Erfolgreiches Vastic-Debüt in Favoriten

11. Februar 2012, 17:54
155 Postings

Zur Ader gelassene Austria gewinnt gegen den Herbstmeister aus Ried - Gorgon war für die Veilchen der Matchwinner

Wien - Die Wiener Austria ist unter Neo-Trainer Ivica Vastic in der Fußball-Bundesliga wieder auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Zum Frühjahrsauftakt setzten sich die Favoritner am Samstag auch ohne ihre prominenten Abgänge Nacer Barazite und Zlatko Junuzovic in der 20. Runde zu Hause mit 2:0 (1:0) gegen die SV Ried durch. Für die im Vergleich zum Herbst stark veränderten Veilchen war es im ersten Pflichtspiel nach der Ära von Karl Daxbacher der erste Ligasieg seit 19. November 2011. Zum Matchwinner wurde Alexander Gorgon mit zwei Treffern zu Beginn (9.) und am Ende (84.) der Partie.

Doppelpack

Für den 23-Jährigen waren es die Saisontreffer Nummer zwei und drei, zuletzt hatte er am 28. August des Vorjahres (2:4 gegen Admira) eingenetzt. Damit kletterte die Austria vorläufig auf Platz drei und verkürzte den Rückstand auf das Spitzenduo Rapid bzw. Ried auf einen Zähler. Die Innviertler wiederum mussten nach neun Spielen en suite erstmals wieder eine Niederlage am Verteilerkreis hinnehmen.

Während Ried in gewohnter Formation aufs Feld kam, präsentierte sich die Austria abgesehen von der Defensive, wo lediglich der gesperrte Florian Klein fehlte, mit neuem Gesicht. Denn mit Michael Liendl und Neo-Veilchen James Holland im defensiven sowie Alexander Gorgon, Marko Stankovic und Marin Leovac im offensiven Mittelfeld standen Kicker in der Startformation, die mit Ausnahme von Gorgon unter Daxbacher zuletzt nicht zum Stamm gezählt hatten.

Linz nicht im Kader

Und wie sich in den Tests bereits abgezeichnet hatte, spielt Roland Linz trotz seiner sieben Saisontreffer in den Planungen von Vastic keine Rolle. Der 30-Jährige stand nicht einmal im Kader, als Solospitze agierte Neuverpflichtung Roman Kienast, der von Sturm gekommen war.

Violett ließ zwar eine erste Chance durch Casanova (2.) zu, zog gegen die etwas verschlafen wirkenden Rieder dann aber ein schnelles, druckvolles Kombinationsspiel auf. Die Belohnung folgte in der neunten Minute: Nach Vorarbeit von Kienast knallte Gorgon mit einem sehenswerten Volley den Ball von der Strafraumgrenze zum 1:0 ins Rieder Tor.

Die Austria, für die der ebenso trocken wie souverän auftretende Holland in der 23. Minute einen Ball in aussichtsreicher Position verstolperte, sah sich nach spätestens einer halben Stunde freilich mit wachsender Gegenwehr der Rieder konfrontiert. Trotz erhöhter Spielanteile blieben die Oberösterreicher vor der Pause aber harmlos und kamen nur noch zu einer Chance durch Hinum, dessen Flachschuss aber Beute von Lindner wurde (26.).

Zu harmlose Rieder

Der Seitenwechsel brachte wenig Neues, das Spiel verlor vielmehr an Kraft und verflachte mit Fortdauer. Nicht zuletzt die Verhältnisse auf dem kalten Grün sorgten für technische Fehler, die Austria stand in der Defensive besser als in der ersten Hälfte. Weitschüsse von Gorgon (57.) und dem Rieder Daniel Beichler (66.) blieben vorerst die einzigen Lichtblicke.

Die Schlussphase erstrahlte dann aber wieder in Violett. Erst konnte sich der für Kienast gekommene Dario Tadic in Szene setzen (75.), Gebauer musste kurz darauf einen herrlichen Weitschuss von Emir Dilvar in extremis entschärfen (77.). Tadic lieferte wenige Minuten vor dem Ende schließlich auch die Vorlage zum Endstand, Gorgon verwertete im Rutschen die Hereingabe seines Kollegen zum 2:0 (84.).

FK Austria Wien - SV Josko Ried 2:0 (1:0)
Generali Arena, 6.250, SR Harkam

Torfolge:
1:0 ( 9.) Gorgon

2:0 (84.) Gorgon

Austria: Lindner - Dilaver, Margreitter, Ortlechner, Suttner - Holland, Liendl - Gorgon (86. Simkovic), Stankovic (46. Jun), Leovac - Kienast (73. Tadic)

Ried: Gebauer - Rotpuller, Reifeltshammer, Riegler - Hinum, Hadzic, Schreiner - Lexa (74. Basala-Mazana), Beichler, Meilinger (60. Nacho) - Casanova (60. Zulj)

Gelbe Karten: Kienast, Liendl bzw. Riegler

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Torjubel der Austrianer um Alexander Gorgon, Michael Liendl,James Holland und Emir Dilaver. (vlnr.)

Share if you care.