST FOLK ALBUM - The Civil Wars "Barton Hollow"
    • BEST REGIONAL ROOTS MUSIC ALBUM - Rebirth Brass Band "Rebirth of New Orleans"
    • BEST REGGAE ALBUM - Stephen Marley "Revelation Pt. 1: The Root of Life"
    • BEST WORLD MUSIC ALBUM - Tinariwen "Tassili"
    • BEST CHILDREN'S ALBUM - Various Artists "All About Bullies ... Big and Small"
    • BEST SPOKEN WORD ALBUM - Betty White "If You Ask Me (And Of Course You Won't)
    • BEST COMEDY ALBUM - Louis C.K. "Hilarious"
    • BEST MUSICAL THEATER ALBUM - "The Book of Mormon"
    • BEST SHORT FORM MUSIC VIDEO - Adele "Rolling in the Deep"
    • BEST LONG FORM MUSIC VIDEO - Foo Fighters "Foo Fighters: Back and Forth"
    • Bild nicht mehr verfügbar

      Adele trägt ihren Hit "Rolling In The Deep" vor.

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