US-Milliardär Soros

Europa schlägt falsche Richtung ein

12. Februar 2012, 19:10

Statt die Krisenstaaten nur zum Sparen zu zwingen, sollte die Konjunktur mit Finanzspritzen belebt werden

Berlin - Scharfe Kritik am Krisenmanagement der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der US-Multimilliardär George Soros geübt. "Ich bewundere Kanzlerin Merkel für ihre Führungsstärke. Aber leider führt sie Europa in die falsche Richtung", sagte Soros dem Magazin "Spiegel" laut Vorabmeldung vom Sonntag. Statt die europäischen Krisenstaaten nur zum Sparen zu zwingen, müsse die Konjunktur mit Finanzspritzen belebt werden, verlangte Soros, "sonst wiederholen wir die Fehler, die Amerika 1929 in die Große Depression geführt haben".

Es sei auch falsch gewesen, Griechenland nur gegen die Zahlung hoher Zinsen Hilfskredite zu gewähren, sagte Soros weiter. "Deswegen ist das Land heute gar nicht mehr zu retten. Und genauso wird es Italien ergehen, wenn wir das Land in die Zwangsjacke gewaltiger Zinszahlungen stecken."

Für den Fall einer Pleite Griechenlands befürchtet der Milliardär, der als Hedgefonds-Manager reich geworden ist, "einen Run auf Bankschalter in Italien und Spanien". Er rechne jedoch damit, dass Europa Griechenland zunächst noch einmal retten werde, um ein solches Szenario zu vermeiden. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 75
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A Voice
00
15.2.2012, 14:31
Da ist nur ein Problem

ratingagenturen und Börsen wollen Sparen sehen, also Köpfe am Tablett. Nachhaltigkeit interessiert die nicht (offensichtlich)

http://zeichnemit.at/
00
14.2.2012, 01:38

er hat vollkommen recht.
es fehlen Konjunkturprogramme, Jobförderprogramme in Griechenland. Derzeit werden EU Gelder in die Rachen der Griechen-Politiker und griechischen Banken geschoben.

sparen alleine schadet Griechenland. Strukturreformen und Sparen ist schon sinnvoll, aber derzeit wird das Land kaputt gespart.

cookieberlin
01
14.2.2012, 08:55

Konjunkturprogramme sind immer sinnvoll.
Allerdings wird man zuvor die Frage nach den von der EU bereits über Jahre investierten (und spurlos verschwundenen) 100 Milliarden Fördermitteln stellen...die das Land voranbringen sollten.
Problem: Zettelwirtschaft in allen ( besonders Finanz-) Behörden, Korruption in allen Bereichen, ein vollkommen überblähter Beamtenapparat.
Das besondere griechische Verhängnis hierbei: die allgemeine Unfähigkeit und Unwilligkeit, etwas zu ändern.
Die schlimmen Aussichten: sämtliche bisherigen Zusagen und Versprechungen sind nicht mal ansatzweise eingehalten worden.
Im April 2012 sind Neuwahlen..mal sehen, wo bis dahin die zugesagten Milliardenhilfe der Eurogruppe versickert sind.

GTV916
 
00
13.2.2012, 13:07
Interessante Biografie ...

... lohnt durchaus, sich einen schnellen Überblick zu verschaffen ;-)

Nutze den Tag
10
13.2.2012, 12:10
Zur Vergäudungspolitik zusätzlich Investitionen?

