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Athen/Frankfurt/Wien - Das Damoklesschwert über den internationalen Börsen hat einen Namen. Genauer gesagt eine eigene Wertpapierkennnummer: A0T6US bereitet Wirtschaftspolitikern Kopfschmerzen und hartgesottenen Zockern leuchtende Augen. Das Papier Griechenland EO-Bonds 2009(12) ist jener 14,5 Milliarden Euro schwere Schuldschein Athens, der am 20. März fällig wird. Zahlt Athen nicht, droht die ungeordnete Staatspleite. Bedient Griechenland die Anleihen hingegen mithilfe der Kredite der EU-Partner, winkt vielen privaten Zockern eine Verdoppelung ihres Einsatzes.
Darum wird aktuell zwischen Athen, Brüssel und Berlin gestritten. Weitere Budgetkürzungen gegen die versprochenen Hilfskredite in Höhe von 130 Milliarden Euro. Für viele Anleger wäre das ein garantierter Geldregen: Aktuell notiert die Anleihe Griechenlands, die im März ausläuft, bei 40,2 Euro. Wenn sich Athen den europäischen Forderungen fügt, könnte das Kapital in zwei Monaten mehr als verdoppelt sein - das entspräche aktuell einer Jahresrendite von 1500 Prozent.
Die Aussicht auf Rendite hat Privatanleger angelockt. Das Kalkül: Weil der Schuldenschnitt freiwillig erfolgen soll, hoffen viele kleine Anleger darauf, einem Abschlag zu entgehen. An der Börse Stuttgart, die beim Handel mit den Anleihen den höchsten Marktanteil hat, ist diese griechische Anleihe das meistgehandelte nichtdeutsche Staatspapier. Vor dem vergangenen Sommer wurden nur wenige hunderttausend Euro des Bonds gehandelt. Seitdem explodierte der Handel auf ein Vielfaches, aktuell werden mehrere Millionen Euro täglich gehandelt. Für die Bild-Zeitung ist es schlicht das "irre Zocker-Papier der Eurokrise". Die Zeitung hat im Dezember als Experiment selbst in die Tasche gegriffen und 5179 Euro in die März-Anleihe gesteckt.
Dabei haben sich Banken mit Kaufempfehlungen an Privatkunden zurückgehalten. Analysten geben sich vielmehr bedeckt, was den "Big Fat Greek Bond" betrifft, wie die März-Anleihe an der Börse auch genannt wird.
Hedgefonds und EZB
Hingegen haben Investmentbanken in den USA und London die Anleihe aktiv beworben und ihren Kunden, allen voran spekulativen Hedgefonds, den griechischen Bond verkauft. Die New York Times berichtet, dass insbesondere Merrill Lynch aggressiv ihren Kunden diese Wette empfohlen hat.
Eine mögliche Pleite auf die 14,5 Milliarden Euro Schulden träfe aber nicht nur die Zocker. Die Europäische Zentralbank hat im Zuge ihres Staatsanleihenankaufprogramms zwischen 40 und 50 Mrd. Euro an griechischen Staatsanleihen gekauft.
Da die Anleihe nun - keine sechs Wochen vor der Tilgung - immer noch mit Riesenabschlag gehandelt wird, schmeißen bereits einige Anleger das Handtuch. Zum Jahresbeginn notierte die Anleihe bei 55, also um 37 Prozent höher als am Freitag. (sulu, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 11./12.2.2012)
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Nicht die Griechenlandanleihe an sich, aber der Börsenhandel damit.
Wenn wir - und damit ist die EU gemeint - Griechenland eine steuerfinanzierte Geldspritze zukommen lassen, warum kann es dann sein, dass private Zocker diese Anleihen halten?
Warum sind diese Anleihen nicht AUSSCHLIESSLICH im Besitz der EZB?
aber auf schulden die staatsbedienstetenzahl zu erhöhen und über jahre unrealistisch hohe lohnabschlüsse zu vereinbaren, die nicht auf realer wirtschaftskraft beruhen, kann nicht gut gehen.
die tollen lohnerhöhungen hat es ja m.A. nach erst nach einführung des euros gegeben.
andererseits ist das ganze auch eine chance.
ich vermisse, dass papademos sich hinstellt und sagt: leute, wir werden weniger geld haben, aber wir werden nicht verhungern. wenn das vertrauen der eu mit dem sparplan gewonnen werden kann, dann wird es vermutlich auch eine art marschall-plan der eu geben. und wenn sie´s gut machen, stehen sie am ende vielleicht viel besser da.
Griechenland könnte sich nicht einmal ohne Zinszahlungen selbst finanzieren. Der Staat ist (und war) unfinanzierbar.
Deshalb gibt es auch kein erbstzunehmendes Konzept: Gr hat die Wirtschaftsleistung eines Entwicklungslandes, jetzt ist es nur noch eine Frage der Methode wie der Lebensstandard ebenso reduziert wird. Die Reduzierung ist unvermeidlich, da sich wohl niemand finden wird, der das Desaster auf Dauer finanziert.
