RWE-Manager

"Klimarat hat schwere Fehler gemacht"

Interview | Johanna Ruzicka, 12. Februar 2012, 19:02

Fritz Vahrenholt, prominentester Skeptiker des Klimawandels, über den Einfluss von Klimagasen und erneuerbare Energie

Standard: Sie waren als Umweltsenator ein strikter Verfechter des Klimawandels und sind jetzt, als Manager einer Stromfirma, zum Skeptiker geworden. Wie geht das? Ist dies nicht ein Fall von: 'Des Brot ich ess, des Lied ich sing'?

Vahrenholt: In dieser Frage schwingt eine Unterstellung mit, die ich nicht akzeptieren kann. Ich bin Vertreter der erneuerbaren Energien, und deshalb hat das eine mit dem andern nur insoweit zu tun, als ich feststellen musste, dass die Erträge der Windenergieanlagen zurückgegangen sind. Im Zuge des Klimawandels aber würde die Windtätigkeit zunehmen, hieß es immer vonseiten des UN-Klimarates IPCC. Deswegen habe ich begonnen, der Sache auf den Grund zu gehen, und bin in die Literatur eingestiegen.

Standard: Und zu welcher Erklärung der von Ihnen gemessenen Windstille kamen Sie?

Vahrenholt: Es gibt einen Zusammenhang zwischen starken Wintern, die sich in den letzten Jahren gehäuft haben, und der Sonnenaktivität. Im Zuge meiner Recherchen stellte ich dann außerdem fest, dass es in den letzten 14 Jahren nicht wärmer geworden ist.

Standard: Wie können Sie das behaupten? Dies steht allen Veröffentlichungen entgegen.

Vahrenholt: Ich habe mir die offiziellen Temperaturmessstellen angesehen. Es gibt vier solcher offizieller Messreihen (etwa www. woodfortrees.org), die übrigens auch das IPCC nutzt. Da sieht man: Es hat seit 1998 keinen Temperaturanstieg gegeben.

Standard: Selbst wenn dies stimmt: Klimatologen meinen, dass ein Zeitraum seit 1998 zu kurz ist für eine Klimawandel-Aussage.

Vahrenholt: Das schon. Trotzdem erwartet man eine Erklärung, weil ja schließlich das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) wegen der Nutzung der fossilen Energien ansteigt und die Temperatur nicht.

Standard: Sie meinen also, dass das IPCC lügt? Das kann doch nicht sein.

Vahrenholt: Der Klimarat hat meiner Meinung nach schwere Fehler gemacht. Alle Hinweise, die vom CO2 als Klimaerwärmer wegweisen und zu anderen Erklärungen wie etwa der solaren Aktivität hinführen, wurden unter den Tisch gekehrt. Die Erwärmungsphase der ozeanischen Strömungen, die es seit 1977 gibt, wurde komplett dem CO2 zugeschlagen. Wenn man dann die Zunahme des CO2 in der Atmosphäre einfach weiter fortschreibt, wie es das IPCC getan hat, dann kommt man zu so horrenden Erderwärmungsszenarien wie regelmäßig prognostiziert.

Standard: Sie kritisieren also die internen Abläufe im IPCC?

Vahrenholt: Ja. Die Zweifel, die manche Klimatologen regelmäßig angemeldet haben, kommen in den Berichtszusammenfassungen für Politik und Öffentlichkeit einfach nicht vor. Um das zu lesen, muss man sich durch die tausenden Seiten der Klimaberichte durcharbeiten.

Standard: Doch stehen Sie mit der Meinung, Treibhausgase seien keine Verursacher des Klimawandels, ziemlich alleine da.

Vahrenholt: Er gibt zahlreiche Wissenschafter, auf die ich mich stütze. Ich verneine nicht, dass CO2 zum Klimawandel beiträgt. Aber ich denke, dass die Natur, die Sonne, einen ebenso großen Einfluss auf den Klimawandel hat wie die vom Menschen zu verantwortenden Treibhausgase.

Standard: Sind solche Schlüsse nicht sehr bequem für unsere Gesellschaft und besonders für die Energiewirtschaft?

Vahrenholt: Die Prognosen fallen natürlich weniger katastrophal aus, wenn die Erderwärmung von den prognostizierten vier Grad plus bei nur ein Grad zu liegen kommt. Das ist zwar auch viel, aber halt keine Katastrophe.

Standard: Die Notwendigkeit, eine alternative Energiepolitik einzuleiten, bleibt?

