Niederösterreich

Vorwürfe gegen Feuerwehrchef wegen teuren Dienstautos

13. Februar 2012, 11:17

Buchta soll für privat finanzierten BMW Behördenrabatt in Anspruch genommen haben - NÖ Landesfeuerwehrkommando: "Unwahre Behauptungen"

St. Pölten - Gegen den Präsidenten des Bundesfeuerwehrverbandes und NÖ Landesfeuerwehrkommandanten Josef Buchta sind Vorwürfe im Zusammenhang mit Fördermissbrauch bei der Anschaffung eines Dienstwagens laut geworden. Buchta soll sich beim privaten Kauf eines Neuwagens einen Förderrabatt für die ehrenamtliche Organisation im Ausmaß von 48 Prozent "erschlichen" haben, so die Tageszeitung "Kurier" am Sonntag. Beim NÖ Landesfeuerwehrkommando zeigte man sich "bestürzt" über die "unwahren Behauptungen" und drohte mit rechtlichen Schritten, sollte nicht eine Richtigstellung erfolgen.

Luxuswagen als Dienstauto

Die Vorwürfe des "Kurier" im Detail: Buchta soll bis Jänner einen BMW 530 Grand Touring mit einem Listenpreis von fast 97.000 Euro gefahren sein und diesen dann - nach nur einem Jahr - gegen einen Neuwagen desselben Modells eingetauscht haben. Danach befragt habe der Landesfeuerwehrkommandant zunächst angegeben, der Wagen sei nach einem Wildunfall praktisch ein Totalschaden gewesen, so die Zeitung. Dies habe sich bei Recherchen aber als falsch herausgestellt, der Wagen sei vom Händler um 72.000 Euro zum Weiterverkauf angeboten worden.

Damit konfrontiert soll Buchta dann zugegeben haben, den Wagen zwar privat finanziert, aber aufs Landesfeuerwehrkommando angemeldet zu haben, um den Behördenrabatt zu nutzen, der 48 Prozent beträgt - im Fall des BMWs ein Preisnachlass um fast 50.000 Euro. "Offiziell bekommt man den Rabatt ja nicht. Wir haben den Behördenrabatt natürlich ausgenützt, das ist klar", wurde der Feuerwehrchef in dem Blatt zitiert. Den Betrieb des Fahrzeugs habe er aus seiner Aufwandsentschädigung finanziert.

Dem Bericht zufolge entstand bei dem Eintausch der Autos ein Gewinn von 20.000 Euro - wer diesen erhalten habe, sei aber unklar. Buchta bestritt im "Kurier" jedenfalls, etwas von dem Geld gesehen zu haben. Das neue Auto wolle er in einigen Monaten aber mit in die Pension nehmen.

Eine Flotte BMWs

Beim NÖ Landesfeuerwehrkommando betonte man am Sonntag, dass sich der Kommandant die Anschaffung und den laufenden Betrieb dieses und des vorherigen Dienstwagens freiwillig und selbst finanziert habe. Der öffentlichen Hand seien keine Kosten entstanden. Die Berichterstattung stelle "grundlos" die ehrenamtlichen Leistungen von hunderttausenden Mitgliedern und die effiziente Verwaltung der Organisation infrage.

Zum Vorwurf, dass auch die Bezirksfeuerwehrkommandanten mit 20 BMW des Typs X3 bestückt werden, hielt man fest, dass "grundsätzlich alle Fahrzeuge, von der Landes- zur Ortsebene, nach den Grundsätzen des Bestbieterprinzips" angeschafft würden und dass es durch das "große Entgegenkommen der Automobilindustrie" möglich sei, "qualitativ hochwertige Fahrzeuge anzuschaffen, die den hohen Belastungen und Kilometerleistungen des Feuerwehrdienstes gewachsen sind und gleichzeitig durch einen hohen Wiederverkaufswert das Budget der Feuerwehren entlasten". (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 119
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politisch verfolgt
01
13.2.2012, 18:49
alles nur aufgebauschte einzelfälle,

unglückliche verkettungen, ärgerliche mißverständnisse.
bitte es weiß doch jeder, daß es korruption nur in südeuropa, aber nie und nimmer in wien, niederösterreich oder tirol gibt.

