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Budapest - Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat angeblich dem US-Nachrichtensender CNN vorgeworfen, den Sturz seiner Regierung herbeiführen zu wollen. Wie ungarische Medien am Freitag berichteten, hatte Orban zwei Tage zuvor auf einer Fraktionsklausur seiner rechtskonservativen Regierungspartei Fidesz (Bund Junger Demokraten) in der nordungarischen Stadt Eger behauptet, gegen ihn sei "ein auf drei Beinen stehender Putschversuch" unternommen worden. Daran soll auch CNN beteiligt gewesen sein.
In den Umsturzversuch verwickelt seien auch ungarische Diplomaten, die mit der Opposition sympathisierten, und nicht näher genannte Geheimdienste. Der US-Sender CNN habe in seiner Berichterstattung über Ungarn im Dezember "absichtlich den Eindruck erwecken wollen", dass die Unzufriedenheit mit seiner Person innerhalb von Fidesz wachse und sein Einfluss deshalb sinke, zitierten die Medienberichte den Regierungschef unter Berufung auf Teilnehmer der Klausur.
Konkrete Anhaltspunkte für einen Putsch hat Orban den Berichten zufolge nicht genannt. Er habe aber den Großteil seiner eineinhalbstündigen Eröffnungsrede auf der Klausur nur diesem Thema gewidmet. Orban muss wegen Kritik der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) seine bisherige Politik in einigen Punkten ändern. Beobachter meinen, das Erzeugen einer Rückzugsmentalität durch das Beschwören angeblicher Putschbestrebungen könne die mögliche Verunsicherung unter den eigenen Anhängern abschwächen.
Ungarn sieht sich derzeit mit drei Vertragsverletzungsverfahren und einem Defizitverfahren seitens der EU-Kommission konfrontiert. Das Land ist zugleich wirtschaftlich angeschlagen und bemüht sich bei IWF und EU um einen neuen Notkredit. Kritiker werfen Orban autoritäre Tendenzen und den Abbau der Demokratie in Ungarn vor. (APA)
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z.B. es werden hunderte Fotos von ihm gemacht, und wird tendenziös immer das Foto veröffentlicht, wo er das ungündtigste Erscheinungsbild abgibt.
Diese proklamierte Misgunst relativiert natürlich das Vertrauen im Wahrheitsgehalt des ganzen Beitrages.
"Stimmt nicht, wiegelt der Fidesz-Fraktionsvorsitzende János Lázár ab. Das Wort Putsch, also Staatsstreich, sei nicht gefallen."
http://derstandard.at/132850752... -in-Ungarn
Und was der Fidesz-Fraktionsvorsitzende János Lázár sagt, ist natürlich zwangsläufig wahr - pardon, dass wir das nicht bedacht haben !
Wie wir wissen, ist ja vor Jahren auch in Österreich das Wort "Lump" nicht gefalllen, sondern irgendsowas wie "Hump" oder "Dump" , also etwas völlig anderes.
Diese Verschwörungsbehauptung kann nur Zweierlei bedeuten. Entweder seine Macht ist im Schwinden und er möchte damit seine Anhänger stärker an sich binden (eher unwahrscheinlich), oder er initiiert einen Grund, um auf Oppositionelle los gehen zu können... Ein Vorgeschmack dessen, was uns nach der Machtübernahme der Faschisten droht...
Es mag nicht immer leicht sein sich eine eigene Meinung zu bilden.
Ich hab auch nur meine eigene Perspektive und kenn Orbán und sein Umfeld nicht wirklich aus nachster Nähe. Allerdings kann ich einwandfrei Ungarisch, lebe hier und kenne u.a. persönlich rund 40 Parlamentarier aller Couleurs.
Es hat entschiedene Dementis gegeben. Was ist, wenn die Meldungen wieder einmal unwahr oder zumindest stark übertrieben wären?