Vahrenholt: Die CO2-basierenden Energien Kohle, Öl und Gas müssen zurückgedrängt werden, weil sie ja trotzdem einen Beitrag zum Klimawandel leisten, wenn auch nicht in dem Umfang wie angenommen. Und außerdem werden sie den Menschen in 50, 100 Jahren nicht mehr zur Verfügung stehen, wenn sie weiterhin in dem Ausmaß verbrannt werden wie derzeit. Es gibt also viele Gründe, in erneuerbare zu investieren. Auch, weil wir die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten aus nicht demokratisch regierten Ländern zurückschrauben müssen. (Johanna Ruzicka, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 13.2.2012)

 

FRITZ VAHRENHOLT hat zusammen mit Sebastian Lüning ein vieldiskutiertes Buch, "Die kalte Sonne" (Hoffman und Campe), geschrieben, in dem er die Thesen des Weltklimarates zur Erderwärmung infrage stellt. Vahrenholt ist studierter Chemiker und war als Umweltsenator Hamburgs Verfechter des Klimawandels. Jetzt ist der 63-Jährige Vorstandsvorsitzender der RWE Innogy, des für erneuerbare Energien zuständigen Zweiges des deutschen Energieversorgers.

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chg4711
01
Kollektiver Irrtum ?

Es gehört zum natürlichen Mechanismus des Gruppendenkens, dass andersdenkende ausgegrenzt werden.
Das war schon immer so und wird immer so sein.
- Jedoch: Die Mehrheit hat nicht immer recht!
In Kenntnis dieser Tatsache sollte der Meinung von Querdenkern Raum gegeben werden um zu verhindern kollektiven Irrtümern zum Opfer zu fallen.

Dance
10

Wie redlich ist Vahrenholts Buch?

http://www.klimafakten.de/sites/def... _sonne.pdf

°<°~~
00
29.2.2012, 09:38
Ohne Worte, weil selbsterklärend:

http://tinyurl.com/7wl583x

Systemsklave
02
29.2.2012, 23:20

Ich frag mich nur wie es zwischen 1910 und 1940 um 0.6 Grad wärmer werden konnte - da sind doch noch gar keine SUVs herum gefahren...

°<°~~
00

Und du meinst, du bist das erste Genie, dem das aufgefallen ist?

Z.B. folgendes lesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Glob... .C3.B6hung

oder gleich hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Glob... ntnisse.3F

Systemsklave
00

www.kaltesonne.de

Ich halte die Argumente für sehr schlüssig.

...und die Versuche die Autoren in die Ecke der Verschwörungstheoretiker zu drängen für einfach nur noch peinlich.

°<°~~
00
Privater Okkultismus

Kaum jemand glaubt, er kann einem Mathematiker erklären, dass seine Beweisführung Mist ist. Aber viele glauben, nach ein paar Stunden Beschäftigung mit dem Thema Klimaerwärmung, klüger als die überwältigende Mehrheit der Wissenschafter (97%!!!, nachlesbar im 2. Link) zu sein. "Ich glaub' das aber nicht, weil..." ist nur eine Aussage über deinen privaten Okkultismus, keine über den wissenschaftlichen Gegenstand. Dazu fehlt dir - und mir natürlich auch - jegliche Qualifikation.

Irgendwann muss man letztlich auch auf die Wissenschaft hören, nachdem das Thema seit 30 Jahren mehr oder weniger gegessen ist.

Natürlich kann es immer wieder mal neue Erkenntnisse geben: dann bin ich der Erste, der sich darüber freut oder auch nicht, je nachdem.

Systemsklave
00

Das gute ist: In 10 Jahren Wissen wir ob die Autoren dieses Buches recht hatten oder nicht.

Und bitte nicht heulen wenn die Katastrophe ausbleibt.

°<°~~
00

Den Satz habe ich schon vor 30 Jahren gehört, als alle Welt über den Club of Rome gelacht hat.
Und: heulen wirst du. Nein, auch nicht, dann fällt dir sicher eine andere Ausrede ein, warum 97% der Wissenschafter sich mit deinem Ärmelschüttel-Intellekt nicht messen konnten.

Systemsklave
00

Erstens sind wir nicht per du. Und zweitens geht es hier nicht um meinen Intellekt, sondern um jenen des Herrn Vahrenholt - und der scheint mir doch um einige Zehnerpotenzen über dem Ihrigen zu liegen.

