"Business Remix"

Ubuntu will den Firmendesktop erobern

Andreas Proschofsky, 12. Februar 2012, 11:43
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Speziell angepasste Version von Ubuntu 11.10 veröffentlicht - Ohne Spiele und File-Sharing-Tools, dafür mit VMware View, Flash und Java

Während SUSE und Red Hat schon seit langem eigene Enterprise-Ausgaben ihrer Linux-Distributionen anbieten - und damit nicht zuletzt ihr finanzielles Auskommen sichern - pflegt man bei Canonical bisher eine andere Herangehensweise. Die "normalen" Ubuntu-Versionen, und da im speziellen die alle zwei Jahre erscheinenden "Long-Term-Support"-Ausgaben, werden an der Distribution interessierten Unternehmen ans Herz gelegt.

Remix

Das soll auch in Zukunft im Groben so bleiben - und doch nimmt man nun einen weiteren Schritt in Richtung GeschäftskundInnen vor: Wie Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth verkündet, gibt es ab sofort einen eigenen "Ubuntu Business Desktop Remix". Das Grundsystem ist dabei deckungsgleich mit der aktuellsten Ubuntu-Version - im aktuellen Fall Ubuntu 11.10 "Oneiric Ocelot" - allerdings wurde die Default-Softwareausstattung angepasst.

Umbau

Konkret entfernt der Business Remix eine Reihe von Komponenten, die in diesem Umfeld von geringerer Bedeutung sind als im privaten Umfeld, dazu gehören File-Sharing-Tools, Spiele und Social-Networking-Programme. Im Gegenzug landet von Haus aus aber einiges auf der Platte, das sonst erst nachinstalliert werden muss, etwa der VMware View Client aber auch Flash und Java. Zur zentralen Administration empfiehlt man die von Canonical angeboten Landscape Management Tools.

Updates

Der Hersteller betont, dass all die entfernten Komponenten leicht über das "Software Center" nachinstalliert werden können, auch die Updates erfolgen aus der gleichen Quelle wie jene für die Default-Installationen der Distribution. Insofern sei der Business Remix nur dazu gedacht, Unternehmen einen einfacheren Ausgangspunkt für ihre Installationen zu bieten.

Ablauf

Wer den Ubuntu Business Desktop Remix ausprobieren will, muss sich zuerst beim Hersteller registrieren. Dieser Schritt sei notwendig, da der Remix einige proprietäre Komponenten enthalten, die man ohne expliziter Zustimmung zu den Lizenzvereinbarungen nicht ausliefern dürfe, erklärt Shuttleworth. (apo, derStandard.at, 12.02.12)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 104
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Amdamdesdissemallepress
00
22.2.2012, 21:04

ubuntu wird immer schlechter...

Tofix67
00
14.2.2012, 21:27
...und es gibt noch andere Entwicklungen...

...die dazu passen!
Bald in Unity?

http://www.webupd8.org/2012/02/n... might.html

LeChacal
00
13.2.2012, 13:31
Firmen brauchen STABILITÄT und ZEIT.

Für eine Firma sind wertvoll:

a) Stabilität und vorhersehbar - das vermeidet das Vergeuden von Arbeitszeit der Mitarbeiter;

b) langer Support - was immer man über MS sagt, ihr Support IST lang, länger als bei den meisten Linuces;

c) benötigt wird ein funktionierender Upgrade-Weg.

Ubuntu wäre zweifellos ein guter Kandidat, v.a. LTS-Versionen mit der nun längeren Desktop-Support-Zeit, aber ich muss leider sagen, dran feilen müssten sie schon noch... Ich hatte nämlich noch keine einzige (!) Ubuntu-Installation, wo sich nicht irgendetwas wesentliches mit der Zeit selbst vernichtet hat. Einmal das Office, dann das Wireless, etc., etc. Sie müssen sich einfach mehr auf die QUALITÄT konzentrieren, dann bin ich überzeugt, dass es klappt.

aceFruchtsaft
06
13.2.2012, 14:55

Dass sich "irgendwas selbst vernichtet" ist doch eine klassische Windows-Spezialität. Aufgrund der super-übersichtlichen Registry und binärer Dateien wohin das Auge reicht, sowie der wirklich letztklassigen Fehlermeldung (danke für die nichtssagenden Hex-Codes) führt das irgendwann zu ziemlichen Aggressionen.