Beides, lieber Onkel aus Amerik, geht nicht.

zweiradler1
11
13.2.2012, 10:31
Milchmädchenrechnung

Klar, dass sich Soros Finanzspritzen wünscht, weil er dann seine Aktien äußerst gewinnbringend in der alten Welt lancieren kann. Sparen ist keine Frage aber halt nicht zu heftig, damit die Rezession nicht zu schlimm ausfällt. Bei Griechenland und CO hat man halt zu lang gewartet - die Pleitenländer sind schon Jahrzehnte an der Pleite. Dasselbe gilt für unser Pensionssystem - da weiss man schon seit Jahrzehnten, dass Handlungsbedarf besteht und je länger man wartet desto heftiger werden halt die Massnahmen.

so so ....
10
13.2.2012, 10:54

Okay, das war die Milchmädchenrechnung. Aber wo ist ein Konzept.

anbieten würde sich:
http://www.wissen.de/wde/gener... 67806.html

cookieberlin
00
14.2.2012, 17:05

Sicherlich sind Ratschläge eines ehemaligen Managers der selbst pleitegegangenen Investitionsbank Lehman Brothers an dieser Stelle ein bißchen unglücklich platziert.
Außerdem sind Irland, Spanien, Portugal, Italien und vor allem Griechenland aus völlig unterschiedlichen Gründen finanziell notleidend.
Solange sich die bereits zugesagte und dringend notwendige Änderung der korrupten Strukturen in Griechenland (wovon zB. Irland, Portugal und Spanien weit entfernt sind) nicht endlich umgesetzt wird, kann niemand Steuergelder anderer Länder für Investitionen und Jobförderungen einsetzen.

leser 4712
11
13.2.2012, 10:19
her mit den finanzspritzen

herr soros!

Mary F.
00
13.2.2012, 10:00
Soros redet Bloedsinn

Ab 2008 wurden Millarden in Konjunkturprogramme, Kurzarbeit, etc gesteckt. Das hat sich bezahlt gemacht. Aber die EU Haushalte liefen v.a. deshalb aus dem Ruder, weil Geld mittlerweile unkontrolliert hinausgeworfen wurde. Oesterreichs Defizit und Schuldenstand waren ja schon vor der Krise viel zu hoch.

Jetzt muss man bei den Staatsausgaben und Strukturen mal einen Fruehjahrsputz machen, und dann kann man wieder gezielt investieren.

Ausserdem finde ich, dass jemand, der soviel Geld wie Soros am Konto hat, ruhig ein paar Millarden davon nehmen koennte und selbst gezielt zB in Startups oder aehnliches in Europa investieren koennte.

tho_mi
00
13.2.2012, 18:10

Ich würd sagen eins der Hauptprobleme liegt darin, dass auch in guten Zeiten ein Defizit im Budget vorhanden war, was nicht wirklich dem Gedanken hinter den Maastricht-Kriterien entsprochen hat.

Mary F.
00
13.2.2012, 18:51
Seh ich auch so

Das Problem liegt halt darin, dass wir einen Automatismus haben, der dazu fuehrt, dass die Ausgaben mit den Einnahmen steigen. Also ein strukturelles Problem

GTV916
 
00
13.2.2012, 12:46
Der alte Lauser finanziert durchaus ...

... Projekte, die Sinn machen.

Das es einseitig nicht funktionieren kann, ist wohl nur denjenigen nicht einsichtig, die es nicht verstehen WOLLEN, - was wieder zu starren ideologischen Positionen zurückführt ;-)

Dr. Seltsam
 
00
13.2.2012, 12:43

Sinnvolle Haushaltsdisziplin und das, was zur Zeit mit Griechenland passiert, sind definitiv 2 Paar Schuhe.

Wir erinnern uns: Die ersten "Hilfskredite" an Griechenland wurden mit 8% Zinsen vergeben. Da war von vorne herein klar, dass das zum Crash führen muss.

Griechenlands Wirtschaft wurde in eine komplett sinnlose Abwärtsspirale gezwungen. Hätte man gleich am Anfang den Schuldenschnitt und die Reduktion der Anleihezinsen umgesetzt und dann ein Programm zur Durchsetzung der Steuerdisziplin und zur Eindämmung des überbordenden Staatsapparats gestartet, wäre Griechenland heute bereits auf dem Weg der Besserung.

so so ....
11
13.2.2012, 09:56

Jetzt prügeln viele auf Soros ein. Aber er ist nicht der einzige, der so denkt, gottseidank.

