Häufigster Social-Media-Typus: "Opportunisten"

10. Februar 2012, 17:58
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Freunde, Empfehler und Outsider im weltweiten Netz

Wie reagieren Konsumenten auf Firmenauftritte im Web? Cheerleader, Loyalist, Opportunist oder Outsider - das sind die vier Konsumentengruppen, die in der europaweiten Porter-Novelli-Studie "Social Consumers in Europe" identifiziert wurden.

"Die aktuelle Typologie von Porter Novelli bringt Ansprüche und Verhaltensweisen der Social-Network-Nutzer auf den Punkt", so Maria Wedenig, Agenturleiterin von ikp Wien. Im Rahmen der Studie befragte Porter Novelli über 10.000 Personen zur Nutzung von Social Media und ihren "Brand Friends" in Facebook und Co.

Häufigster Social-Media-Typus sind die "Opportunisten" (38 Prozent). Die typischen Opportunisten sind 45 bis 60 Jahre alt und folgen Marken und Unternehmen im Social Web vor allem, um sich persönlich Vorteile in Form von Gutscheinen und Gewinnspielen zu verschaffen. Sie sind grundsätzlich preissensibel - 62 Prozent von ihnen vergleichen zumindest zwei Preise, bevor eingekauft wird. Die zweitstärkste Gruppe bilden als aktivste User und Vorreiter die begeisterungsfähigen "Cheerleader" mit 24 Prozent. Sie sind zwischen 20 und 40 Jahre alt, verbringen doppelt so viel Zeit mit sozialen Medien als der Durchschnitt und nutzen das Web rund 62 Minuten täglich mit dem Smartphone. Cheerleader haben großes Vertrauen zu Marken und Unternehmen im Social Web, 76 Prozent von ihnen empfehlen Produkte, die ihnen gefallen, mindestens drei Freunden.

Auch die "Loyalisten" (18 Prozent) sind überwiegend 20 bis 45 Jahre alt und im Social Web sehr aktiv: 82 Prozent von ihnen nutzen es zumindest einmal täglich, 95 Prozent geben aktiv Produktempfehlungen an Freunde. Die Loyalisten entwickeln langfristige Beziehungen zu Marken: Mehr als drei Viertel dieser Gruppe sagen, wenn sie sich für ein Produkt bzw. eine Marke entscheiden, dann bleiben sie auch dabei. Der "inaktivste" Social-Media-Typ sind die "Outsiders" (20 Prozent). Sie bilden die älteste Gruppe (60+) und nutzen diese Kanäle vorwiegend nur zum Suchen. (red/DER STANDARD; Printausgabe, 11./12.2.2012)

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    Der persönliche Vorteil steht im Fokus.

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