"OÖN": Sollte Strafe bis 2027 absitzen
Linz - Ein 46-jähriger Häftling hat sich am Mittwoch in
einer Toilette der Justizanstalt Garsten in Oberösterreich das Leben
genommen. Er sollte bis 2027 seine Strafe absitzen, wie die
"Oberösterreichischen Nachrichten" in ihrer Samstag-Ausgabe
berichteten.
Der Vorarlberger sei seit einem Jahr in Garsten untergebracht
gewesen. Am Mittwoch habe er wie gewöhnlich im Gefängnis für einen
externen Betrieb gearbeitet und war gegen 12.30 Uhr zur Toilette
gegangen. Als er nicht zurückkam wurde die Türe aufgebrochen und der
Tote gefunden, wurde Peter Prechtl, stellvertretender Leiter der
Vollzugsdirektion zitiert.
In oberösterreichischen Justizanstalten gab es seit Februar 2010
eine ganze Reihe von Selbstmorden, vor allem in Wels: Im Februar 2010
erhängte sich dort ein 30-jähriger Türke, der seine 28-jährige
Ex-Frau bei einem Streit umgebracht haben soll. Ein Jahr später
strangulierte sich ein 45-jähriger, der verdächtigt wurde, wenige
Tage zuvor im Streit einen Wirt erstochen zu haben. Im Juli 2011
erhängte sich ein 20-Jähriger mit seinem Gürtel. Im Oktober 2011 nahm
sich der Hauptverdächtige im Mordfall Paulina, der Stiefvater der
getöteten 14-Jährigen, mit der Kordel eines Wäschesachsacks das
Leben. (APA)