1. GR hat kein Geld, kann daher seine Anleihen nicht einmal zu 25% kaufen.
2. Wenn GR Anleihen in größerem Umfang kaufte, würde der Preis steigen.
3. Der Kauf von Anleihen durch GR würde sofort einen "Default" nach sich ziehen. Aus gutem Grund dürfen Staaten, welche den Ramschstatus erreicht haben nicht ihre eigenen Anleihen kaufen.
Wenn die Griechen genug Geld hätten, um das zu tun, dann wäre der Kurs nicht so niedrig.
Außerdem denken die Griechen ja nicht einmal daran, die Anleihen zurückzuzahlen, bestenfalls gibt es 30%, finanziert aus den Geldern der Gläubiger und dazu neue Anleihen, bei denen man sich noch ein paar Jahre einreden kann, sie wären etwas wert.
1. Bitte immer die ISIN angeben, damit kann man leicht überprüfen was da für Wertpapier gemeint ist. In diesem Fall ist es ISIN:GR0110021236
Viele der "redaktionell überarbeiteten Artikelinhalte" sind inhaltlich so wirr, nicht nur beuim Standard.AT, das nichtmal klar ist, was grundlegend gemeint sein könnte. Durch Angabe der ISIN kann man das leichter entwirren.
2. Wenn man sich den Kursverlauf von ISIN:GR0110021236 auf der Stuttgarter Börse anschaut sieht man, dass das Papierl von rund 100 Euro im Jahr 2009 auf aktuell runde 40 Euro gefallen ist:
https://www.boerse-stuttgart.de/rd/de/anl... TU&lang=de
Der Artikel erwähnt nicht, dass es zu jedem Käufer einen Verkäufer geben muss. Und eben dieser Verkäufer verliert 60% seinen Vermögens. Der Verkäufer bekommt kalte Füße und ist froh wenigstens 40% seines Vermögens zu bekommen. Der Zocker hofft, dass letztlich die Anleihe zur Gänze ausbezahlt wird, geht aber das Risiko einer Pleite ein.
Für GR und die europäischen Staaten ist das ein Nullsummenspiel, da der Handel an der Börse stattfindet. Die Neidgesellschaft sieht immer nur die Gewinner und infolge dessen sich selbst als Verlierer.
verwerflich ist es nur, wenn wir kleinen leute nicht rankommen. so kann ich mir ueberlegen, ob ich an dem griechenwahnsinn mitschneiden moehte. ich finde das fair. wenn gr von unserem steuergeld gerettet wird, krieg ich einen reibach, wenn nicht hab' ich pech gehabt und die urspruenglichen schuldner sehen wenigstens noch 40% ihres geliehenen kapitals wieder. das finde ich ziemlich fair.
Es ist die Wette darauf, dass ein neues steuerfinanziertes Rettungspaket geschnürt wird und explizit DIESE Anleihe vor dem Zusammenbruch rettet.
Danach kann - aus Sicht der Zocker - der Zusammenbruch ja erfolgen. "Hinter mir die Sintflut" - so in etwa
Wenn Sie jetzt ISIN:GR0110021236 kaufen, dann hoffen Sie, dass sie mehr als den dzt Kaufkurs von rund 40 bekommen werden. Wenn Sie viel ISIN:GR0110021236 kaufen, steigt der Kurs auch merklich.
Man kann natürlich, wenn man z.B. für 1 Mio. Euro einkauft, im Tagesverlauf schon mal den Kurs an der Börse nach oben bringen (sprich, man kauft teurer ein), aber das sieht dann nach ein paar Stunden wieder anders aus und man würde auf einem Verlust sitzen ...
Das sollten Sie den Verantwortlichen bei der EZB bzw. den EZB-Strohmannakteuren am Sekundärmarkt erklären. Denn die kaufen
a. gross, und zwar wirklich gross, Staatsanleihen vom bankrotten Griechenland ein
b. und die EZB sieht sich auch schon massiven Verlusten gegenüber. No na.
im falle griechenlands wird hier aber mit europäischem steuergeld gezockt. desweiteren liegt den risikobereiten anlegern sehr, sehr viel daran, die situation griechenlands so prekär wie nur möglich zu halten. und das passiert an anderer stelle der börsen sehr effektiv.
Jeder der Anleihen kauft tut dies normalerweise mit seinem eigenem Geld, es sei denn er findet einen Gläubiger.
Wenn Sie nun meinen, dass GR ein Recht hätte die Rückzahlung seiner Schulden zu verweigern, weil einige ihre Anleihen zu extrem günstigen Konditionen gekauft haben, so muss ich Ihnen widersprechen.
1. Hat GR und deren Beamte von den Krediten profitiert und in weiterer folge auch D, das Güter aller Art dorthin liefern konnte.
2. Halten nicht nur Zocker gr. Anleihen sondern bspw. auch Pensionsfonds.
3. Hat GR durch die mangelhafte Umsetzung der Reformen wesentlich zum Kurssturz der Anleihen beigetragen.
4. Ist die Handelbarkeit von Anleihen und deren vollständige Rückzahlung vertraglich garantiert.
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