Haben Sie überhaupt geschnallt, dass Herr Vahrenholt, der hier im Standard interviewt wurde, einer von 2 Autoren des Buches ist, welches auf www.kaltesonne.de präsentiert wird? Wissen Sie überhaupt wer das ist? Und was seine Standpunkte sind? Vermutlich nicht. Macht nichts. Alles und jeden, der auch nur den Hauch einer Abweichung vom offiziellen Klimaevangelium andeutet in blinder Wut attackieren ist ja auch viel wichtiger...

Mann, bin ich froh dass es keine Hexenverbrennungen mehr gibt. Ich hätte glatt Angst um mein Leben....

°<°~~
00

Erstens bin ich seit meinem ersten Posting per du. Das ist so üblich in Foren. Zweitens ist es mathematisch unmöglich, um "einige Zehnerpotenzen über meinem Intellekt zu liegen." Aber sicher irre ich mich auch hier und 100 mal 10^3 ergibt wahrscheinlich eine vertretbare Größe des IQ.
Und drittens interessiert mich natürlich nicht, was auf *.de steht. Das ist deren Marketingseite. Na, spinn' ich denn?
Aber dass 97% der Wissenschafter die Aussage bestätigen, wonach "die menschlichen Emissionen von Kohlendioxid einen wichtigen Bestandteil des Klimasystems darstellen und wenigstens teilweise für die Erwärmung der letzten Jahrzehnte verantwortlich seien", interessiert dich nicht die Bohne. Alles Idioten.

Ich weiß. Ciao.

Systemsklave
00

Oje, Sie sind ein schwieriger Fall.

Schauen Sie sich ein wenig hier im Forum um, sie werden bemerken dass keineswegs alle per du sind.

Ihre Vorgehensweise lautet also: Man braucht sich die Argumente jener, die eine andere Meinung vetreten garnicht ansehen? So ist eine sachliche Diskussion natürlich nicht möglich.

Zum Thema: Auch Herr Vahrenholt bestreitet nicht, dass CO2 einen gewissen Einfluss auf das Klima hat. Nur halt bei weitem nicht jenen, der eine CO2-Hysterie, wie sie derzeit stattfindet, rechtfertigen würde. Er kommt in seinen Berechnungen auf 1 Gard Erwärmung in den nächsten 100 Jahren (statt 4). Das ist nicht nichts, aber halt keine Katastrophe.

°<°~~
00

Nunja, oft kommt es auf den Einstieg an: bei dir war das ein kindisches Argument: "SUVs vor 1940". Da bin ich automatisch in die fürsorgende Schreibweise gefallen.
Du hast mich bis zum letzten Posting kein einziges Mal direkt angesprochen, nicht mit "du" und nicht mit "Sie", das ist formal auch nicht korrekter als mein "du".
Du bist noch auf kein Argument, obwohl einstweilen dreimal wiederholt, eingegangen, und wirfst mir vor, deine Meinung nicht anzusehen? Welche? Du hast mir nur eine Marketingseite hingeworfen, ohne eine eigene Stellungnahme.
Und dann schreibst du: "Zum Thema:" Genau, bis dahin hast du nichts dazu gesagt. Ich auch nicht, ich habe auch keine Lust dazu: wie gesagt, 97% der Wissenschafter reichen mir.
ciao

aleph null
11
18.2.2012, 10:15
Ach so!

Die Redakteure des Standards glauben als auch, dass es in den letzten 14 Jahren wärmer geworden wäre.

Eine journalistische Tugend besteht darin, Daten zu recherieren. Wenn man das tut, kommt für die letzten 14 Jahre folgendes raus:

http://woodfortrees.org/plot/hadc... :168/trend

1000undeine8
11
18.2.2012, 15:56
aus dem handbuch für klimawandel-leugner, kapitel I: wie bescheiße ich mit temperatur-statistiken

die größte meteorologische fluktuation der erde sind el ninos. alle 3-5 jahre bricht der humboldt-strom mit kaltem tiefenwasser zusammen. die oberflächen-temperatur des pazifiks steigt um bis zu 3°C.

http://www-pord.ucsd.edu/~ltalley/... wr1982.pdf

dabei ändert sich der energiegehalt des systems nicht, aber bei geeigneter wahl des zeitraums lässen sich mit der fluktuation der luft-temperaturen eine abkühlung vortäuschen. ein besonders geeigneter anfangs-zeitpunkt ist 1998 mit dem wärmsten el nino des vergangenen jahrhunderts. diskussionen über längere zeiträume, über die sich mehrere el ninos leider zunehmend ausmitteln, sind unbedingt zu verweigern.

aleph null
12
18.2.2012, 21:49
Man kann es drehen, wie man will

Die Aussage, dass es in den letzten 14 Jahren nicht wärmer geworden ist, ist richtig,

Wenn man andere Zeiträume betrachtet, dann sieht es wieder anders aus; davon war aber nicht die Rede.

