Gasengpass in Deutschland

12. Februar 2012, 17:16
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Die Liefermangen sollen 25 bis 30 Prozent unter dem üblichen Niveau liegen, in Österreich ist die Lage stabil

Berlin/Wien - Die österreichischen Gaslieferungen aus Russland liegen nach wie vor auf reduziertem Niveau ohne dass es offenbar zu echten Ausfällen kommen: "Wir gehen in Richtung Normalsierung, sind dort aber noch nicht angelangt", sagte OMV-Sprecher Johannes Vetter. Im Vergleich zur Wochenmitte habe sich zuletzt keine wesentliche Änderung ergeben.

In Deutschland haben hingegen die Lieferengpässe bei Gas und Strom zu einer angespannten Versorgungslage besonders in Süddeutschland geführt. Das deutsche Bundeswirtschaftsministerium bestätigte am Sonntag in Berlin entsprechende Presseberichte.

Hauptgrund für die angespannte Lage ist nach Medienberichten die Kürzung von Gaslieferungen durch den russischen Energiekonzern Gazprom. Deswegen reduzierte laut "Wirtschaftswoche" der deutsche Verteiler Open Grid Europe den Weitertransport Richtung Süddeutschland auf die vertraglich vereinbarte Mindestmenge. Als Folge davon habe die Gasversorgung Süddeutschland (GVS) die Belieferung ihrer Kunden einschränken müssen. Das Unternehmen habe seine Abnehmer "dringend" darum gebeten, "alle zur Reduzierung ihres Bezugs aus dem Netz zur Verfügung stehenden Maßnahmen anzuwenden".

Netzbetreiber berichteten von Liefermengen, die zwischen 25 und 30 Prozent unter dem üblichen Niveau lagen. Weil wegen der Kältewelle die Nachfrage besonders groß ist, sei es in dieser Woche in Süddeutschland immer wieder zu Lieferausfällen gekommen. (APA)

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