Opposition schickt Capriles ins Rennen gegen Chavez

13. Februar 2012, 20:13

Opposition glaubt an Chance bei Präsidentschaftswahl im Oktober

Caracas - Der Oppositionspolitiker Henrique Capriles Radonski tritt in rund acht Monaten bei der Präsidentschaftswahl in Venezuela gegen Amtsinhaber Hugo Chavez an. Der 39-jährige Gouverneur des Bundesstaates Miranda ging als klarer Sieger aus den am Sonntag erstmals durchgeführten öffentlichen Vorwahlen der Opposition hervor. Es bewarben sich fünf Kandidaten. Auf Capriles entfielen vorläufigen Angaben der Wahlkommission zufolge über 60 Prozent der Stimmen. Er ist Rechtsanwalt und Politiker der Partei "Primero Justicia" (Gerechtigkeit zuerst).

Das Oppositionsbündnis "Mesa de la Unidad Democratica" (MUD, Tisch der demokratischen Einheit) feierte die Wahl als "Sieg für ganz Venezuela". Insgesamt beteiligte sich rund 2,9 Millionen Venezolaner im In- und Ausland an der Abstimmung. Das waren deutlich mehr als die von der Opposition angestrebte Marke von 10 Prozent der insgesamt 18,3 Millionen Wahlberechtigten in Venezuela.

"Vertreter des Kapitalismus"

Der seit 13 Jahren amtierende Sozialist Chavez will am 7. Oktober seine zweite Wiederwahl schaffen. Der 57-Jährige, der sich 2011 einer Krebsoperation und mehreren Chemotherapien unterziehen musste, bezeichnete die Oppositionskandidaten in den vergangenen Wochen immer wieder als Vertreter des "Kapitalismus und des Imperiums (USA)". Er zeigte sich am Sonntag sicher, dass er die Präsidentschaftswahl gewinnt.

Neben Capriles waren vier Kandidaten angetreten: Der Gouverneur des bevölkerungsreichsten Bundesstaates Zulia, Pablo Perez, die Abgeordnete Maria Corina Machado, der frühere Botschafter Diega Arria und der Gewerkschafter Pablo Medina. Alle unterlegenen Kandidaten verpflichteten sich, den Gewinner zu unterstützen. Der zweitplazierte Perez gratulierte Capriles mit den Worten: "Ich bin an Deiner Seite. Du wirst der nächste Präsident Venezuelas."

Sollte sich die Opposition geschlossen hinter Capriles scharen, dürfte das Rennen für Amtsinhaber Chavez knapp werden. Der 57-Jährige ist seit 1999 Präsident und hat seither trotz zahlreicher Generalstreiks, Massenproteste und eines Putsches alle Wahlen überzeugend für sich entschieden. Die Opposition rechnet sich für die Entscheidung am 7. Oktober erstmals wieder gute Chancen auf einen Sieg aus.

Sie wirft Chavez vor, das Land mit seinem Sozialismus nach kubanischem Vorbild "heruntergewirtschaftet" und Investoren "abgeschreckt" zu haben. Venezuela ist der einer der größten Ölexporteure Lateinamerikas und hat sich unter Chavez zu einem der schärfsten Kritiker der USA weltweit entwickelt.

Capriles will Venezuela international wieder stärker an "demokratischen Prinzipien" ausrichten und der hohen Kriminalität im Land mit einem breiten Bildungsprogramm den Boden entziehen. Zudem will er die von Chavez begonnenen Verstaatlichungen stoppen und den Tourismus stärker fördern.  (red/APA)

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Hugo Chávez – Ein Staatsstreich von innen (arte Doku Venezuela) http://www.oddo-wolf.at/index.php... venezuela/