Und auch wenn man einen Zeitraum von 10 Jahren, 11 Jahren oder 9 Jahren betrachtet, so kommt vielleicht eine "Erwärmung" raus, die statistisch nicht signifikant ist, also keine Erwärmung ist.

Gegen diese Fakten kann man zwar sturmlaufen, ändern tut sich aber deswegen nichts.

1000undeine8
20
18.2.2012, 22:19

es läuft niemand "dagegen sturm". die redakteurin, der sie mangelnde journalistische tugend vorwerfen, hat nirgendwo behauptet, dass es in diesem 14 jahre wärmer hätte werden müssen. sie hat darauf verwiesen, dass die lieblings-periode von vahrenholt, aleph null und anderen spinnern (variabel, aber bevorzugt beginnend um 1998) zu kurz ist.

aleph null
03
18.2.2012, 22:29
Hat sie eben nicht

"Vahrenholt: ...Im Zuge meiner Recherchen stellte ich dann außerdem fest, dass es in den letzten 14 Jahren nicht wärmer geworden ist.

Standard: Wie können Sie das behaupten? Dies steht allen Veröffentlichungen entgegen. "

Wo gibt es bitte "alle" Veröffentichungen, die besagen, dass es in den letzten 14 Jahren wärmer geworden wäre?

Nirgends, weil es eben in den letzten 14 Jahren nicht wärmer geworden ist.

aleph null
00
18.2.2012, 22:48
Eine Frage noch?

Wo hat die Standardredakteurin "darauf verwiesen, dass die lieblings-periode von vahrenholt, aleph null und anderen spinnern (variabel, aber bevorzugt beginnend um 1998) zu kurz ist."?

Auch das ist nirgends aus dem Interview ablesbar, sondern eine sehr freizügige Interpretation ihrerseits.

1000undeine8
00
18.2.2012, 23:05

"Vahrenholt: Ich habe mir die offiziellen Temperaturmessstellen angesehen. Es gibt vier solcher offizieller Messreihen (etwa www. woodfortrees.org), die übrigens auch das IPCC nutzt. Da sieht man: Es hat seit 1998 keinen Temperaturanstieg gegeben."

"Standard: Selbst wenn dies stimmt: Klimatologen meinen, dass ein Zeitraum seit 1998 zu kurz ist für eine Klimawandel-Aussage."

so nebenbei: woodfortrees ist keine "offizielle messreihe". vahrenholt entlarvt sich nicht nur mit seinen 14 jahren als scharlatan.

aleph null
00
18.2.2012, 23:43
Woodfortrees hat von sich auch nie behauptet, eine offizielle Messreihe zu sein

Allerdings stellt wood4trees offizielle Messreihen zur Verfügung.

Wenn es wärmer oder kälter wird, ist halt nicht immer der Mensch schuld:

http://www.kladeradatsch.de/resources... rKlima.jpg

1000undeine8
00
19.2.2012, 00:49

das stetig sinkende niveau ihre argumente spricht bände: die nicht enden wollende wiederholung von der "abkühlung" seit 1998, weiter unten ein youtube-video zum thema homöopathie (!), jetzt ein cartoon…

aleph null
00
19.2.2012, 06:30
Das Problem schein eher zu sein,

dass Sie nicht in der Lage sind, einen anderen Standpunkt zu begreifen. Ihr Vorwurf läuft letztendlich darauf hinaus, dass Sie Randi die Kompetenz absprechen.

Sie gehen dabei nicht anders vor, als ein Würdenträger einer Kirche, der dem Atheismus jegliche Berechtigung abspricht, weil die meisten Atheisten die hlg. Schriften nicht so genau kennen. Hört man ja immer wieder: die Ungläubigen sollen doch die Schriften erst ganz genau lesen usw.

Ihre Argumentation befindet sich auf ganz genau gleichem Niveau.

1000undeine8
00
19.2.2012, 10:25

einfach nur zu behaupten, ich glaub das alles nicht, das ist zuwenig. das ist reines glauben. zumal randi ja durchaus zugesteht dass es den treibhauseffekt gibt. wenn er glaubt, er sei nur so oder so groß, wird er nicht umhin kommen, beweise für seien these vorzulegen: messungen, berechnungen etc.

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