Ein Linux, das man mit einer LiveCD oder einem Texteditor nicht wieder richten kann, hätte ich hingegen noch nicht gesehen.

Der Upgradepfad für Windows schaut übrigens so aus: planieren und komplett neu aufsetzen. Oder gleich die HW mit rauswerfen. Wenn man noch Masochist ist kann man sich Späßchen wie USMT, EasyTransfer und wie auch immer die Tools noch heißen, rumärgern.

der Pinguin
 
01
13.2.2012, 14:14
stimmt.

ubuntu hat immer noch potential! aber es wird zeit dass dort mal was weiter geht. ich finde die qualität in ordnung, aber noch nicht zu 100% perfekt. zb bei uns in der firma liegt das share auf nen nfs server. seit einigen wochen zickt Libre beim öffnen von Dokumenten vom share rum (hängt für 5 sekunden, dann gehts wieder). kam wohl durch ein update... das sind halt solch dinge..

mike meyers
03
13.2.2012, 11:15

Für einen Firmendesktop wäre vor allem ein funktionierendes Upgrade zwischen den (LTS) Versionen notwendig. Dieser Remix ist ja bloß ein Meta-Paket, das ohnehin für die wenigsten Firmen exakt passt und deswegen erst wieder spezifische (De)Installationen notwendig sind.

Weil wir grad beim Thema sind: Hat hier jemand Erfahrung mit der Upgrade-Methode von Linux Mint? (Backup der Paketliste und Userdaten - Neuistallation - Pakete aus Paketliste installieren und Restore Userdaten)

der feuerrote frederik
00
12.2.2012, 20:03
Landscape?

Hat jemand Erfahrungen mit Landscape? Ist das auch bei unterschiedlichen Endgeräten (Net- & Notebooks, Desktops, Server) im Netzwerk sinnvoll und praktikabel?

mlu82
00
12.2.2012, 23:06
würd mich auch interessieren

ist das überhaupt frei zugänglich oder nur mit support-vertrag von canonical?

DerGenosse
00
13.2.2012, 09:21
Steht doch auf der Webseite

"You can buy Landscape as part of Canonical's Ubuntu Advantage support service."

https://landscape.canonical.com/

Peter Widzky
00
13.2.2012, 09:20

soweit ich weiß ist landscape kostenpflichtig

hab es allerdings noch nie im einsatz gehabt.

Search with Google
73
12.2.2012, 18:16
Wozu der Aufwand einer eigenen Distribution?

Wäre das nicht auch so, ausgehend von einem Standard-Ubuntu, viel einfacher erreichbar:

apt-get remove frickel-games frickel-filesharing-tools ...
apt-get install vmware flash java sonstige-frickel-business-tools ...

???

Reich sein muss sich lohnen!
00
12.2.2012, 22:50
Ungefähr der selbe Aufwand war für Canonical die "neue" Distribution

Es ist eben keine eigene Distribution, sondern ein Ubuntu, dass eben bei der Installation ein paar Pakete mehr installiert und dafür ein paar andere weglässt.

DerGenosse
14
12.2.2012, 20:18
Warum?

Weil Shuttleworth irgendwas brauchte, wo er "Enterprise Desktop" draufschreiben kann. Vielleicht sind aber auch Admins, die Ubuntu einsetzen, mit dem Paketmanagement einfach überfordert. Die haben sich zu sehr an die grafische Pracht von Unity gewöhnt und können außer dem Softwarecenter sonst nix bedienen.

