Videoaufnahme belastet Kapitän der "Costa Concordia"
11. Februar 2012, 09:40
foto: tg5, handout/ap/dapd
Noch unidentifizierte Crew-Mitglieder auf der Kommandobrücke der "Costa Concordia" in der Unglücksnacht.
Bezeugt die Verwirrung Schettinos nach der Havarie
Rom - Eine Videoaufnahme über die chaotischen Zustände auf
der am 13. Jänner vor der toskanischen Küste verunglückten "Costa
Concordia" nach der Havarie setzt Kapitän Francesco Schettino noch
mehr unter Beschuss. Aus Aufnahmen über die Vorfälle auf dem
Brückenkommando nach der Havarie, die vom italienischen TV-Sender
"Canale 5" veröffentlicht wurden, geht deutlich die Verwirrung
Schettinos hervor, der keine Initiativen ergriff, obwohl auf dem
Schiff Panik ausgebrochen war.
Als ihm seine Offiziere mitteilten, dass die panischen Passagiere
selbst die Schaluppen gelöst und ins Wasser gelassen hatten,
reagierte Schettino nicht. Die Offiziere sprachen miteinander,
während die Zustände an Bord immer chaotischer werden, Schettino
wiederum fasste keinen Beschluss.
Video als Beweismaterial
Angesichts der Passivität des Kapitäns während der kritischen Lage
drängten die Offiziere Schettino, den Generalalarm auszulösen.
Daraufhin wurde der Befehl erteilt, das Schiff zu verlassen. Noch ist
unklar, wer die Videoaufnahme gemacht hat, die als Beweismaterial für
die im Schiffsbruch ermittelnden Staatsanwälte von Grosseto dienen
soll.
Ein Gericht in Florenz hatte am Dienstag beschlossen, dass
Schettino unter Hausarrest bleiben muss. Ein Ansuchen auf Freilassung
wurde abgelehnt. Unterdessen wurde für den 3. März eine gerichtliche
Anhörung in Grosseto anberaumt. Schettino und sein Vize-Kapitän Ciro
Ambrosio werden sich nach derzeitigem Stand unter anderem wegen
fahrlässiger Tötung und Schiffbruchs verantworten müssen. (APA)
Beim ersten Gerichtstermin im Verfahren wegen des Costa-Concordia-Unglücks wurden Umweltschützer und Konsumentenvertreter nicht als Geschädigte zugelassen - Der Kapitän kam nicht - dafür der Klavierspieler
Anwälte und Opfer des Unglücks auf der Costa Concordia trafen einander am Freitag zum ersten Gerichtstermin - Mehr als 4000 Menschen aus der ganzen Welt sind geladen, der Termin wurde in ein Theater verlegt
...wahrscheinlich von einem der Helden aufgenommen worden, die mit Kameramobiltelefonen bewaffnet jenen Besatzungsmitgliedern, die sich um die Evakuierung bemüht haben, im Weg gestanden sind.
1. Er/Sie muss als letzter das sinkende Schiff verlassen. 2. Er haftet mit seinem Privatvermoegen, wenn er den Kahn auf Grund setzt. 3. Er hat Verantwortung fuer alle Menschen auf seinem Dampfer.
Und aehnliches fuer die Offiziere.
In Wahrheit verlassen die das Schiff, das sie auf Grund setzen, meist als erste, mit einer Millionenabfindung.
Als Kapitän sitzt man in so einer Situation zwischen 2 Stühlen.
Macht man keine Rettungsaktion kann es böse ausgehen wie in diesem Falle, macht man eine Rettungsaktion und sie ist nicht notwendig schickt dir die Reederei die Kündigung da enorme Kosten aufgelaufen sind.
Du kannst als Kapitän also nur verlieren, angepatzt bist du so oder so.
Wenn Wasser durch den Kiel läuft, und das Schinakl Schlagseite bekommt, ist eine Evakuierung vielleicht gar nicht notwendig, weil man ja als U-Boot weiterfahren könnte.
...risiko-einschätzung: kein jobverlust aber zahlreiche menschenleben riskieren oder keine rettungsaktion und job behält man wenns irgendwie gut geht. menschen, die so gedanklich so abwiegen wie du, würden zb den psychologietest für eine angehende pilotenausbildung (zum glück für die allgemeinheit) nie bestehen!
Klar sollte man das nicht übereilen, aber wenn nach wenigen Minuten nach dem Crash die Meldung kommt, dass der Maschinenraum unter Wasser steht, ist so ne ne Rettungsaktion vielleicht doch überlegenswert, oder?
Und wenn man nicht bereit ist, die Verantwortung von nem Kapitän zu übernehmen, sollte man es nicht tun!
Angepatzt ist man in dem Moment, in dem man das Schiff auf Grund laufen lässt. DAS tut man nicht, und in DIESEM Punkt gibt es auch keine Diskussion ob richtig oder falsch gehandelt wurde.
.... und setzt mal eben EUR 1 Mrd. (EUR 500 Mio. = die versicherte Summe) in den Sand, gefaehrdet 4200 Menschenleben, bedroht die Umwelt mit 2400 Tonnen Dieseloel.
Hab ich noch etwas vergessen?
Diese Fehler waren vermeidbar und sind unentschuldbar.
..sind charakterlich so daneben, dass sie auf kosten von menschenleben riskanter arbeiten. solche menschen machen eben öfter fehler und sind als kapitäne ungeeignet.
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