Schiedskomission: Keine Diskriminierung bei Rektorswahl

12. Februar 2012, 12:42

Unterlegene Kandidatin Hochleitner sah sich aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt

Innsbruck - Die Schiedskommission der Medizinischen Universität Innsbruck hat die Beschwerde des Arbeitskreises für Gleichbehandlung wegen Diskriminierung der Rektorsanwärterin Margarethe Hochleitner bei der Wahl im Jahr 2009 durch den Uni-Rat abgewiesen. Dies teilte die Uni Samstagabend in einer Aussendung mit. Die Kommission halte in ihrem Bericht fest, dass es zu keiner Diskriminierung aufgrund des Geschlechts gekommen sei. Der amtierende Rektor Herbert Lochs war Hochleitner damals vorgezogen worden.

Der Uni-Rat der Medizinischen Universität hatte im April 2009 aus einem Dreier-Vorschlag Herbert Lochs zum neuen Rektor gewählt. Die damalige Vizerektorin Hochleitner, die ebenfalls im Vorschlag war, kam nicht zum Zug. Eine Beschwerde des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen wurde vom Wissenschaftsministerium zurückgewiesen, woraufhin die Bundes-Gleichbehandlungskommission (B-GBK) eingeschaltet wurde, und diese eine Diskriminierung Hochleitners aufgrund ihres Geschlechtes gegeben sah. Danach war die Schiedskommission mit einer abermaligen Prüfung beauftragt worden. (APA)

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13 Postings
kindergarten...

Wer einmal in einer Vorlesung dieser Frau gesessen ist, weiß, dass es die richtige Entscheidung war, sich gegen sie zu entscheiden..

Während Hr. Lochs ja gerade mit Professionalität glänzt

Fr. Hochleitner ist modisch etc. sicher kein highlight.

Allerdings war sie gut vernetzt in der Professoren+Ärzteschaft, nicht mit TILAK verbandelt, und ganz klar auf Verbesserung und der Uni und Abstellen der Missstände fokussiert. Weswegen sie den Job ja auch nicht bekommen hat.

Abstellen von Missständen...das meinst du aber nicht wirklich?

Gerade die Zeit der nach erfolgreichem Mobbing von Ex-Rektor Sorg (der das Arbeitsgerichtsverfahren später auf Kosten der Uni gewonnen hat) folgenden interimistischen Geschäftsführung von Hochleitner und Dierich war eine Ära der Missstände. Letzterer Professor wurde später übrigends von der Uni erfolglos auf Offenlegung seiner "Privateinkünfte geklagt, konnte sich aber mit einem Bagatellbetrag freikaufen und in die Pension flüchten. Hochleitener die als Personalvizerektorin bei brutalen Säuberungsaktionen im Betriebsrat mitgewirkt hat (da wurde zB. der stellvertretende Vorsitzende wegen eines Gerüchtes fristlos gekündigt), schwingt noch immer die Emanzenkeule gegen höher qualifizierte Kollegen.

Das Hr. Lochs mit Professionalität glänzt hab ich nicht gesagt..

Ich meine damit nur, dass ihre Vorlesungen (Gender Medizin, ein meiner Meinung nach doch wichtiges Fach), einfach dermaßen schlecht sind, dass gute 80% der Studierenden (Männlich + Weiblich!) während der VO den Hörsaal verlassen, und die meisten der restlichen Studenten, die am Ende der VO noch dasitzen, bereuen, dass sie nicht auch gegangen sind...

Wie gut sie als Rektorin wäre weiß ich nicht, damit hab ich mich ehrlich gesagt auch nicht befasst, aber ihre VO sprechen nicht für sie, das kann ich als Student an der MUI definitiv sagen.

"gut vernetzt"...

soll das positiv sein?

Veränderungen sind noch schwieriger wenn man von vornherein Teil diverser Gruppierungen ist.

Ist wohl naheliegender einen Externen zu holen der eben mit keinem "vernetzt" ist - der einen auch einen Blick von außen hat und fremde Strukturen im Ausland kennt.
Und von den "hard facts" war Hochleitner Lochs so derart unterlegen dass ihre Bestellung kaum zu rechtfertigen gewesen wäre.

"Vernetzt" wohl vor allem mit der grauen Eminenz D.

Und

nach dreijähriger Amtszeit, steht die Med-Uni vor dem Abgrund und muß wahrscheinlich durch einen Notanschluß an die LFU "gerettet" werden. Also, die "hard facts" sprechen eigentlich eindeutig gegen die damalige "Wahl" Lochs. Und die kommende Rektorinnenfrage ist durch die Zusammenlegung auch schon gelöst.

Ach so...

Dann müsste man den Rektor nur noch NACH seiner Funktionsperiode wählen können - nur blöd dass keine Zeitreisen möglich sind.

Was in seiner Periode passiert konnte man damals nicht wissen - genauso wenig weiß man heute was unter Hochleitner passiert wäre.
Aber man wusste, dass Hochleitner weniger Publikationen, keine Auslandserfahrung usw hatte.

"Ich glaube dass sie vielleicht besser gewesen wäre" ist kein "hard fact" sondern eine Vermutung die stimmen könnte, oder auch nicht.

liab

wie eisern sie behaupten, dass 'hard facts' irgendwas mit stellenbesetzungen zu tun haben.

Ist schon hervorragend was Hr. Lochs leistet, und an allen Misständen sind natürlich andere/Vorgänger schuld.

Die klassische österreichische Führungskompetenz^^

'hard facts' sind nicht das Wichtigste; Mir ist schon bewusst dass es bei Besetzungen auf Unis darum geht jemanden zu bekommen der einem nicht in den Schatten stellt und der nicht zu mächtig ist (oder bei dem man zumindest ein paar Leichen im Keller kennt - zur Sicherheit)

Aber wenn man Messbares ('hard facts') total ignoriert macht man sich lächerlich. Und bei der Rektorsfrage hätte man beide Augen zumachen müssen um Hochleitner zu nehmen - sie hätte eigentlich nicht in den Dreiervorschlag dürfen.

Und auch Ihre Glaskugelleserei ist liab:
Kein Mensch (ich fürchte auch Sie nicht) weiß ob Hochleitner mit ihren angeblich so genialen Soft-skills mit der Chaostruppe zurecht gekommen wäre.

eigentlich hat es sogar ganz offensichtlich eine diskriminierung hochleitners gegeben

wie sonst kann man sich erklären, dass eine person auf einen dreiervorschlag kommt, die nicht einmal die voraussetzungen der ausschreibung erfüllt hat (stichwort: auslandserfahrung).

ob diese diskriminierung zugunsten hochleitners allerdings aufgrund ihres geschlechts oder ihres engagements im arbeitskreis für gleichbehandlung erfolgte, entzieht sich meiner kenntnis.

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