Zwei weitere Kältetote in Österreich

11. Februar 2012, 13:06
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80-Jähriger in St. Michael und 66-Jähriger in Silz erfroren

Graz - In der steirischen Gemeinde Knittelfeld ist in der Nacht auf Samstag ein 80-jähriger Mann aus St. Michael tot vor dem Krankenhaus aufgefunden worden. Er war nur mit einem Pyjama bekleidet, obwohl in der Nacht Temperaturen um -10 Grad herrschten. Laut Sicherheitsdirektion dürfte neben der Kälte auch der allgemein schlechte Gesundheitszustand des Mannes zum Tod beigetragen haben.

Der 80-Jährige war seit 5. Februar wegen eines leichten Schlaganfalls stationär im LKH Knittelfeld. Aus bisher unbekannten Gründen verließ er am Samstag gegen 3.00 Uhr das Gebäude und dürfte unweit des Krankenhauses zusammengebrochen sein. Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge dürfte er etwa eine halbe Stunde dort gelegen sein, bis ihn Passanten fanden. Diese verständigten mehrere Ärzte und den Notarzt, die Reanimationsversuche blieben aber erfolglos. Ermittlungen zur genauen Todesursache laufen, Fremdverschulden schloss die Polizei aus.

In Silz in Tirol (Bezirk Imst) wurde unterdessen ein 66-jähriger Einheimischer in einem leerstehenden Haus tot aufgefunden. Der Obdachlose dürfte erfroren sein, bestätigte die Polizei einen Bericht der "Kronen Zeitung". Die Beamten sahen in dem Haus nach, weil der 66-Jährige sein Sozialgeld nicht abgeholt habe. Der Mann war am vergangenen Montag gefunden worden. Weil keine äußeren Anzeichen auf Fremdeinwirken festgestellt worden waren, wurde keine Obduktion angeordnet. Der Mann habe in dem Haus immer wieder Unterschlupf gesucht. (APA)

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