"Ohne Rückzugsbereiche geht's nicht"

12. Februar 2012, 18:34
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Das neue Großraumbüro im Euro Plaza hat sich bewährt, sagt Elisabeth Prager-Müllner, Prokuristin bei Coca-Cola Europe

Das neue Großraumbüro im Euro Plaza (siehe Artikel) hat sich bewährt, sagt Elisabeth Prager-Müllner, Prokuristin bei Coca-Cola Europe, im Gespräch mit Wojciech Czaja. Allerdings muss einiges beachtet werden. 

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STANDARD: Coca-Cola und Triester Straße waren untrennbar miteinander verbunden. Warum haben Sie den alten Standort verlassen?

Prager: Wir waren mehr als 35 Jahre an diesem Standort. Durch die Osteuropa-Öffnung wurde die Wiener Niederlassung noch größer. Mittlerweile gibt es in Ungarn, Tschechien, Slowakei und Polen jedoch eigene Niederlassungen, und aus diesem Grund haben wir den Mitarbeiterstand in Wien von circa 280 auf circa 140 redimensioniert. Das alte Gebäude ist uns zu groß geworden.

STANDARD: Die Wahl fiel auf den Bürokomplex Euro Plaza. Was war ausschlaggebend dafür?

Prager: Wir haben uns mit Standortsuche sehr intensiv beschäftigt. CBRE London und Inter-Pool haben uns dabei begleitet. The Coca-Cola Company in Atlanta hat klare Vorgaben, was etwa das Sicherheitsbedürfnis betrifft. Das Euro Plaza verfügt neben einigen anderen qualitativen Merkmalen auch über Kameraüberwachung und 24/7-Security. Das gibt es in Wien nicht oft. Das hat die Liste der möglichen Objekte eingeschränkt.

STANDARD: Am alten Standort gab es Einzelbüros. Sie haben sich nun für das Modell Großraumbüro entschieden.

Prager: Das fördert die Kommunikation und Kooperation unter den Mitarbeitern und steigert somit die Zufriedenheit am Arbeitsplatz und die Effizienz. Nicht alle Mitarbeiter waren zu Beginn begeistert, aber nach einigen Wochen Erfahrung können wir bereits sagen, dass das neue Büro bei fast allen auf positive Resonanz stößt.

STANDARD: In Bezug auf Großraumbüros hört man immer wieder Klagen. Was muss man beachten?

Prager: Zu einem Open-Plan-Konzept gehören individuelle Rückzugsbereiche wie etwa Cafeteria, Besprechungsräume, sogenannte Quiet Booths für kleinere Besprechungen und Telefonkonferenzen sowie Booths zum Entspannen, also etwa für Power-Napping.

STANDARD: Wie groß ist das Verhältnis zwischen Büro und Booths?

Prager: Insgesamt haben wir 17 Besprechungsräume und 31 unterschiedlich gestaltete Quiet Booths für ein bis vier Personen. Ich kann mir nicht mehr vorstellen, wie ein Großraumbüro ohne dieses Angebot funktionieren kann. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11./12.2.2012)

ELISABETH PRAGER-MÜLLNER (50) studierte Betriebswirtschaft und ist Prokuristin für Coca-Cola Europe.

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    foto: coca-cola

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