Fidesz: Swoboda hat Ungarn "mit grundlosen, hinterhältigen Lügen verleumdet"

10. Februar 2012, 19:27
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Parteisprecherin: Internationale Linke startete Angriff gegen Ungarn - EU-Abgeordneter: Orban nicht so bedeutend, dass sich jemand gegen ihn verschwören würde

Budapest - Die ungarische Regierungspartei Fidesz fährt schwere Geschütze gegen den Fraktionschef der Sozialdemokraten im Europaparlament, Hannes Swoboda, auf. Swoboda habe Ungarn "mit grundlosen, hinterhältigen Lügen verleumdet", sagte Fidesz-Sprecherin Garielle Selmeczi am Freitag. Das Treffen der europäischen und ungarischen Sozialisten (MSZP) in Budapest sei "ein neuer Beweis" dafür, dass die "internationale Linke einen politischen Angriff gegen Ungarn und die ungarische Regierung gestartet haben", behauptete Selmeczi in einer Aussendung.

Swoboda war in Budapest mit der Fraktion der oppositionellen Sozialisten (MSZP) zusammengekommen. In seiner Rede erinnerte der österreichische Politiker an Worte des ungarischen Premiers Viktor Orban, der auf Kritik an seiner Amtsführung mit der Aufforderung reagiert habe, doch selbst nach Ungarn zu kommen und das Land aus der Nähe zu betrachten.

In der gemeinsamen Pressekonferenz erklärten Swoboda und MSZP-Vorsitzender Attila Mesterhazy, "es gibt keinerlei europäische Verschwörung, die gegen Ungarn gerichtet wäre". "Es gibt keine Verschwörung, keinen Staatsstreich gegen Ungarn, doch wir bestehen auf die Verwirklichung der Gesetze und des Rechts", betonte Swoboda. "Viktor Orban ist keine solch wichtige Person in Europa, dass sich jemand gegen ihn verschwören würde", sagte er nach Angaben der Tageszeitung "Nepszabadsag". Medien hatten zuvor berichtet, Premier Orban habe dem US-Nachrichtensender CNN vorgeworfen, den Sturz seiner Regierung herbeiführen zu wollen, und behauptet, gegen ihn sei ein "Putschversuch" unternommen worden. (APA)

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