Ich mag solche Vergleiche nicht, stimme aber mit der Einschätzung P.V's überein, Orban sei wesentlich intelligenter als Strache. Und irgendwie erinnert mich Orbán des öfteren an Schüssel - auch wenn er u.a. im Unterschied zum Ex-Bundeskanzler keine gemeinsame Sache mit den Ultrarechten macht.
Inhaltlich wird das aber nicht viel ändern.
Orban sucht Schuldige von aussen, um von Ungarns Problemen abzulenken.
Es ist absurd, dass er sich in seiner Rede mit CNN und nicht mit der ausufernden Staatsverschuldung oder Änderungen jenen offenslichtlich EU-widrigen Gesetzen (z.B. Mediengesetz) beschäftigt.
So riskiert er den Bankrott Ungarns und das aus ausschliesslich populistischen Gründen.
Dies ist eines gewählten Volksvertreters unwürdig, unabhängig davon wie intelligent er sein möge und wie er sich (oder nicht) von rechtsradikalen Gruppierungen distanziert...
Öffnen Sie Google- Übersetzer und tippen Sie „Putsch“ hinein, Sie werden eine Überraschung erleben. Sie werden sehen es kann sich nur eine Verdrehung handeln.
Wenn Sie unter den „offenslichtlich EU-widrigen Gesetzen“ noch immer das Mediengesetz anführen, dann haben Sie etwas verschlafen. D i e M e d i e n g e s e t z e, sind mittlerweile den Wünschen der EU entsprechend geändert worden. Es gab nicht viel zu tun, aber als EU-widrig kann man sie nicht mehr bezeichnen.
Von den rechtsradikalen braucht er sich nicht distanzieren, die tun es selber in dem sie Orban als Zigeuner, Judenlakai usw. bezeichnen.
Etwas „Lokalkenntnis“ würde Ihnen nicht schaden.
Wie jovanotti unten kurz ausführte, brauchen Sie sich in Sachen Mediengesetze wirklich nicht an die Brust zu klopfen. Die Einwände der Kommission waren nur ein paar formale Kinkerlitzchen, weil die Kommission damals noch feigerweise meinte, sie wäre für offensichtliche Verstösse gegen den europäischen demokratischen Geist nicht zuständig.
Die Regierung hat daraufhin in schlechtester rechter Tradition diese paar Kinkerlitzchen geändert und hängt sich seither an diesen formalen Fragen auf.
Die wesentliche Tatsache blieb unberührt - nämlich dass die Mediengesetze, insbesondere durch die Allmacht der eindeutig nicht paritätisch besetzten Behörde, zur Einschüchterung und Erzeugung vorauseilenden Gehorsams geeignet sind.
Überhaupt sollten Sie meinen Beitrag etwas censure durchlesen, bevor Sie mir Unwissen vorwerfen.
Ich habe nicht behauptet, dass das Wort Putsch dabei war. Es ist auch ziemlich irrelevant und ändert nichts an meiner Argumentation.
Orban sollte sich um die Sanierung des ungarischen Staatshaushaltes kümmern anstatt sich in absurder Art und Weise über die Bericherstattung anerkannter internationationalen Informationssendern den Kopf zu zerbrechen.
Schliesslich braucht Ungarn die finanzielle EU-Hilfe.
Das Mediengesetz?
Nachdem die ungar. Regierung immerhin die de facto Internet-Zensur zurückgenommen hat, hat die EU-Kommission beim Rest ein Auge zugedrückt.
Besonders die Kontrolle von Radiosendern ist aber nach wie vor verfassungswidrig!
es ist keine Koalition mit Jobbik in Sicht.
Auch gibt es Rechtsrechte innerhalb von Fidesz, und da war doch noch 1998 die Koalition mit dem Ultrarechtspopulisten Torgyán...
Trotz allem bitte womöglich keine wenig bis gar nicht begründeten Vergleiche und Qualifizierungen.
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