Lobo Merunga
00
12.2.2012, 22:33
Das hat nichts mit Überforderung zu tun

Wenn ich als Admin die Standard-Version installiere, sind tausende Pakete dabei. Die suche ich doch nicht manuell ab und sag brauch-ich, brauch-ich-nicht, brauch-ich, ...

DerGenosse
01
13.2.2012, 09:25
Aber Canonical weiß, ...

... was Firma X für Pakete braucht? Diese Vorauswahl, die man großspurig "Enterprise Desktop" betitelt, ist nichts als heiße Luft. Welcher Administrator installiert bitte diesen Remix 1:1, ohne irgendwelche Änderungen vorzunehmen? Und wenn er das sowieso muss, dann kann er auch gleich die normale Version installieren und anpassen.

Search with Google
01
12.2.2012, 22:45

Also ich installiere immer die Minimal-Version und gebe dann genau die Pakete dazu, die ich brauche - aber bitte, jeder wie er mag.

Dennoch: ein 2-zeiliges Skript, dass die beiden von mir genannten Befehle enthält, muss genau einmal erstellt werden und könnte auf der Ubuntu-Homepage heruntergeladen und von allen Admins verwendet werden. Ich sehe wirklich keinen Sinn darin, eine eigene Distribution (jaja, ich weiß: Remix) herauszubringen.

Wenn es wirklich ein Problem mit den proprietären Komponenten gibt, dann wird das Skript vielleicht 20 Zeilen lang - das ändert aber nichts.

Das scheue Reh
03
12.2.2012, 19:54

Ich habe ein Frickelkurs in einem guten Frickelinstitut gemacht. Wenn man das Frickeln wirklich gelernt hat, dann fällt das Frickeln auch gar nicht schwer. Ohne Frickeln wäre mir auch sehr langweilig.

Als Alternative könnte ich natürlich meine Individualität mit einer stylischen Lifestyle Hardware aus dem gehobenen poweruser Segment zum ausdruck bringen.

michikklas
22
12.2.2012, 19:30

Hast du den Artikel nicht gelesen oder verstehst du ihn nicht?

werwolfi
21
12.2.2012, 18:41

Bitte Artikel nochmal lesen:

EXAKT DAS tun sie ja, daher auch nicht “Distribution“, sondern “Remix“.

Mode Biller
32
12.2.2012, 18:58

Was solln der Schas? *Lesen* auch noch? "Search with Google" beweist hier doch fortlaufend, dass er - irgendwie tippe ich auf "Mann" (oder eher "Männchen") - der einzige Durchblicker hier ist.

werwolfi
02
12.2.2012, 22:32

Jedenfalls hat er genug Zweitnicks, um meine unbestreitbare Aussage überwiegend rotzustricheln ;o)

Search with Google
00
12.2.2012, 22:55
Wenn ich mehrere Accounts hätte, ...

... würde ich sie doch verwenden, um meine eigenen Posts grün zu machen. Und nicht um jemanden, den hier ohnehin niemand mehr ernst nimmt, rot zu färben.

werwolfi
01
13.2.2012, 01:06

Du könntest natürlich auch deinen (angeblich) einzigen account dafür verwenden, nochmal den Artikel zu lesen, dann nochmal dein obiges Posting, und dann vielleicht einmal im Leben zuzugeben, dass du einen Fehler gemacht hast, anstatt andere Leute anzuschütten.

Kein Wunder, dass dich keiner ernst nimmt...

DieWahrheitistdenMenschenzumutbar
11
12.2.2012, 17:04
gerne...

...wenn sie es endlich schaffen dass es ohne Komplikationen upgraded. Bei mir läuft immer noch 10.10 weil alle Versuche da 11.4 drüber zu installieren ohne mounten der bestehenden Laufwerke sich aufhängen...
Das ich es auf einem frischen Rechner aufsetzen kann ist was für die Show...

jah fathead
00
13.2.2012, 09:06

Wie bitte soll ich apt-get etwas in eine Partition schreiben, die nicht gemounted ist?

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