Fußball-"Sportschau" erst allein im Web: Für A1 "derzeit kein Thema"

12. Februar 2012, 18:13
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Eine Variante sieht Higlights der Samstagspiele exklusiv im Web vor

Berlin/Wien - Die deutsche Fußballbundesliga will bis Ende April ihre TV-Rechte für die nächsten vier Jahre vergeben. Erstmals schrieb sie eine Variante aus, die Highlights der Samstagspiele vor 20 Uhr exklusiv im Web statt der TV-Sportschau (ARD) vorsieht. Die Deutsche Telekom interessiert sich für die Web-Variante; die Medienaufsicht ZAK warnt, eigenes TV-Programm eines zu 15 Prozent der Republik gehörenden Konzerns vertrage sich nicht mit dem deutschen Verfassungsprinzip staatsfernen Rundfunks. Die deutsche Liga hofft auf 460 statt bisher 412 Millionen Euro pro Jahr, dazu 70 statt 47 mit Auslandsrechten.

Österreichs Liga will im Herbst für drei Jahre vergeben; man hofft auf 20 statt 17,5 Millionen pro Jahr (ORF und Sky). Hoffnungsträger: Dietrich Mateschitz' Servus TV decke das Land technisch breiter ab als noch 2010; ProSiebenSat.1 sieht man als Option. A1 winkt ab: "Derzeit kein Thema", sagt eine Sprecherin dem STANDARD. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 13.2.2012)

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