Kampfposter
00
13.2.2012, 16:22
Unfassbar!

"... hohen Belastungen und Kilometerleistungen des Feuerwehrdienstes ". Unglaublich frech, wie man an schöne Autos kommen kann.

Rührei aus der Walachei
00
13.2.2012, 16:21
Vorwürfe gegen Feuerwehrchef wegen teuren Dienstautos

So ein Löschfahrzeug kostet aber leider einmal 200.00 bis 300.000 Euro.

Toni Gruber
00
13.2.2012, 16:16

was ist daran so schlimm wenn ihm die Feuerwehr mit ihrem Flottenrabatt ein Auto besorgt?
Und diese Hetze wegen der BMW X3 für die Bezirksfeuerwehrkommandanten ist auch sinnlos, die sollen ja bei Großbränden auch in entlegenen Gegenden früh ankommen, wieso nicht?

Hueher
15
13.2.2012, 11:30
Es ist ein Schaden entstanden, ja !!!

nähmlich ein "Imageschaden" der freiwilligen Feuerwehren in Ö !!! Warum "muß" ein Boss solchen Dienstwagen eigentlich haben?? Es gibt die normalen Kommandofahrzeuge wenn es dienstlich sein muß, aber dieser feine Herr dachte dabei schon an seine Pension und dann braucht er zum Angeben diesen dicken Protz-Pkw, der in bestimmten Kreisen eigentlich nur ein "KEBAP-Ferrari" genannt wird........."host mi" ??!!

Und die dummen sind dann die EHRLICHEN freiwilligen Feuerwehrmänner die freiwillig und unentgeldlich dort arbeiten............ ein "feiner Zug" des Herrn Feuerwehrbosses aus Tulln

der elch mit dem kelch
02
13.2.2012, 11:22
Geh, des Auto hat doch eh Rosenbauer bezahlt

Die lassen Ihre besten Kunden sicher nicht verkommen.

dr.no3
00
13.2.2012, 12:03
aber die müssen doch nur korrumpieren weil

das kartell aufgeflogen is

Anfang 2011 verhängte das deutsche Bundeskartellamt gegen die Rosenbauer-Gruppe, die Schlingmann GmbH & Co. KG sowie die Albert Ziegler GmbH & Co. KG wegen verbotener Preis- und Quotenabsprachen seit 2001 Bußgelder in Höhe von insgesamt 20,5 Mio Euro[4], sowie weitere 17,5 Mio Euro gegen den Mitbewerber Iveco Magirus[5].

http://de.wikipedia.org/wiki/Rose... rnehmen%29

Truth is a Troll
91
13.2.2012, 11:03

Und nächste Woche:
Angestellter der Wiener Linien Benutz nach Dienstschluss Hebebühne für private Autoreperatur.

BK W. Shoyssel
10
13.2.2012, 11:02
Ich kann nicht so viel fressen,

wie ich kotzen möchte.

(c) Max Liebermann

BK W. Shoyssel
00
13.2.2012, 10:56
klarer Fall von Ein-Buchta den Moppel

aber bitte schnell

Doc Steel
01
13.2.2012, 09:50
ein "dienstwagen"

wird selbst angeschafft?

fährt der dann auf km-geld?

seit wann ist die feuerwehr eine behörde?

die ganze sache stinkt zum himmel!

tri tra trallala
00
13.2.2012, 09:56
Was glauben sie denn, was die Feuerwehr ist ?

Ein Sportverein ?

Doc Steel
00
13.2.2012, 17:24
eher noch ein verein.

aber sicher keine behörde.

tri tra trallala
00
13.2.2012, 18:35
sagen wir

eine "Körperschaft öffentlichen Rechts"
D.h. eine Organisation, deren Aufgabe und Wirkungsweise durch GESETZE geregelt ist im vgl. zu einem Verein, der nur den Vereinsstatuten untersteht.