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Hugo Chavez, wurde 1999 mit einer überwältigenden Mehrheit vom Volk gewählt. Sein Versprechen den Reichtum neu und gerechter zu verteilen setzte voraus, die Ölgesellschaft Venezuelas zu verstaatlichen. Dieses Vorgehen betrachteten die neoliberalen Führer in Washington als Kriegserklärung. Prompt trat eine allbekannte Lügen-Medien-Propagande-Maschinerie auf den Plan. Ein Putschversuch bei dem mal wieder nicht zurückgeschreckt wurde unschuldige Menschenleben zu opfern und die Toten Chavez in die Schuhe zu schieben. Doch das venezuelansiche Volk ließ sich nicht von den Lügen CIA-gesteuerter Medien manipulieren und durchkreuzte die neoliberalistischen Pläne.

http://amerika21.de/ Die Alternative zur Lügenpropaganda der neo-con-medien (90%)

"... Generalstreiks ..." gegen Chavez,

von unseren "unabhängigen Medien" so bezeichnet, die auch bei der venezolanischen Bevölkerung als Unternehmerstreiks bekannt sind: Die Unternehmen haben einfach die Fabriken geschlossen, bei den Einkaufszentren wurden einfach die Rolläden herunter gelassen und alle zum "Streik" verdammt, ob man wollte oder nicht.

Ach ja, der zweite Weltkrieg war eine Flurbereinigung ...

der irre blick

des typen auf dem foto verheisst ja sicher viel gutes..
wahrscheinlich schäumt er gerade gegen den satan chavez, ähnlich wie die ganzen trolle hier im forum. ;)

...und das ganz ohne Unterstützung durch die amerikanischen Geheimdienste...

Da schöpfen die Superreichen wieder Hoffnung und die Ölkonzerne wittern wieder den möglichen Zugriff auf die Bodenschätze des Landes. Wo kämen wir denn da hin wenn diese Bodenschätze der Bevölkerung zugute kämen.

Ich dachte Chavez hat aus Venezuela eine kommunistische Diktatur gemacht?

Denken war noch nie deine Stärke. Venezuela ist eine Demokratie mit einem diktatorisch angehauchten Präsidenten, siehe Dekrete, wo die Oposition blockiert wird und nur ein Chavez das Sagen hat. Hams des?

"denken" ... schlagen sie das wort mal nach. einfach nur den mist glauben den die massenmedien uns vorschreiben bedeutet nicht eigenständig "denken"!

Waer fast ein Wunder, wenn da eine Abwahl gelaenge

Aber ein Wunder, das Venezuela bitter noetig haette. Der Rot (oder Rotz-) kasperl Hugo hat auch so schon einen extremen Schaden in diesem an Rohstoffen so reichen Land angerichtet.

anteil der in armut lebenden bevölkerung 1998: 50,4% anteil der in armut lebenden bevölkerung 2009: 28,5% anteil der in extremer armut lebenden bevölkerung 1998: 20,3% anteil der in extremer armut lebenden bevölkerung 2009: 7,2%

schaden?

Womit bitte?

Damit, dass alle Menschen dort nun gratis die Schule besuchen und auf die Universität gehen können? Oder dass jeder Bürger nun gratis zum Arzt gehen kann?
Ja für die USA hat er Schaden angerichtet indem die nun mehr für Öl bezahlen aber das wird in das Wohl der Menschen gesteckt.
Die paar hundert Jahre davor, die nur Ausbeutung von Mensch und Rohstoffen bedeuteten sollen also irgendwie besser gewesen sein?

Mit den beiden von Ihnen genannten optionen wohl nicht

Aber mit einer immensen Mordrate, Verstaatlichung vieler Firmen, hoher Inflation, Guenstlingswirtschaft in der Verwaltung, idiotischer Aussenpolitik, und und und und

Man sieht es, dass sie gut informiert sind. Nur das Venezuela Jahr für Jahr weniger Öl an die USA geliefert haben, scheint ihnen unterlaufen zu sein.

Aber macht ja nichts.

Die Studenten die diese Boli-Uni verlassen scheinen nicht die Qualifikation zu besitzen wie die die aus einer anderen ven. Uni kommen.

Wie kommt das??

