Ostjerusalem im Kulturfieber

Blog | Andreas Hackl, 13. Februar 2012, 10:14
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    foto: andreas hackl

    Das Kino Al-Quds im Ostjerusalemer "Yabous"-Kulturzentrum.

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    Eine alte Spule und ein paar Filmrollen blieben vom alten Kino erhalten.

Das eher trübe Kulturangebot im palästinensischen Ostjerusalem bekommt Aufschwung: Nach 25 Jahren gibt es nun erstmals wieder ein Kino.

1987 sind palästinensische Jugendliche in Massen auf die Straßen geströmt, und haben damit die erste Intifada gegen die israelische Besatzung entfesselt. Damals organisierte sich der Protest in Schulen, Universitäten und informellen Treffen. Zu dieser Zeit musste auch das Al-Quds Kino in Ostjerusalem seine Tore schließen. Dass es nun durch das „Yabous" Kulturzentrum wiederbelebt wird, ist für die Organisatoren eine neue Form des Widerstands. Und ein Weg zu kultureller Selbstbestimmung. Die Unterstützung israelischer Gelder wurde dabei bewusst vermieden.

Es überrascht also nicht, dass die Eröffnung des Kinos diese Woche mit einer „Freedom Film-Woche lockt. Dabei zeigte schon der Dokumentarfilm „Wir werden nicht weggehen", an welcher Freiheit es in Ostjerusalem mangelt. Der Film hat zwar einen propagandistischen Hauch, bildet dennoch Teil der schwierigen Realität Ostjerusalems ab: Er erzählt die Geschichte von Jerusalem-Palästinensern, die aus unterschiedlichen Umständen durch die israelischen Behörden gezwungen wurden, entweder ihr Haus, oder gar das Land zu verlassen. Wie die al-Kurd Familie, die neben anderen Palästinensern im Ostjerusalemer Stadtteil Sheikh Jarrah von der Polizei vertrieben wurde, um Platz für israelische Siedler zu machen.

Neben diesem palästinensischen Film zeigt die Filmwoche vor allem internationale Produktionen. In Zukunft werden auch allerhand kreative Workshops stattfinden. „Wir wollen aus der Zahra-Strasse (vor dem Kino) einen pulsierenden Ort machen", meint die Direktorin des Yabous Kulturzentrums, Rania Elias-Khoury. Gegenüber vom Kino zieht die Musikschule des Edward Said Nationalkonservatorium für Musik ein. Ein Eck weiter lockt die al-Housh Galerie mit moderner Kunst. Die „Zahra"-Strasse - was auf arabische Blume bedeutet - könnte für einen blühenden Kultursommer sorgen.

Und das ist in Zeiten des arabischen und islamistischen Frühlings umso wichtiger. Denn der Kampf um kulturelle und künstlerische Freiheit ist immer auch ein Kampf gegen die Konservativen in der eigenen Gesellschaft. (derStandard.at, 13.02.2012)

3dGeist
24
14.2.2012, 18:05
Wie kommen sie darauf das Ostjerusalem palästinensisch ist?

Es ist offiziell umstrittenes Gebiet.
Als Journalist sollten sie mehr wert auf Objektivität legen.

Der Waehlerwille
 
01
19.2.2012, 19:48
Der tatsächliche Status dieser Regionen interessiert Journalisten leider nur selten ..

der schwitzbär der schwitzt sehr
21
14.2.2012, 07:23
in Jaff gab's auch so ein palästinensisches Kino

http://www.palestineremembered.com/Jaffa/Jaf... e8704.html

auch gesungen wurde dort
http://www.palestineremembered.com/Jaffa/Jaf... 14171.html

jetzt ist ein nichtpalästinensischer Gemischtwarenladen drin
http://www.palestineremembered.com/Jaffa/Jaf... e2455.html

Hannes Kartnig
11
13.2.2012, 18:10

ein propagandistischer hauch! hübsch. sowas haben sogar blogs, manchmal...

King David
36
13.2.2012, 16:06
Ostjerusalem

Was hat eine Geschichte über Ostjerusalem in der Kategorie Israel zu suchen? Offensichtlich sind auch für den Standard internationale Gesetze ohne Bedeutung.

Vielleicht gibt es dazu auch mal eine Stellungsnahme.

baneck08
42
14.2.2012, 21:12
Zur Sicherheit habe ich jetzt noch

einen Blick auf die Landkarten geworfen und ... ja ... Jerusalem liegt in Israel.

King David
33
15.2.2012, 09:37

Landkarte? Ostjerusalem? Sie meinen sicher die Bibel! Diese Landangaben ist aber seit einigen Jahrhunderten überholt.

Martin Dobes
 
35
15.2.2012, 15:21
Wo kommt "Ostjerusalem" in der Bibel vor?

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