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Wien - Für die Kunsthalle Wien wird künftig, wie berichtet, nicht der bisherige Verein, sondern eine zu errichtende GmbH im Besitz der Stadt zuständig sein. Diese Umstrukturierung ist auf gutem Weg: Der Notariatsakt liegt bereits beim Handelsgericht, die GmbH wird wohl bis Mittwoch im Handelsregister eingetragen sein - und sofort danach, so Franz Patay, ihre Tätigkeit aufnehmen.
Patay, Leiter des Hundertwasser-Kunsthauses, fungiert als interimistischer Geschäftsführer, da Gerald August Matt, der bisherige Direktor, ob zahlreicher Vorwürfe, die es zu prüfen gilt, drei Monate dienstfreigestellt wurde. Offiziell kann sich der Aufsichtsrat erst dann konstituieren, wenn die GmbH Rechtspersönlichkeit erlangt hat. Aber Patay habe bereits den Aufsichtsratsmitgliedern Terminvorschläge zukommen lassen.
"Das Wichtigste ist, dass es eine Kontinuität gibt", betont Patay. Das Beratungsunternehmen HLB Intercontrol wurde mit der notwendigen Due-Diligence-Prüfung beauftragt (die GmbH muss ja alle vom Verein abgeschlossenen Kontrakte übernehmen - von den Miet- bis zu den Dienstverträgen).
Zudem wird HLB die Vorwürfe gegen Matt untersuchen. Es gehe, so Patay, nicht nur um eine Wirtschaftsprüfung: "Natürlich ist die rechtskonforme Verwendung der Subventionen ein Thema. Es gibt ja Förderbedingungen, die einzuhalten sind. Auch der Vertrag von Matt wird geprüft." Wie berichtet, wird Matt vorgeworfen, Ressourcen der Kunsthalle für private Projekte verwendet zu haben - allerdings mit Billigung des Vorstandes. Franz Patay spricht von einer "komplexen Situation". Dennoch glaubt er, dass die Prüfung zeitgerecht abgeschlossen sein werde: "Am 31. März endet die Dienstfreistellung von Matt. Davor müssen wir eine Entscheidung treffen. Es müsste sich ausgehen."
Matt habe, so Patay, tatsächlich die Schlüssel und das Handy abgegeben und sein Büro nicht mehr betreten. Am 16. Februar wird um 19 Uhr in der Kunsthalle die von Matt und Angela Stief kuratierte Schau Urs Fischer eröffnet. (trenk, DER STANDARD - Printausgabe, 13. Februar 2012)
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