Die Fachärzte in Venezuela haben dieses beanstandet. Selbst die Ausbildung auf Cube haben andere Latin Staaten beanstandet, so dass die Absolventen eine Nachprüfung machen sollten, die sie aber verweigerten.

Aber wie kommt so etwas??

jahr für jahr weniger ölexporte, das sieht dann laut cia-world-factbook graphisch genau so aus:

http://www.indexmundi.com/de/venezu... porte.html

aber dass du es mit der wahrheit nicht sonderlich genau nimmst ist ja nichts neues, conventz.

Tja, will Ihre Illusionen ja nicht zerstören. Aber so gratis ist das Leben in Venezuela doch nicht. Auch nicht für "all die Menschen". Trotz Chavez. So wirklich kennen Sie Venezuela nicht - oder irre ich mich?

Sie irren sich.
Bestreiten Sie, dass das gesamte Bildungssystem und das Gesundheitssystem für alle Bürger gratis ist?

Ja, aber sicher!
Das war theoretisch schon vor Chavez so.Nur praktisch läuft es halt manchmal anders. Willkommen in Venezuela.

Also vorher war es theoretisch so und nun werden Öleinkünfte dafür verwendet, dass es praktisch so ist.
Interessant.

Wie oft warst denn schon in Venezuela? Wie oft vor Chavez und wie oft nach Chavez? Wahrscheinlich noch gar nicht, aber hier grosse Töne spucken. Schule war vor Chavez gratis, Arzt war vor Chavez nicht gratis und jetzt auch nicht. Also den Mund nicht gar zu voll nehmen.

wenn er die im letzten absatz genannten äußerungen

dann auch umsetzt sei ihm der sieg gegönnt...

Wieder so ein APA Artikel

Militärputsch ist gut...Hier die Doku zum US-Putsch gegen Chavez
http://www.youtube.com/watch?v=--tuUUc3PHQ

Der nächste ..... bitte beantworte die Frage wieso der "Putsch" von generälen initiiert wurde die EINDEUTIG dem Chavezlager zuzuordnen waren ?

Wenn die Generäle gegen ihn Putschen, können sie wohl per definition sicherlich nicht dem Chavez Lager zugeordnet werden (ganz abgesehen davon, dass es wohl kein offizielles ranking für die Generäle gibt).

Gegenfrage: Warum schoben die USA (dank freedom of information act belegt) vor dem Putsch Unsummen an die Putschisten und warum treffen sich US Regierungsvertreter zwei Wochen vor dem Putsch mit denen? Warum befinden sich in Chavez' Inhaftierungseinrichtung US Vertreter?

Erinnert an Aristide kurz danach, der Mitten in der Nacht von einem US Botschaftsmitarbeiter aufgeweckt und zum Unterschreiben einer Rücktrittserklärung gezwungen wurde.

Offensichtlich bist Du mit den Vorgängen um diese Sache nicht wirklich vertraut. Der Putsch wurde von chaveznahen Generälen initiiert als Chavez Truppen mit scharfer Munition gegen Demonstranten schicken wollte und dann von einer oppositionellen Gruppe übernommen. Was die USA betrift, damals haben in Washington die Spatzen von den Dächern gepfiffen daß in Venezuela ein Putsch bevorsteht und die USA haben Chavez NACHWEISLICH gewarnt. Weißt Du, Golinger (freedom of information act) recherchiert nämlich extrem schlampig. Du solltest einmal das Review von Veneconomy über Ihre Bücher lesen. Die haben die Quellen geprüft und sind zu einem vernichtenden Urteil gekommen.

So einen bescheuerten Artikel liest man selten.
Man könnte meinen, der Gegenkandidat habe eine Vorwahl gegen Chavez gewonnen.
Was sollen das für demokratische Prinzipien sein, die er einführen will? Wie demokratisch sind denn Kandidaten der Oligarchie?

Also, die Schlagzeile ist schon ziemlich schief - zum Gegenkandidaten ist er ja erst durch die gewonnene Vorwahl geworden. Wenn schon, dann "Chavez' Gegner wählen C zum Kandidaten".

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