US-Sängerin Whitney Houston ist tot

12. Februar 2012, 08:12

Todesursache bisher nicht bekannt - Popdiva starb im 48. Lebensjahr in einem Hotel in Beverly Hills

New York/Los Angeles - Die Sängerin Whitney Houston ist am Samstagnachmittag in einem Hotel in Beverly Hills bei Los Angeles gestorben. Sie wurde 48 Jahre alt. Die Todesursache war zunächst unbekannt. Houston litt aber seit vielen Jahren unter Drogen- und Alkoholmissbrauch und war im vergangenen Jahr erneut in einer Entzugsklinik.

Die Todesumstände sind rätselhaft. Eine Sprecherin Houstons bestätigte zwar den Tod der Sängerin, aber weder Ursache noch Zeit, ja nicht einmal den Ort. Erst später erklärte ein Polizeisprecher, dass die Sängerin in ihrem Hotelzimmer in Beverly Hills gestorben sei. Houston war wegen der Grammys in der Stadt. Am Sonntag werden die wichtigsten Musikpreise der Welt, von den Houston selbst sechs hat, in Los Angeles vergeben.

Zur Todesursache konnte Ermittler Mark Rosen anfangs nichts sagen, ein Verbrechen vermutete er aber nicht: "Wir haben keinen Hinweis auf eine Straftat von außen. Wir untersuchen noch, aber offenkundige Hinweise auf Gewalteinwirkung gibt es nicht", sagte Rosen am Abend vor dem Hotel, in dem noch die Leiche der Sängerin lag. Ob Drogen im Spiel gewesen seien, könne er nicht sagen. "Wir konnten im ersten Moment keine Hinweise finden, wir stehen aber noch ganz am Anfang unserer Untersuchung."

Rettungssanitäter hatten nach einem Notruf noch versucht, Houston wiederzubeleben. "Die herbeigerufenen Notärzte haben alles versucht, aber sie konnten nichts mehr tun", sagte Rosen. "Frau Houston wurde um 15.55 Uhr für tot erklärt." Das ist kurz vor 1.00 Uhr nachts österreichischer Zeit. Houston war Gast im Beverly Hilton, sagte Rosen. Jemand aus ihrem Umfeld habe den Notarzt gerufen. "Ich kann Ihnen nicht genau sagen, wer es war. Aber Freunde, Familie und Mitarbeiter sind anwesend und haben Frau Houston eindeutig identifiziert." Houston sei in ihrem eigenen Zimmer gefunden worden.

Autopsie geplant

Der Leichnam der Sängerin ist aus dem Hotel, in dem sie tot aufgefunden worden war, in ein Leichenschauhaus gebracht worden. Danach werde eine Autopsie durchgeführt, erklärte ein Sprecher der Gerichtsmedizin von Los Angeles, Brian Elias. Ein Termin für die Obduktion der Leiche stehe noch nicht fest, zuvor wolle man die Berichte der Ermittler abwarten.

Elias wollte sich nicht dazu äußern, wie Houstons Leichnam aufgefunden wurde. Der Promi-Internetdienst "TMZ.com" meldete, Houston sei in der Badewanne gelegen und möglicherweise ertrunken. Illegale Drogen seien ebenso wenig gefunden worden wie Hinweise auf etwaigen Alkoholkonsum im Hotelzimmer. Polizisten sollen aber "diverse Tabletten" gefunden haben. Eine Bestätigung gibt es dafür nicht.

Liebeshymne einer Generation

Houston galt als Superstar. Von der Mitte der achtziger Jahre bis weit in die Neunziger hinein war sie Gast in den Charts. Ihr Song "I Will Always Love You" für den Soundtrack "The Bodyguard" wurde die Liebeshymne einer ganzen Generation und ist weltweit die meistverkaufte Single einer Sängerin. Nachdem sie vor 21 Jahren vor dem Super Bowl, dem Endspiel der Football-Meisterschaft, in Tampa in Florida die Nationalhymne gesungen hatte, kam diese zum ersten und bisher auch einzigen Mal in die Popcharts.

In den vergangnen Jahren hatte Houston wiederholt mit Drogen, Alkohol und einer turbulenten Ehe mit dem R&B-Sänger Bobby Brown für Schlagzeilen gesorgt. Zuletzt war aber über neue Projekte Houstons spekuliert worden. Unter anderem war sie für die populäre Talentshow "The X-Faktor" im Gespräch. Dort sollte sie künftig als Jurymitglied auftreten, hieß es. Auch Stunden nach ihrem Tod meldete ihre eigene Website noch, Houston werde an einer der Grammy-Partys teilnehmen. Die ganze Hoffnung der Sängerin, und auch ihres Umfelds, schien aber auf "Sparkle" zu liegen. Der Film, der auf der Musikkarriere der "Supremes" basiert, soll im August in die Kinos kommen. (APA)

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    Whitney Houston ist im Alter von 48 Jahren gestorben.

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    Der US-Superstar befand sich zum Zeitpunkt des Todes wegen der anstehenden Grammy-Verleihung im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills.

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