Was unterscheidet die Feuerwehr dann von einer Organisation mit behördlichem Auftrag ? Oder stoßen sie sich wirklich nur an der Bezeichnung "Behörde" ?

Kremser
00
14.2.2012, 07:31

Der Verein Feuerwehr wurde tatsächlich zur Körperschaft öffentlichen Rechts erhoben. Es ist schon lange her, kann mich allerdings noch daran erinnern wie aus diesem Anlaß den Feuerwehrhäuptlingen der Kamm geschwollen ist. (Unserer faselte da gar noch was von Bewaffnung der Feuerwehr als nächsten Schritt daher)

verleih nix
08
13.2.2012, 09:31
ja und? so arbeitet die öffentliche hand in niederösterreich. das hat doch bis gmünd hinauf schon jeder mitbekommen.

G. Bitte!
30
13.2.2012, 08:45

Kann mir bitte jemand erklären wo hier ein schaden entstanden ist? BMW hat Rabatt gewährt und er hat das Fahrzeug privat bezahlt. Wo ist das Problem? Ich selbst habe bei BMW bei einen privaten Neukauf 38 Prozent Rabatt ausgehandelt. Ohne irgendwelche connections. Es wird doch keiner so ein Auto zum Listenpreis kaufen!?

t 3
 
02
13.2.2012, 12:06
abgabenhinterziehung?

versuchen sie das doch einmal mit ihrer privaten firma, und fragen sie dann das finanzamt, wie es dazu steht.

zudem ist der eintausch nach nur einem jahr gegen ein neues auto, das ihm nun privat gehört (angeblich wegen totalschaden, was offensichtlich eine lüge war), schon höchst suspekt, und die tatsache, dass dabei im wiederverkauf - und nur wegen des behördenrabatts - ein beachtlicher gewinn erzielt werden soll, lässt auch nur darauf schliessen, dass da jemand eine ziemlich gute idee gehabt hat.

wenn sich ein paar spezis etwas basteln, wo "alle" etwas davon haben, dann zahlt üblicherweise immer der staat drauf. weil von nichts kommt ja bekanntlich nichts...

Amalrich
 
00
13.2.2012, 09:30

Schaden für den Staat: weniger Einnahmen durch die Nova und MwSt.

Simplicius Simplicissimus
00
13.2.2012, 10:06
Das "ersparte" Geld ...

... wird aber für andere Dinge ausgegeben. Es entsteht also kein Schaden. Im Gegenteil, denn das Geld bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Region.

Amalrich
 
02
13.2.2012, 11:19

Mit diesem Argument können wir aber den "Pfusch" auch gleich legalisieren...

Johannsdottir
00
13.2.2012, 10:04

Meine güte!!

Amalrich
 
01
13.2.2012, 13:41

Sie sagen "Meine Güte"! Aber wenn dass jeder Feuerwehrpräsident (oder Häuptling ähnlicher Organisationen) samt seiner Nachkriecherschaft macht, dann entgehen dem Staat Steuern. Wenn dem Staat die Steuern fehlen, dann dürfen Sie dreimal raten wer diese Steuern dann berappen darf, damit der benannte Häuptling eine Luxuskarosse fahren kann. Wenn's für ein Einsatzfahrzeug wäre, hätt ich noch ein Einsehen - aber nur weil der Herr Präsident seinen Ständer privat im BMW 530 spazieren fahren will? Aber sicher nicht!!!

G. Bitte!
00
13.2.2012, 15:12

Wenn man ihrer Logik folgen würde wäre jeder von einem Händler gewährte Rabatt grundsätzlich Betrug am Staat. Die Frage ist: Was wollen wir damit erreichen? Dass ein Händler nicht mehr selbst entscheiden darf welchen Preis er mache?

Amalrich
 
00
13.2.2012, 15:33

Grundsätzlich sehe ich hier ja kein Problem. Aber dann soll BMW der Privatperson Buchta den Rabatt gewähren und nicht den Umweg über die Feuerwehr nehmen. Eher scheint hier ein altes österr. Sprichwort zu ziehen: Eine Hand wäscht die andere, und beide das Gesicht...

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