ÖSV-Adler müssen sich geschlagen geben

11. Februar 2012, 17:53
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Koch, Kofler, Morgenstern und Schlierenzauer belegen beim Teamspringen in Willingen hinter Norwegen den zweiten Platz

Willingen - Die österreichischen Skispringer sind mit einem zweiten Platz im Weltcup-Teambewerb in Willingen in die Team-Tour gestartet. Martin Koch, Andreas Kofler, Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer mussten am Samstag zum Auftakt der mit 100.000 Euro dotierten Serie in Deutschland den Norwegern um 22,9 Punkte den Vortritt lassen. Die seit dieser Saison vom Tiroler Alexander Stöckl trainierten Skandinavier hatten auch zuletzt in Harrachov vor der ÖSV-Mannschaft gewonnen. Deutschland belegte den dritten Rang. Am Sonntag (14.45/live ORF eins) folgt ein Einzelbewerb.

Bei den Norwegern sprangen vor allem der 20-jährige Team-Debütant Anders Fannemel (133,5/124,5) und Vegaard Haukö Sklett (139,5/138,5) sehr stark. Sie übertrafen in ihren Gruppen die ÖSV-Springer Koch (119,5/123) und Morgenstern (133,5/131) deutlich. Kofler (119,5/123) und Schlierenzauer (138/137) reduzierten zwar gegenüber Rune Velta bzw. Anders Bardal jeweils den Rückstand, näher als 8,5 Punkte (zur Halbzeit) kamen die Doppel-Weltmeister von Oslo 2011 aber nicht heran. Die Skandinavier feierten einen Start-Ziel-Sieg. Im Rahmen der Team-Tour steht in Oberstdorf am 19. Februar als Generalprobe für die Skiflug-WM in Vikersund noch ein Skiflug-Teambewerb auf dem Programm.

ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner gratulierte den Norwegern und meinte, man dürfe bei so vielen Siegen mit einem zweiten Platz nicht unzufrieden sein. "Wichtig ist, dass wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wenn man gemeinsam so viel gewonnen hat, muss man auch einmal gemeinsam verlieren. Das ist wichtig für die weitere Entwicklung", erklärte der Tiroler. "Die Chancen waren da, aber es müssen gewisse Sachen zusammenlaufen und das war heute nicht immer der Fall." Im Nationencup führt Österreich weiter mit mehr als 1.800 Punkten Vorsprung auf Norwegen. (APA)

  • Gregor Schlierenzauer konnte die Kohlen nicht mehr aus dem Feuer holen.
    foto: epa/zucchi

    Gregor Schlierenzauer konnte die Kohlen nicht mehr aus dem Feuer holen.

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