Ich habe nie glauben können, dass die Stahlhelme in Deutschland alle anderen mundtot gemacht haben. Es ist eine Freude zu bemerken, dass ich da nicht so falsch gelegen habe.

http://nachrichten.finanztreff.de/news_news... id=8051089

Die Frage ist nur, ob die Schäden reversibel sind, die die schwäbische Hausfrau anrichtet.

cookieberlin
00
15.2.2012, 01:55

Zunächst wäre im Idealfall Ihre eigene Meinung interessant.
Die regelmäßig von Ihnen verlinkten unendlich vielen Zeitungsartikel, die hier Ihre offensichtlich unfähige Argumentation ersetzen sollen, sind teils bereits ausgeleiert oder unbrauchbar.
Wenn Sie uns außerdem Ihren ständigen Gebrauch von "Stahlhelmen" schlüssig näher bringen wollen...wen meinen Sie damit?

Knusper- Niki
10
13.2.2012, 09:53
so ein TROLL!!

Fritz Meyer
00
13.2.2012, 09:05
Der Heiner Geissler der Finanzwirtschaft.

Seit dem Ruhestand plötzlich ein "Weiser" und "Menschenfreund".

DieSchnecke
01
13.2.2012, 07:35
als ung. Fondsverwalter

würde er wohl mehr Gewinnmöglichkeiten - für sich - darin sehen wenn das Geld der Steuerzahler noch mehr 'verprasst' würde. der Edle

*...Pflichtfelder
24
13.2.2012, 01:48
Eines ist sicher

Es wir ein neues Wirtschaftssytem kommen, dass mit dem alten Zinsen auf Schulden System nichts mehr zu tun haben wird.

Und wir werden uns mit Kopfschütteln an die Zeit der Bankster zurückerinnern.

Ender Wiggin
00
13.2.2012, 10:36
da muss ich mir noch rechtzeitig ein Zinshaus

kaufen, am besten auf Schulden, die dann an Ihrem Tag X verschwinden....wer das Zinssystem abschaffen will, will privates Eigentum abschaffen. Das ist ok, aber sagen Sie das bitte auch immer deutlich dazu.

Entfesselter Prometheus
00
13.2.2012, 10:00
Glauben Sie das wirklich?

Ein Begleiteffekt des Geldsystems ist Überführung allen relevanten Eigentums in das Eigentum der Superreichen. Dies wird nun auch noch massivst beschleunigt durch das Fälligwerden von Sicherheiten für ausstehende, nicht mehr bezahlbare Kredite und durch Übergabe von noch gar nicht angedachten neuen Sicherheiten für neue Kredite, siehe Griechenland.

Um es kurz zu machen: Am Ende dieses Zyklus werden die Menschen kein relevantes Eigentum mehr besitzen und auf ihrem eigenen Planeten rechtlose Sklaven sein. Vollkommen abhängig von den Superreichen. Dazu kommt prekärerweise noch das völlige Unverständis über die Systemzusammenhänge. Die Menschen werden sich dieses System noch zurückwünschen, da es durch ein viel grausameres ersetzt werden wird.

*...Pflichtfelder
00
13.2.2012, 13:33

Die Eliten versuchen uns zu kontrollieren (ACTA, INDECT) damit sie weiter ungestraft Jugendliche, Familien und ganze Staaten in die Schuldenfalle treiben können.

Es wird ihnen nicht gelingen. Sie unterschätzen den Tsunami der kommt, wenn eine kritische Masse anfängt zu verstehen, was hier abläuft.

NONE
00
13.2.2012, 08:36

Solange indirekte Demokratie existiert, solange sehe ich schwarz.

Aber vielleicht meinst du ja das auch direkte Demokratie kommt, das wäre zu begrüssen.

(°)(°)
10
13.2.2012, 05:35

Du meinst, die paar die dann noch übrig sind und von denen keiner in der Lage ist eine Drehbank zu bauen?

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